Waddle

Waddle

Christopher „Chris“ Roland Waddle (* 14. Dezember 1960 in Heworth bei Gateshead, Tyne and Wear, England) ist ein ehemaliger englischer Fußballspieler der 1980er- und 1990er-Jahre.

Inhaltsverzeichnis

Sportlicher Werdegang

Geboren in Heworth, in der Nähe von Gateshead, begann Waddle seine Fußballkarriere als Mittelfeldspieler bei dem Amateurverein Tow Law Town, nachdem er zuvor jeweils im Probetraining bei den Profivereinen FC Sunderland, Coventry City und Newcastle United durchgefallen war. Waddle arbeitete fortan in einer Wurstfabrik und wurde dann im Jahr 1980 doch noch von Newcastle für 1.000 Pfund verpflichtet. Dort entwickelte er sich gut und schoss in 169 Spielen 46 Tore und wurde in die englische U21-Nachwuchsmannschaft berufen. Er war Teil der Mannschaft, die 1984 in die First Division zurückkehrte und bildete dabei ein effektives Angriffstrio an der Seite von Kevin Keegan und Peter Beardsley.

Die Suche nach einer sportlich besseren Perspektive führte ihn dann im Juli 1985 zu den Tottenham Hotspurs, wohin er für knapp 700.000 Pfund wechselte. Waddle absolvierte für die Spurs 173 Spiele, in denen er 42 Treffer erzielte und wurde zudem in dieser Zeit Stammspieler in der englischen Nationalmannschaft. Dort spielte er, gemeinsam mit seinem früheren Vereinskollegen Beardsley, bei der WM 1986 in Mexiko, als England im Viertelfinale ausschied.

Es folgte eine äußerst erfolgreiche Saison, an deren Ende er im Finale des FA Cups stand, das Tottenham jedoch gegen Coventry City verlor. Darüber hinaus belegte Tottenham in der Meisterschaft den dritten Platz und erreichte das Halbfinale im Ligapokal. Im gleichen Jahr veröffentlichte er mit Glenn Hoddle eine Musiksingle mit dem Titel Diamond Lights, die es bis unter die ersten 20 der UK Top 40 schaffte. Mit drei Niederlagen in der Gruppenphase der EM 1988 in Deutschland schied Waddle mit England bereits in der Vorrunde der Europameisterschaft aus.

Waddle wechselte 1989 für eine Ablösesumme von 4,5 Millionen Pfund, dem zu dieser Zeit dritthöchsten Transferlös der Fußballgeschichte, zu dem französischen Verein Olympique Marseille. In Frankreich erlebte er eine sehr erfolgreich Ära, als er in einer Mannschaft mit vielen Spitzenspielern zwischen 1990 und 1992 drei aufeinanderfolgende Meisterschaften gewinnen konnte. Im Elfmeterschießen der Halbfinalbegegnung gegen Deutschland bei der WM 1990 schoss er den letzten Strafstoß über die Querlatte und hatte damit Anteil daran, dass England aus dem Turnier ausschied.

Waddle kehrte im Juli des Jahres 1992 nach England zurück, um sich für 1,25 Millionen Pfund dem von Trevor Francis trainierten Verein Sheffield Wednesday anzuschließen. Der Klub erreichte in beiden Pokalwettbewerben das Finale und verlor jeweils gegen den FC Arsenal. Waddle erzielte dabei das Tor von Sheffield Wednesday im Wiederholungsspiel des FA Cup-Finals. Trotz einiger Verletzungen während dieser Saison wurde Waddle danach von Journalisten zu Englands Fußballer des Jahres gewählt.

Nach mehr als 100 Spielen für Sheffield Wednesday erhielt Waddle 1996 die Freigabe und spielte kurzzeitig für den schottischen Verein FC Falkirk, bevor er dann von Bradford City unter Vertrag genommen wurde. Danach schloss er sich dem FC Sunderland an und wechselte daraufhin 1997 zum FC Burnley, wo er die Funktion des Spielertrainers ausübte. Nachdem der Verein erst am letzten Spieltag den Abstieg verhindern konnte, verließ Waddle den Verein 1998 wieder.

Seine nächste Spielerstation war der Verein Torquay United, zu dem er zu Beginn der Saison 1998/99 stieß. Bereits im darauffolgenden November verließ er Torquay wieder, da er das regelmäßige Pendeln zwischen seiner Heimat in Yorkshire und der Südküste Englands nicht weiter fortsetzen wollte.

Waddle schloss sich dem Trainerstab von Sheffield Wednesday an und kehrte danach in den Amateurfußball zurück, um für die Vereine Worksop Town und Glapwell zu spielen. Heute ist er zudem im Radio bei BBC Radio Five Live beschäftigt, wo er Spiele der Premier League zusammenfasst und kommentiert.

Sonstiges

Vereinsstationen als Profi

  • 1980 - 1985 Newcastle United (170 Spiele, 46 Tore)
  • 1985 - 1989 Tottenham Hotspurs (138 Spiele, 33 Tore)
  • 1989 - 1992 Olympique Marseille
  • 1992 - 1996 Sheffield Wednesday (109 Spiele, 10 Tore)
  • 1996 - 1996 Falkirk (4 Spiele, 1 Tor)
  • 1996 - 1997 Bradford City (25 Spiele, 6 Tore)
  • 1997 - 1998 FC Burnley
  • 1998 - 1998 Torquay United

Erfolge

  • Französischer Meister: 1990, 1991, 1992

Weblinks


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  • Waddle — Wad dle, v. i. [imp. & p. p. {Waddled}; p. pr. & vb. n. {Waddling}.] [Freq. of wade; cf. AS. w[ae]dlian to beg, from wadan to go. See {Wade}.] To walk with short steps, swaying the body from one side to the other, like a duck or very fat person;… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Waddle — Wad dle, v. t. To trample or tread down, as high grass, by walking through it. [R.] Drayton. [1913 Webster] …   The Collaborative International Dictionary of English

  • waddle — (v.) to walk with short steps, 1590s, frequentative of WADE (Cf. wade). Related: Waddled; waddling. The noun is recorded from 1690s …   Etymology dictionary

  • waddle — [v] walk like a duck rock, shuffle, sway, toddle, totter, wiggle, wobble; concept 151 …   New thesaurus

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  • waddle — wad|dle [ˈwɔdl US ˈwa:dl] v [Date: 1500 1600; Origin: wade] to walk with short steps, with your body moving from one side to another used especially about people or birds with fat bodies and short legs waddle off/down/over etc ▪ Half a dozen… …   Dictionary of contemporary English

  • waddle — [[t]wɒ̱d(ə)l[/t]] waddles, waddling, waddled VERB To waddle somewhere means to walk there with short, quick steps, swinging slightly from side to side. A person or animal that waddles usually has short legs and a fat body. [V prep/adv] McGinnis… …   English dictionary

  • waddle — I. intransitive verb (waddled; waddling) Etymology: frequentative of wade Date: 1592 1. to walk with short steps swinging the forepart of the body from side to side 2. to move clumsily in a manner suggesting a waddle • waddler noun II. noun …   New Collegiate Dictionary

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