Bristol Aeroplane Company

Bristol Aeroplane Company

Die Firma Bristol Aircraft Company war ein britischer Hersteller von Flugzeugen, Flugzeugmotoren und Kraftfahrzeugen.

Inhaltsverzeichnis

Die Anfänge

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1910 von Sir George White als "The British and Colonial Aeroplane Company". Die Produktionsstätten lagen in der Nähe des Flugplatzes von Filton im Norden der Stadt Bristol.

Zunächst produzierte das Unternehmen das von dem französischen Luftfahrtpionier Gabriel Voisin entwickelte Modell "Zodiak" in Lizenz, war mit dieser Maschine aber nicht besonders erfolgreich.

So baute White die recht erfolgreiche "Farman Boxkite" in veränderter Ausführung nach und nannte dieses Flugzeug "Bristol Boxkite". Nach einiger Zeit bemerkte Henri Farman nicht nur die Namensähnlichkeit und beabsichtigte, gegen White wegen Verletzung des Urheberrechts vorzugehen. White konnte jedoch nachweisen, dass er Farmans Grundkonstruktion erheblich verbessert hatte, und der Streit zwischen den beiden wurde beigelegt.

Henri Marie Coandă, der Erbauer des ersten Strahlflugzeugs, arbeitete in den Jahren 1911 bis 1914 als technischer Direktor bei British and Colonial Aeroplane Co..

Die beiden Weltkriege

In den Folgejahren entstanden in Whites Unternehmen etliche weitere Flugzeugentwicklungen. Das bekannteste militärisch eingesetzte Muster des Unternehmens zur Zeit des Ersten Weltkrieges dürfte die Bristol Scout gewesen sein, ein einmotoriges Aufklärungsflugzeug.

Da die Flugzeuge schon immer den Namen Bristol trugen, beschloss man im Jahre 1920 die Umbenennung des Unternehmens in Bristol Aeroplane Company. Die Namensänderung ging einher mit der Übernahme der Motorproduktion der bankrotten Firma Cosmos Engineering und damit auch den Rechten an deren Jupiter-Motor sowie dessen Entwickler Roy Fedden. Der Bristol Jupiter wurde in den 1920er-Jahren einer der erfolgreichsten Flugzeugmotoren. Die Motorenproduktion erfolgte bei Bristol zukünftig bei einer Tochterfirma, der Bristol Engine Company.

Auch zur Zeit des Zweiten Weltkriegs wurden auf alliierter Seite Flugzeuge aus dem Hause Bristol verwendet; zu den bekanntesten Mustern dürften die Bristol Blenheim und die Bristol Beaufighter gehören.

Nachkriegszeit und Ende des Unternehmens

Nach dem Kriegsende entstanden bei Bristol hauptsächlich zivile Muster, wie beispielsweise die Bristol Brabazon, ein für damalige Verhältnisse sehr großes Passagierflugzeug, aber auch Hubschrauberkonstruktionen wie die Bristol Belvedere.

1956 wurde Bristol in zwei Unternehmen aufgesplittet, die Bristol Aircraft und die Bristol Aero-Engines. Außerdem entstand zu dieser Zeit die Bristol Cars Ltd., der Automobilzweig von Bristol, als eigenständiges Unternehmen.. Noch heute zählen die zweitürigen Coupés von Bristol (Blenheim, Blenheim 3, Blenheim Fighter) aufgrund ihres hohen Preises (ab rund £ 150.000) geringen Produktionsgröße von ca. 100 Stück auf Bestellung gefertigten Wagen pro Jahr zu den exklusivsten Autos der Welt.

Auf Grund der von der britischen Regierung angeordneten Konzentrierung der britischen Luftfahrtindustrie fusionierte die Bristol Aero-Engines im Jahre 1959 mit Armstrong-Siddeley zur Bristol Siddeley Engines Ltd., und im Jahre 1960 erfolgte aus dem gleichen Grund die Fusion der Bristol Aircraft mit English Electric und Vickers zur British Aircraft Corporation (BAC).

Im Jahre 1961 übernahm Bristol Siddeley die Firmen DeHavilland Engines und Blackburn Engines, 1966 verschwand auch der Name Bristol Siddeley, als das Unternehmen von Rolls-Royce übernommen wurde.

Flugtriebwerke

Die Bristol Engine Company baute eine Reihe von Flugtriebwerken.

Kolbenmotoren mit Ventilsteuerungen

Kolbenmotoren mit Schiebersteuerung

Turbinenluftstrahltriebwerke

Ramjet

  • Bristol BRJ.801
  • Bristol Thor

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