- Kebbi
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Kebbi Basisdaten Hauptstadt: Birnin Kebbi gegründet: 27. August 1991 Gouverneur: Adamu Aliero ISO 3166-2: NG-KE Fläche Fläche: 36.800 km² Rang in Nigeria: 10 Bevölkerung Einwohner: 3.630.947 (2005) Bevölkerungsdichte: 99 Einw./km² (2005) Rang in Nigeria: 22 Kebbi ist ein Bundesstaat im Nordwesten Nigerias mit der Hauptstadt Birnin Kebbi, die mit 108.172 Einw. (2005) auch größte Stadt ist.
Inhaltsverzeichnis
Geografie
Der Bundesstaat liegt im Nordwesten des Landes und grenzt im Norden an den Bundesstaat Sokoto, im Süden an den Bundesstaat Niger, im Nordwesten an die Republik Niger, im Südwesten an Benin und im Osten an den Bundesstaat Zamfara.
Bevölkerung
Der Bundesstaat Kebbi wird vor allem vom Volk der Haussa bevölkert, ferner gibt es Angehörige der Volksgruppen der Bussawa, der Dukawa, der Kambari sowie der Kamuku. Die dominierende Religion ist der sunnitische Islam. Im Bundesstaat Kebbi gilt daher die islamische Rechtsprechung - die Scharia. Sie hat zudem die Funktion der Hauptquelle der Gesetzgebung. Alle Gesetze im Bundesstaat müssen mit der Scharia vereinbar sein.[1]
Geschichte
Nach bisheriger Meinung entstand das Königreich Kebbi im 15. Jahrhundert als eine Provinz des Reiches Songhai. Neueren Forschungen zufolge wurde Kebbi bereits um 600 v. Chr. durch Flüchtlinge des zerfallenden assyrischen Reiches gegründet. Im 15. und 16. Jahrhundert war die befestigte Stadt Surame die Hauptstadt des Reiches, das sich über mehr als 500 km von Ader im Norden bis nach Borgu im Süden erstreckte.
Der Bundesstaat wurde am 27. August 1991 aus einem Teil des Bundesstaates Sokoto gebildet. Erster Administrator war zwischen 28. August 1991 und Januar 1992 Patrick Aziza. Gegenwärtiger Gouverneur ist seit 29. Mai 1999 Adamu Aliero.
Gouverneure und Administratoren
- Patrick Aziza (Administrator 1991–1992)
- Abubakr Musa (Gouverneur 1992–1993)
- S. T. Bello (Administrator 1993–1996)
- John Ubah (Administrator 1996–1998)
- Samaila Chama (Administrator 1998–1999)
Verwaltung
Der Staat gliedert sich in 21 Local Government Areas. Diese sind: Aleiro, Arewa-Sandi, Argungu, Augie, Bagudo, Birnin-Kebbi, Bunza, Dandi, Fakai, Gwandu, Jega, Kalgo, Koko-Besse, Maiyama, Ngaski, Sakaba, Shanga, Suru, Wasagu-Danko, Yauri und Zuru.
Wirtschaft
Die Landwirtschaft ist der Hauptwirtschaftszweig in Kebbi. Der fruchtbare Boden erlaubt den Anbau von Hirse, Mais, Maniok, Kartoffeln, Reis, Bohnen, Zwiebeln, Gemüse, Weizen, Sojabohnen, Ingwer, Zuckerrohr, Erdnüsse, Tabak, Mango, Guave und Papaya. Die Fischereiwirtschaft ist bedeutend.
An Bodenschätzen befinden sich im Bundesstaat unter anderem Kalkstein, Salz, Lehm und Gips.
Literatur
- Harris, Perey G.: Sokoto Provincial Gazetteer, Sokoto 1938 (Archivdokument, Sokoto).
- Lange, Dierk: "Das frühe Kebbi und Mali", Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft, 141 (1991), 139-166.
-- "An Assyrian successor state in West Africa: The ancestral kings of Kebbi as ancient Near Eastern rulers", Anthropos, 104, 2 (2009), 359-382.
- Oladimeji Aborisade, Robert J. Mundt: Politics in Nigeria. New York: Longman 2002
Nachweise
- ↑ C-GIDD (Canback Global Income Distribution Database). Canback Dangel. Abgerufen am 20. August 2008.
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