- Purnululu
-
Purnululu National Park Lage: Western Australia Besonderheit: Sandstein-Formationen Nächste Stadt: Kununurra – Halls Creek Fläche: 2.397,23 km² Gründung: 1987 Der Purnululu-Nationalpark (engl. Purnululu National Park) befindet sich 160 km südlich von Kununarra und 100 km nordöstlich von Halls Creek im australischen Bundesstaat Western Australia. Purnululu heißt in der Sprache der Aborigines Sandstein. Seit 2003 ist Purnululu UNESCO-Weltnaturerbe.
Das Gebiet liegt gut 60 km vom Great Northern Highway entfernt und ist nur mit einem allradgetriebenen Fahrzeug erreichbar. Der Park ist vom 1. April bis zum 31. Dezember geöffnet und kann mit einem australischen Nationalpark-Pass besucht werden. Es gibt einfache Bushcamp-Übernachtungsmöglichkeiten. Sehenswert sind im Purnululu-Nationalpark besondere Bienenkörbe und die Echidna Chasm, eine sehr enge Felsschlucht.
Die verlorene Welt der Bungle Bungles, wie sie beschrieben werden, ist ein Naturwunder mitten in entlegener Wildnis. Bis vor kurzem war diese Gegend aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage nur den traditionellen Ureinwohnern und einigen Farmern, Viehtreibern, Geologen, Wissenschaftlern und Einheimischen bekannt. Erst seitdem diese Gegend Anfang der 1980er-Jahre in den Medien Schlagzeilen machte, wurde auch die Öffentlichkeit auf die Bungle Bungles aufmerksam.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Was heute den Purnululu-Nationalpark (Bungle Bungle) darstellt, ist seit Jahrtausenden das Zuhause der Ureinwohner. In dieser Gegend gibt es zahlreiche Kunst- und Grabstätten der Aborigines. Der Name „Purnululu“ bedeutet Sandstein in der Sprache des hiesigen Kija-Stammes. Man nimmt an, dass er entweder als „Bungle Bungle“ falsch verstanden wurde, oder dass es sich um die falsche Schreibweise des gemeinen Kimberley-Grases Bundle Bundle handelt. Gerüchte kursieren jedoch immer noch hinsichtlich des wirklichen Ursprungs und der wahren Bedeutung von Bungle Bungle, was diese „verlorene Welt“ noch geheimnisvoller erscheinen lässt.
Die Ergebnisse von Radiokarbonmessungen lassen vermuten, dass die Ureinwohner seit mindestens 20.000 Jahren in dieser Region gelebt haben. Nachdem Alexander Forrest in den Jahren 1876-1879 die Gegend erkundet hatte und sie als Rinderweideland empfahl, wurde im Jahre 1884 mit der Beweidung begonnen. 1976 erklärte man dann ein großes Gebiet entlang des Ord River zum Naturschutzgebiet, um eine Revitalisierung des stark erodierten Landes zu ermöglichen. Der Purnululu-Nationalpark im Nordwesten dieses Naturschutzgebietes wurde im Jahre 1987 gegründet. Er umfasst etwa 240.000 Hektar, das Naturschutzgebiet weitere 110.602 Hektar.
Geographie und Geologie
Die abgerundeten Türme des Bungle-Bungle-Massivs bestehen aus empfindlichem Sandstein bedeckt von einer dünnen Schicht aus Kieselerde und Flechten. Das Massiv erstreckt sich über etwa 45.000 Hektar und ist 350 Millionen Jahre alt. Es ist aus Sand und Kieselsteinen aufgebaut, die Flüsse aus nahegelegenen Bergen heran transportiert haben. Dieses Sediment hat sich im Lauf der Zeit zu Sandstein verdichtet. Später dann wurde das Massiv angehoben und mit der Zeit wurden durch die schweren Wolkenbrüche der Regenzeit tiefe Schluchten und steilabfallende Klüfte ausgewaschen. Das gesamte Gebiet erhebt sich als Plateau mit über 200 Metern Höhe über die umliegenden Ebenen. Es wird von tiefen, steilabfallenden Schluchten durchzogen und an manchen Stellen ragen einzelne Kuppeltürme empor. Der Sandstein ist gering gebunden und offenporig, deshalb sandet er leicht ab. Um die Erosion nicht zu beschleunigen, die durch die geringe Bindung, thermische Ausdehnung und Wind hervorgerufen wird, sind deshalb auch alle Felsbesteigungen verboten und der Zugang generell auf die Flussregionen beschränkt.
Flora und Fauna
Der Park beheimatet Pflanzen, die teilweise bisher noch nicht einmal einen Namen haben, da sie erst kürzlich entdeckt worden sind. Die Fächerpalme (Livistona Palme) fällt ganz besonders ins Auge; sie klammert sich an gefährlich steilen Stellen an Wände und Spalten. Ein Großteil des Parks besteht aus welligen, tiefroten oder gelben Sandebenen, bewachsen mit Akazien- und Silberbaumbüschen, mit Eukalyptuswäldern sowie mit Spinifex und anderen Gräsern.
Die Tiere, die im Park am leichtesten zu entdecken sind, sind die Vögel. Es gibt etwa 130 Arten, darunter Spinifextauben und Schwärme von farbenprächtigen Wellensittichen.
Verwaltung
CALM (Conservation and Landmanagement, die westaustralische Natur- und Landschaftsschutzbehörde) hat seit 1986 zahlreiche Gespräche mit der „Purnululu Aboriginal Corporation“ über die Zukunft des Parks geführt. Diese Organisation vertritt die Interessen der Ureinwohner, die eine bedeutende Rolle bei der Entwicklung und im Management des Parks spielen. Das Volk der Purnululu lebt auf gepachtetem Land innerhalb des Parks und wird auch weiterhin seine traditionelle Rolle als Hüter der Region wahrnehmen. So sind Aborigines beispielsweise als Ranger im Park tätig.
Weblinks
Eintrag in der Welterbeliste der UNESCO auf Englisch und auf Französisch
- Purnululu Nationalpark (engl.)
-17.463055555556128.56416666667Koordinaten: 17° 27′ 47″ S, 128° 33′ 51″ O
Avon Valley | Badgingarra | Boorabin | Brockman | Beedelup | Cape Arid | Cape Le Grand | Cape Range | D'Entrecasteaux | Drysdale River | Fitzgerald River | François Peron | Geikie Gorge | Gloucester | John Forrest | Kalbarri | Karijini | Kennedy Range | Leeuwin Naturaliste | Lesueur | Millstream Chichester | Mirima | Mitchell River | Mount Augustus | Mount Frankland | Nambung | Neerabup | Porongurup | Purnululu | Rudall River | Serpentine | Shannon | Stirling Range | Stokes | Torndirrup | Tuart Forest | Tunnel Creek | Walpole Nornalup | Walyunga | Warren | Waychinicup | William Bay | Windjana Gorge | Wolfe Creek | Yalgorup | Yanchep
Blue Mountains | Carlton Gardens | Tasmanische Wildnis | Fossilien-Stätten in Riversleigh und Naracoorte | Fraser Island | Great Barrier Reef | Heard-Insel und McDonald-Inseln | Kakadu-Nationalpark | Lord-Howe-Inselgruppe | Macquarieinsel | Purnululu-Nationalpark | Royal Exhibition Building | Shark Bay | Sydney Opera House | Gondwana-Regenwälder Australiens | Willandra-Seenregion | Uluṟu-Kata-Tjuṯa-Nationalpark | Wet Tropics of Queensland
Wikimedia Foundation.