Europäische Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie und Menschenrechte in der Welt

Europäische Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie und Menschenrechte in der Welt

Die Europäische Vereinigung von Juristinnen und Juristen für Demokratie und Menschenrechte in der Welt e.V. (EJDM) ist ein Juristenverein.

Geschichte

Der Verein wurde am 1. Mai 1993 in Paris gegründet. In der EJDM haben sich bis 2005 Juristinnen und Juristen aus 12 europäischen Ländern zusammengeschlossen.

Ziele

Ziele der EJDM sind Förderung des Friedens, der Abrüstung und der Völkerverständigung, Schutz der Umwelt, Kampf gegen Rassismus und Faschismus, Gleichberechtigung von Frauen und Männern und die Achtung der Rechte der Kinder, sowie der Kampf gegen Diskriminierung. Die EJDM setzt sich für die Verwirklichung der Menschenrechte und der Demokratie auch in den verschiedenen Institutionen der Europäischen Union ein.

Schwerpunkte in der Arbeit bilden seit einiger Zeit - der Vertrag über eine Europäische Verfassung, - der Sozialstaat in Europa, - die Erweiterung der Europäischen Union, - die bürgerrechtlichen und menschenrechtlichen Folgen der Anti-Terrorpolitik, - Verstöße gegen das völkerrechtliche Aggressionsverbot - die Verfolgung von Kriegsverbrechen.

Weitere Aktivitäten der EJDM bestehen in der Beteiligung am deutschen Netz gegen Rassismus und am Europäischen Netzwerk gegen Rassismus, in Prozessbeobachtungen in der Türkei, Missionen nach Palästina zur Untersuchung der Menschenrechtslage und der Mission nach Französisch-Guyana zur Untersuchung der Menschenrechtslage.

Die EJDM ist ein Dachverband von verschiedenen nationalen Vereinigungen demokratischer JuristInnen, in Deutschland ist dies die Vereinigung Demokratischer Juristinnen und Juristen. Daneben hat sie auch einige Einzelmitglieder, insbesondere aus Ländern, in denen keine vergleichbare Juristenorganisation existiert. Die bisherigen Mitgliedsorganisationen stammen aus Bulgarien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Ungarn, der Schweiz und der Türkei. Die Einzelmitglieder kommen aus Belgien, Griechenland, Portugal, Rumänien und der Ukraine. Die EJDM ist offen für weitere Mitgliedschaften aus den Ländern Europas. Sie finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und öffentlichen Zuschüssen. Sie ist in Deutschland als gemeinnützig und besonders förderungswürdig anerkannt. Der rechtliche Sitz der EJDM ist in Deutschland Düsseldorf.

Auf der Generalversammlung im Mai 2005 in London wurde Bill Bowring (London) als neuer Präsident gewählt. Er lehrt Völkerrecht, Verfassungsrecht und Menschenrechte. Monique Chemillier-Gendreau aus Paris (Mitbegründerin der EJDM und während acht Jahren deren Präsidentin) wurde zur Ehrenpräsidentin gewählt. Sie lehrte Völkerrecht an der Universität Paris VII. Generalsekretär ist der Gewerkschaftsjurist und Rechtsanwalt Thomas Schmidt aus Düsseldorf.

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