Veenhuser Kirche

Veenhuser Kirche
Veenhuser Kirche

Die reformierte Veenhuser Kirche im ostfriesischen Veenhusen wurde um 1400 als Saalkirche gebaut.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die ursprünglich in Uphusen im 12. Jahrhundert errichtete Kirche wurde wegen drohender Überflutung aufgrund des sich ändernden Emsverlaufs abgetragen und in Veenhusen als rechteckige Saalkirche neu errichtet.

Im Mittelalter unterstand Veenhusen der Propstei Leer im Bistum Münster.[1] Nach der Reformation wandte sich die Kirchengemeinde dem reformierten Bekenntnis zu.

Der Glockenturm stand ursprünglich frei und wich 1869 einem Westturm, der an das Kirchenschiff angebaut wurde. Im Zuge der nach Osten fortschreitenden Moorkolonisierung wanderte der Ort mit, sodass die alte Kirche heute am westlichen Ortsrand gelegen ist.[2] Wegen des weiten Wegs zur Kirche diente zunächst die Schule als provisorischer Gottesdienstraum, bis 1984 im Dorfzentrum eine neue Kirche errichtet wurde.

Inneneinrichtung

Der Holzfußboden wurde im Jahr 1960 erneuert.

Die 1801–1802 von Johann Gottfried Rohlfs gebaute und weitgehend erhaltene Orgel verfügt über acht Register auf einem Manual und angehängtem Pedal. Das Instrument wird über drei Keilbälge mit Wind versorgt. 1993 führte Bartelt Immer zusammen mit Reinald Klein und Uwe Knaak eine Restaurierung durch.[3]

Manualwerk C–d3
1. Gedackt 8′
2. Flute Travers 8′
3. Principal 4′
4. Rohrflöte 4′
5. Nassat 3′
6. Octave 2′
7. Mixtur III
8. Trompete (B/D) 8′
Tremulant

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Menno Smid: Ostfriesische Kirchengeschichte. Selbstverlag, Pewsum 1974, ISBN 3-925365-07-9, S. 42 (Ostfriesland im Schutze des Deiches; 6).
  2. Genealogie-Forum: Veenhusen, gesehen 26. September 2010.
  3. Orgel auf NOMINE e.V., gesehen 26. September 2010.
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