Tettamanzi

Tettamanzi
Dionigi Kardinal Tettamanzi

Dionigi Kardinal Tettamanzi (* 14. März 1934 in Renate, Provinz Monza und Brianza, Italien) ist Erzbischof von Mailand.

Leben

Dionigi Tettamanzi trat im Alter von elf Jahren in das Diözesanseminar von Seveso ein. Anschließend besuchte er das Priesterseminar von Venegono, wo er im Jahre 1957 die Lizentiatsprüfung in Katholischer Theologie ablegte. Am 28. Juni desselben Jahres empfing er für das Erzbistum Mailand das Sakrament der Priesterweihe durch dessen Erzbischof und späteren Papst Giovanni Battista Montini. Nach weiteren Studienjahren wurde er an der Päpstlichen Universität Gregoriana promoviert. In der Folgezeit war Tettamanzi mehr als zwanzig Jahre Professor für Fundamentaltheologie an verschiedenen Seminaren und Hochschulen und veröffentlichte zahlreiche Bücher.

Darüber hinaus schrieb er regelmäßig Beiträge für die Zeitungen „Avvenire“ und „L’Osservatore Romano“. Er vertrat stets die Ansicht, dass die Kirche volksnah sein muss und sich aktuellen Debatten nicht entziehen darf, weshalb er regelmäßig an Tagungen und Exerzitien teilnahm und immer wieder auch in Fernsehsendungen auftrat. Hierbei galt sein besonderer Interessenschwerpunkt Familienfragen. Zusätzlich wirkte Tettamanzi neben seiner Dozententätigkeit als Gemeindeseelsorger.

Im Jahre 1987 wurde er zum Rektor des Päpstlichen Lombardusseminars bestellt. Am 1. Juli 1989 ernannte Papst Johannes Paul II. ihn zum Erzbischof von Ancona-Osimo. Die Bischofsweihe spendete ihm Carlo Maria Kardinal Martini am 23. September desselben Jahres. Nur zwei Jahre später trat er von diesem Amt zurück und übernahm die Aufgabe des Generalsekretärs der Italienischen Bischofskonferenz. Johannes Paul II. bestimmte ihn am 20. April 1995 zum Erzbischof von Genua und nahm ihn am 21. Februar 1998 als Kardinalpriester mit der Titelkirche Santi Ambrogio e Carlo in das Kardinalskollegium auf. Am 11. Juli 2002 wurde er zum Erzbischof von Mailand ernannt.

Tettamanzi war Teilnehmer am Konklave 2005 und galt bis zur Wahl Benedikts XVI. in der Öffentlichkeit als papabile, d.h. als einer der möglichen Nachfolger des verstorbenen Papstes Johannes Paul II..

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