Le Ponant

Le Ponant
Le Ponant
Ponant01.jpg
p1
Schiffsdaten
Flagge FrankreichFrankreich Frankreich
Rufzeichen FGZZ
Heimathafen Mata-Utu
Eigner Compagnie des Iles du Ponant S.A.
Bauwerft Société Française de Construction Navale (SFCN), Villeneuve-la-Garenne
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
88,55 m (Lüa)
Breite 11,90 m
Tiefgang max. 5,20 m
Vermessung 1189 BRZ / 955 NRZ
 
Besatzung 32
Maschine
Maschine Deutz-Dieselmotor
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
1.680 kW (2.284 PS)
Geschwindigkeit max. 14 kn (26 km/h)
Propeller 1 × Verstellpropeller
Takelung und Rigg
Anzahl Masten 3
Segelfläche 1500 m²
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 92 tdw
Zugelassene Passagierzahl 64
Sonstiges
Klassifizierungen

Bureau Veritas

Registrier-
nummern

IMO-Nr. 8914219

Die Le Ponant ist ein französisches Segelschiff, das als Kreuzfahrtschiff eingesetzt wird. Das Schiff wird von der zur französischen Unternehmensgruppe CMA CGM gehörenden Compagnie du Ponant betrieben.[1]

Gebaut wurde das Schiff 1991 unter der Baunummer 863-1 auf der Werft Société Française de Construction Navale (SFCN) in Villeneuve-la-Garenne bei Paris. Der Dreimaster hat eine Segelfläche von insgesamt 1500 m². Als zusätzlicher Antrieb verfügt das Schiff über einen Sechszehnzylinder-Viertakt-Dieselmotor von Deutz mit einer Leistung von 1680 kW, der auf einen Verstellpropeller wirkt.

Das Schiff bietet auf vier Passagierdecks Platz für 64 Passagiere, die in insgesamt 32 Kabinen untergebracht werden können. Die Anzahl der Besatzungsmitglieder beträgt 32 Personen.

Inhaltsverzeichnis

Piratenüberfall im Golf von Aden

Am 4. April 2008 wurde das Schiff auf dem Weg von den Seychellen ins ägyptische Alexandria im Golf von Aden vor der Küste Somalias von Piraten überfallen und mit 30 Besatzungsmitgliedern entführt. Passagiere befanden sich zu diesem Zeitpunkt nicht an Bord des Schiffes, das von den Piraten in die Region vor der somalischen Provinz Puntland gebracht wurde.

Am Tag nach der Entführung entsandte Frankreich die Fregatte Commandant Bouan, die sich im Rahmen des multinationalen Einsatzverbandes Combined Task Force 150 in der Region befand, in das Seegebiet vor Somalia, um den Piraten zu folgen. Am 7. April wurde außerdem die Groupe d’Intervention de la Gendarmerie Nationale (GIGN), eine Spezialeinheit zur Geiselbefreiung, in die Region geschickt, um die Besatzung des Schiffes notfalls gewaltsam zu befreien.[2]

Weiterhin wurden der Hubschrauberträger Jeanne d’Arc und die Fregatte Jean Bart in das Seegebiet vor Somalia entsandt.[3][4] Am 11. April, eine Woche nach der Entführung des Schiffes, wurde bekannt, dass die Piraten die Besatzung des Schiffes, 21 Franzosen, sechs Philippiner, einen Kameruner und eine Ukrainerin, freigelassen hatte.[5] Die Freigelassenen wurden zunächst von der Jean Bart aufgenommen[4] und später auf den französischen Militärstützpunkt in Dschibuti gebracht. Für die Freilassung war offenbar ein Lösegeld von rund 2 Millionen US-Dollar gezahlt worden. Der französische Kapitän, der sich zunächst noch in der Gewalt der Piraten befand, wurde kurz nach der Freilassung der Besatzung von Soldaten der französischen Marine befreit, die an Land fliehenden Piraten mit einem Hubschrauber verfolgt. Bei dem Einsatz konnten sechs Piraten gefangengenommen werden, drei weitere Personen kamen ums Leben.[4][6]

Literatur

  • Patrick Marchesseau: Geiselnahme auf der Le Ponant: Der Bericht des Kapitäns über die Piraterie im Golf von Aden. Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg 2008, ISBN 978-3-7822-0989-2.

Einzelnachweise

  1. CMA CGM: Subsidiaries. Abgerufen am 8. November 2011
  2. Französisches Einsatzkommando erreicht Dschibuti, Spiegel Online, 7. April 2008. Abgerufen am 8. November 2011
  3. Stefan Simons: Geiseln befreit, Piraten verlassen Luxusyacht, Spiegel Online, 11. April 2008. Abgerufen am 8. November 2011
  4. a b c 5000 Soldaten gegen ein Dutzend Piraten, Süddeutsche Zeitung, 14. April 2008. Abgerufen am 8. November 2011
  5. Geiseln aus Gewalt der Piraten befreit, Spiegel Online, 11. April 2008. Abgerufen am 8. November 2011
  6. Zwei Millionen Dollar Lösegeld für die Luxusyacht, Spiegel Online, 11. April 2008. Abgerufen am 8. November 2011

Weblinks


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