- Füsseberg
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Füsseberg Abbau von Spateisenstein, (Kupfererz) Größte Tiefe 1.046 m Förderung/Gesamt 18 Mio. t Eisenerz Seltene Mineralien Millerit Beschäftigte 985 Betriebsbeginn vor 1712 Betriebsende 31. März 1965 Geografische Lage Koordinaten 50° 45′ 3″ N, 7° 56′ 51″ O50.750747.94741Koordinaten: 50° 45′ 3″ N, 7° 56′ 51″ O Lage FüssebergGemarkung Biersdorf Gemeinde Daaden Kreis Landkreis Altenkirchen Revier Bergrevier Daaden-Kirchen Die Grube Füsseberg war eine Eisen-/Kupfergrube im Daadetal bei Daaden-Biersdorf in Rheinland-Pfalz. Sie liegt im Siegerländer Erzrevier.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Bereits vor 1712 wurde hier Erz abgebaut. Sie wurde am 31. März 1965 stillgelegt und besaß eine eigene Röstanlage. Über die Bahnstrecke Daaden-Betzdorf konnte das Erz ab 1908 abtransportiert werden. 1913 kam eine Naßaufbereitung, ab 1915 eine elektromagnetische Aufbereitung, gleichzeitig wurde auf der 694 Meter-Sohle durchgeschlagen. 1938 gab es zur neuen Aufbereitung eine neue Fördermaschine mit 1300 PS. Ab 1953 gehörte der Grubenbesitz Füsseberg zur Erzbergbau Siegerland AG. 1955 arbeiteten hier 985 Belegschaftsmitglieder. Der Förderturm hatte eine Höhe von 38 m und wurde am 22. April 1966 abgerissen.
Schachtanlagen
Die Grube Füsseberg ist über insgesamt acht Sohlen und einem Blindschacht mit der Grube Friedrich Wilhelm verbunden. Die gesamte Teufe des Hauptschachtes (* 1899) beträgt 1046 m, mit Friedrich Wilhelm bis 1052 m.
Stollen und Sohlen
Zwei Stollen wurden geschlagen: der erste im Jahr 1860, Florzer, der zweite ein Jahr später, Füsseberger. Der Erbstollen hat eine Höhe von 268,39 m über NN.
Grubenkonsolidationen
Im Laufe der Zeit kommen verschiedene Gruben zu Füsseberg hinzu, die erste war Einigkeit ab 1906. 1907 folgte Glaskopf, der Abbau wurde am 8. Mai 1923 wieder eingestellt. 1932 konsolidiert die Grube aus 60 Grubenfeldern, nur drei Jahre später, 1935, folgt der Zusammenschluss mit der Grube Friedrich Wilhelm, die zwei Schächte stellt. Sie wird ein paar Tage früher geschlossen als Füsseberg, am 26. März 1965. Nach ihrer endgültigen Stilllegung am 15. Juli 1958 gehört bis zum 31. März 1962 die Herdorfer Grube San Fernando dazu.
Siehe auch
Literatur
- Ute Bosbach: Spurensuche im Eisenland - Unterwegs auf Erzstraßen und Bergmannspfaden, amadeusmedien, November 2006. ISBN 3-9808936-8-5
Weblinks
Brüderbund | Eisenzecher Zug | Eisernhardter Tiefbau | Eupel | Füsseberg | Georg | Große Burg | Neue Haardt | Pfannenberger Einigkeit | San Fernando | Wolf
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