USS America (CV-66)

USS America (CV-66)
USS America (CV-66)
USS America (CV-66)
Geschichte Flagge
Bestellung 25. November 1960
Kiellegung 9. Januar 1961
Stapellauf 1. Februar 1964
Indienststellung 23. Januar 1965
Außerdienststellung 9. August 1996
Verbleib Als Übungsziel versenkt
Technische Daten
Verdrängung

80.800 ts

Länge

323,8 m Deck, 302 m Wasserlinie

Breite

76,8 m Deck, 39,36 m Wasserlinie

Tiefgang

10,9 m

Besatzung

3150 Nautische + 2480 Flug

Antrieb

8 Dampfkessel, 4 Dampfturbinen, 280.000 shp (210 MW)

Geschwindigkeit

30+ kn

Bewaffnung

Zu Beginn RIM-2 Terrier, später Sea-Sparrow-Raketen, Phalanx-CIWS-Kanonen

Fluggeräte

Bis zu 85

Die USS America (CV-66) war ein Flugzeugträger der United States Navy. Sie gehörte der Kitty-Hawk-Klasse an.

Geschichte

Ende 1960 wurde der Auftrag über den Bau der America vergeben, Anfang 1961 wurde der Kiel des Trägers bei Newport News Shipbuilding gelegt. Da Schiffe dieser Größe nicht mehr konventionell vom Stapel laufen können, wurde die Taufzeremonie beim erstmaligen Aufschwimmen im gefluteten Baudock vorgenommen. Nach über drei Jahren im Trockendock wurde das Schiff am 23. Januar 1965 bei der Navy offiziell in Dienst gestellt.

Die erste Verlegung der America führte sie Ende 1965 bis 1966 ins Mittelmeer, ebenso die zweite von Anfang 1967 bis in den Herbst des Jahres. Dabei befand sich der Träger während des Sechstagekrieges vor Ort, nach dem Angriff auf die USS Liberty (AGTR-5) starteten von der America Kampfflugzeuge, um mögliche Vergeltungsangriffe durchzuführen, die aber nach dem Schuldbekenntnis der Israelis abgebrochen wurden. 1967 wurde eine Übung mit dem britischen Träger HMS Hermes (R12), dann ein Übungsschießen mit der USS Josephus Daniels (DLG-27) und der USS Harry E. Yarnell (DLG-17) durchgeführt. Im Anschluss lag die America bis Anfang 1968 in der Norfolk Naval Shipyard und führte dann erste Erprobungsfahrten durch.

Daraufhin folgte der erste Einsatz der America im Vietnamkrieg. Sie fuhr um das Kap der Guten Hoffnung in den Indischen Ozean und dann den Pazifik ein, wo sie zu erst die Marinebasis Subic Bay ansteuerte. Von der Yankee Station aus wurden ab Anfang Juni Angriffe auf nordvietnamesische Stellungen geflogen. Ende des Jahres erreichte sie schließlich wieder Norfolk, wo sie sich einer Überholung unterzog, die neun Monate in Anspruch nahm. Ab April 1970 folgte der zweite Vietnam-Einsatz, zwei Jahre später ein dritter.

Anfang 1974 operierte die America schließlich wieder im Mittelmeer, wo sie an mehreren NATO-Übungen teilnahm und mehrere Häfen zu Freundschaftsbesuchen anlief. 1976 befand sich der Träger ebenfalls im Mittelmeer, als erste Anzeichen einer Krise im Libanon ersichtlich wurden. Nächste Einsätze dort dauerten von September 1977 bis April 1978 und März 1979 bis September 1979. 1980 verbrachte die America hauptsächlich zur Überholung in Norfolk. Danach, im April 1981, fuhr die America mit ihren Eskorten USS California (CGN-36) und USS Preble (DDG-46) erst ins Mittelmeer, dann in den Indischen Ozean. Nach Übungen in den Gewässern von Diego Garcia, kehrte sie im November nach Norfolk zurück. Ein Jahr später endete die nächste Fahrt ins Mittelmeer.

Am 2. Januar 1983 löste die America die USS Nimitz (CVN-68) vor der Küste des Libanon ab und führte danach mehrere Übungen durch. Am 8. Juli war die America ein weiteres Mal in heimatlichen Gewässern. Nächste Einsätze im Mittelmeer dauerten von Mai 1984 bis November 1984 und von August bis Oktober 1985.

Im März 1986 verließ die America Norfolk, nachdem die Situation in Libyen zu eskalieren drohte. Am 23. März überquerte die America mit ihren Eskorten USS Ticonderoga (CG-47), USS Scott (DDG-995) und USS Caron (DD-970) die Linie des Todes. Nach Angriffen auf die Flugzeuge zerstörten diese eine Raketenbatterie in Libyen, dann Kriegsschiffe der Marine des Landes. Im April war die America an der Durchführung der Operation El Dorado Canyon beteiligt. Im November erreichte das Schiff Norfolk. Bis Anfang 1988 folgte daraufhin eine lang andauernde Überholung. 1990 und 1991 wurde die America ein letztes Mal in „heißen“ Gewässern eingesetzt, nämlich während der Operation Desert Storm.

Ursprünglich sollte die America in den späten 1990er Jahren ein Service Life Extension Program durchlaufen, wurde jedoch auf Grund von Budgetkürzungen 1996 außer Dienst gestellt. Später wurde entschieden, die America während einer Schießübung zu versenken, um die Einwirkung moderner Waffen auf Schiffe von der Größe der America besser zu verstehen, was auch in die Entwicklung der neuen Klasse von Flugzeugträgern (Gerald-R.-Ford-Klasse) einfließen wird. Am 19. April 2005 verließ die America ihren Hafen und wurde in den folgenden Wochen mit verschiedenen Waffen und Sprengstoffen angegriffen. Am 14. Mai wurde das noch schwimmende Wrack schließlich im Atlantik rund 400 km südöslich von Cape Hatteras versenkt. Die America ist damit das größte Kriegsschiff, das je versenkt wurde.

Weblinks

 Commons: USS America (CV-66) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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