Schönenberg (ZH)

Schönenberg (ZH)
ZH dient als Kürzel für den Schweizer Kanton Zürich und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schönenberg zu vermeiden.
Schönenberg
Basisdaten
Kanton: Zürich
Bezirk: Horgen
BFS-Nr.: 0140Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 8824
Koordinaten: (691396 / 227725)47.1941598.644725714Koordinaten: 47° 11′ 39″ N, 8° 38′ 41″ O; CH1903: (691396 / 227725)
Höhe: 714 m ü. M.
Fläche: 11.00 km²
Einwohner: 1936
(31. Dezember 2007)[1]
Website: www.schoenenberg.ch
Karte
Karte von Schönenberg

Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Wartung/Pixel

Schönenberg (ZH) ist eine politische Gemeinde im Bezirk Horgen des Kantons Zürich in der Schweiz.

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Blasonierung

In Rot über grünem Dreiberg eine ovale silberne Gürtelschnalle mit aufwärtsgerichtetem Dorn

Die Schnalle zeigt die Abstammung von Wädenswil. Der Dreiberg verweist entweder auf den Ortsnamen oder auf die dort vorhanden Drumlins.

Geographie

Die Gemeinde Schönenberg liegt auf dem südlichen Zipfel der Zimmerbergkette, einer Seitenmoräne, welche der Linthgletscher bei seinem Vorstoss nach der letzten Eiszeit zurückgelassen hat. Das Gelände steigt vom See her zu einem terrassierten, von Drumlins geprägten, breiten Höhenrücken auf und fällt schroff gegen die Sihl ab. Entlang der Sihl und um den Tiefenbachweiher im Süden Schönenbergs liegen Wälder. Auf den Gipfeln der Drumlins ist traditionell eine Linde gepflanzt. Schönenberg ist höhenbedingt zumeist oberhalb der Nebelgrenze des Mittellandes. Zusammen mit der grünen Landschaft und den Mooren von nationaler Bedeutung macht dieser Umstand Schönenberg zu einem Wandergebiet.

Geschichte

Das erste Zeugnis der Besiedlung des Gemeindegebietes stammt aus einer Urkunde, die auf das Jahr 1270 datiert ist. Erwähnt werden sechs dem Zisterzienserkloster Wettingen gehörende Höfe im heutigen Gemeindegebiet von Schönenberg, das damals zum Herrschaftsbereich der Freiherren von Wädenswil gehörte. 1287 verkaufte der letzte Freiherr Rudolf III. mangels Nachkommen die Herrschaft Wädenswil (heutige Gemeinden Schönenberg, Wädenswil, Richterswil, Hütten und Uetikon am See und einen Teil von Hirzel) an das Ritterhaus Bubikon. Nach der Reformation verkauften die Johanniter 1549 die Herrschaft Wädenswil (darunter die heutige Gemeinde Schönenberg) mit allen Rechten an Zürich. 1701 baut die Regierung auf Geissferen (damaliger Name des jetzigen Dorfkerns) eine Kirche, ein Pfarrhaus und einen befestigten Kirchhof, 1703 entsteht daraus die eigene Kirchgemeinde Schönenberg. Schönenberg machte sich durch den Auskauf aus dem Wädenswiler Armen- und Batzengut (1784) und aus dem Auskauf aus dem Wädenswiler Gemeindegut (1811/13) finanziell selbstständig. 1823/24 wurde neben der Kirche ein Schulhaus gebaut, 1836 folgte die Sekundarschule. Schönenberg wurde mit einer Postkutschenverbindung nach Wädenswil (1871) und später mit dem Postauto (1922) gut erschlossen. Das Gemeindehaus wurde 1948 eingeweiht. Seither wurde die Infrastruktur ausgebaut: 1950 wurde auf dem Humbel ein Schulhaus mit Turnhalle errichtet, 1953/54 wurde in der Matte eine Kläranlage gebaut, 1958 wurde ein Altersheim in der Stollenweid erbaut und 1977 wurde eine weitere Kläranlage (im unteren Mittelberg) in Betrieb genommen. In jüngster Geschichte wurde das Gemeindehaus umgebaut (1996/97), das Altersheim Stollenweid erweitert (1997-99) und ein Schulpavillon eingerichtet (2001).

Sihl nach dem Sihlprung in Schönenberg ZH

Politik

Gemeindepräsidentin ist Marianne Schönbächler (FDP). In den Nationalratswahlen 2003 wählte die Gemeinde vor allem SVP-Vertreter (49.7 %), am zweithäufigsten SP-Mitglieder (16.5 %), dicht gefolgt von FDP-Exponenten (15.2 %). Die CVP konnte 6.5 % aller Stimmen verbuchen, die grüne Partei (GP) ähnlich mit 6.2 %. Die evangelische Volkspartei (EVP) erhielt 3 % der Stimmen.

Wirtschaft

Schönenberg ist landwirtschaftlich geprägt. Eine überrergionale Bedeutung hat die Tirggelfabrik Suter.

Persönlichkeiten

Einzelnachweise

  1. Statistik Schweiz – Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Kantonen, Bezirken und Gemeinden

Literatur

  • Peter Ziegler: Schönenberg. Wädenswil 2008

Weblinks


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