Heinrich Brück

Heinrich Brück
Heinrich Brück, Mainz
Wappen als Fensterbild im Mainzer Dom

Heinrich Brück (* 25. Oktober 1831 in Bingen; † 5. November 1903 in Mainz) war Bischof von Mainz.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Geboren in Bingen als Sohn eines einfachen Winzers und Küfers erlernte er das Handwerk seines Vaters, nahm nebenher Privatunterricht und bestand 1851 die Reifeprüfung. Nach Studien in Rom und Mainz wurde er am 30. März 1855 zum Priester geweiht. 1861 avancierte Brück zum Professor am bischöflichen Priesterseminar in Mainz, wo er bis zu seiner Bischofswahl wirkte, ausgenommen von 1878 bis 1887, als das Seminar während des Kulturkampfes geschlossen war. 1899 erwählte man Heinrich Brück zum Domkapitular, nach dem Tode von Bischof Haffner, am 2. November 1899 wurde er Bistumsverweser. Am 21. Dezember gleichen Jahres erfolgte seine Wahl zum Bischof von Mainz. Die Bischofsweihe empfing er am 20. Mai 1900 durch den Freiburger Erzbischof Thomas Nörber; Mitkonsekrator war Paul Wilhelm von Keppler, Bischof von Rottenburg.

Über seine Wahl zum Bischof berichtet die Grünstadter Zeitung Nr. 301, vom 22. Dezember 1899:

Mainz, 21. Dezember. Heute fand hier die Wahl eines neuen Bischofs statt. Nach einem feierlichen Hochamt im Dom das durch den Bistumsverweser Dr. Brück celebriert wurde und an dem sich sämtliche Geistliche der Stadt und Umgegend betheiligten, zog sich das Domcapitel mit dem Regierungsvertreter, Generalstaatsanwalt Schlippe, in die St. Nikolauscapelle zurück, um dort die Wahl des Bischofs vorzunehmen. Nach vollzogener Wahl kehrte der Sekretär des Domcapitels, Herr Dr. Selbst, in die Kirche zurück, bestieg die Kanzel und verkündete, daß zum Bischof der Diöcese Mainz, vom Domcapitel, der Bisthumsverweser Professor Dr. Heinrich Brück gewählt worden sei. Nachdem die Geistlichen wieder in feierlichem Zug in die Kirche zurückgekehrt waren, wurde das "Te Deum" und dann das "Domine Salvum fac" gesungen. Sämtliche Glocken des Domes und der Pfarreien verkündeten sodann, daß die Diöcese wieder einen Bischof habe.

Grünstadter Zeitung, 1899

Nach einem Lebenslauf konstatiert der Bericht weiter:

Die hervorragenste Thätigkeit entfaltete der Neugewählte auf literarischem Gebiete; er ist als Kirchenhistoriker bekannt. Als Früchte seiner langjährigen academischen Thätigkeit liegen außer vielen kleineren Arbeiten vor: Ein weitverbreitetes Lehrbuch der Kirchengeschichte, das ins Englische, Französische und Italienische übersetzt wurde und dadurch an allen Universitäten und Seminarien eingang gefunden hat. Weiter eine Geschichte der Oberrheinischen Kirchenprovinz und eine Kirchengeschichte des 19. Jahrhunderts.

Grünstadter Zeitung, 1899

Werke

  • Lehrbuch der Kirchengeschichte, Mainz, 1874
  • Geschichte der katholischen Kirche in Deutschland im neunzehnten Jahrhundert, 5. Bd., Mainz, 1887-1905
  • Adam Franz Lennig Generalvicar und Domdecan von Mainz in seinem Leben und Wirken. Mainz, Kirchheim 1870

Literatur

Weblinks


Vorgänger Amt Nachfolger
Paul Leopold Haffner Bischof von Mainz
1899–1903
Georg Heinrich Maria Kirstein

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