Reeder-Bischoff-Straße

Reeder-Bischoff-Straße
Reeder-Bischoff-Straße
Bremen Wappen(Mittel).svg
Straße in Bremen
Basisdaten
Ort Bremen
Ortsteil Vegesack
Angelegt nach 1780
Neugestaltet 1979
Querstraßen Breite Straße, Rohrstraße, Jaburgstraße, Höljesweg, Friedrich-Schild-Straße, Zur Vegesacker Fähre
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr
Straßengestaltung Fußgängerzone
Technische Daten
Straßenlänge 470

Die Reeder-Bischoff-Straße ist als Teil einer Fußgängerzone eine der Haupteinkaufsstraße in Bremen-Vegesack.
Sie führt in Ost-West-Richtung von der Breiten Straße vorbei am Kleinen Markt bis zur Straße Zur Vegesacker Fähre.
Die Fußgängerzone wird gebildet aus der Gerhard-Rohlfs-Straße, Teilen der Breiten Straße und der östlichen Reeder-Bischoff-Straße, die zum Vegesacker Hafen, zum Vegesacker Bahnhof und zum Einkaufszentrum Haven Höövt Vegesack führt.

Von ihr zweigen ab die Breite Straße, die Rohrstraße, die Jaburgstraße, der Höljesweg und die Friedrich-Schild-Straße.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Name

Die Straße erhielt ihren Name nach dem Vegesacker Reeder Friedrich Bischoff (1861–1920).

Geschichte

Von 1618 bis 1623 wurde der Vegesacker Hafen angelegt, der zu Bremen gehörte. Um den Hafen entwickelte sich vor allem nach Westen das Dorf Vegesack, das 1741, jedoch ohne den Hafen, an das Kurfürstentum Hannover kam, 1803 wieder bremisch und 1852 zur Stadt wurde. Nach 1773 wurde von der Kur-Hannover ein Plan zu Besiedlung der Heideflächen zwischen Fähr und dem Hafen Vegesack entwickelt und langsam, etwa ab 1780, als Neu-Vegesack realisiert.

Die Reeder-Bischoff-Straße entwickelte sich im 19. Jahrhundert neben der Gerhard-Rohlfs-Straße und der Weserstraße zu den frühen Hauptstraßen von Vegesack. Die Straße hatte eine vorwiegend zweigeschossige Wohnbebauung.

Durch die Sanierungen von Alt- und Neu-Vegesack seit den 1970er Jahren veränderte sich das Bild der Straße nachhaltig. Im unteren Bereich bis Hausnummer 23 wurde durch den „Fährdurchbruch“ die Verbindungsstraße Zur Vegesacker Fähre als ein größerer Einschnitt erforderlich, verbunden mit dem Abriss von bis zu 20 sehr maroden Gebäuden an der unteren Südseite der Reeder-Bischoff-Straße. 1978 protestierten Bürger mit einem Transparent: „Hier stirbt das letzte Stückchen Altstadt“. Der Abriss für den „Fährdurchbruch“ und die Neubauten wurden in den 1970/80er Jahren jedoch realisiert. Hier entstanden nach Plänen von Werner Glade Anfang der 1980er Jahre rotsteinsichtige Wohnhäuser an der heutigen Straße Zur Vegesacker Fähre und die neue Straße zur Fähre.

Am 24. November 1979 konnte die neu gestaltete Fußgängerzone in der Reeder-Bischoff-Straße mit Mitteln aus der Städtebauförderung eingeweiht werden.

Gebäude und Denkmale

Gebäude

An der Reeder-Bischoff-Straße befinden sich ein- bis dreigeschossige Gebäude, zumeist Geschäfts- und Wohnhäuser.

  • Viele Gebäude stammen aus der Gründerzeit u.a. Die Gebäude Nr. 22, 44, 60, 64, 65 und 69.
  • Im Jugendstil wurde u.a. das Haus Nr. 62 gestaltet.
  • 1980 entstanden nach Plänen von Gert Schulze die später ausgezeichneten geputzten Wohnhäuser u.a. mit der Apotheke.
  • Die rotsteinsichtigen Wohnhäuser Nr. 47 bis 51 und am Kleinen Markt wurden bis 1982 nach Plänen von Gerhard Müller-Menckens erbaut.
  • Im postmodernen Stil entstand nach einem Entwurf von Goldapp um 1998 Haus Nr. 37, in dem sich der Vegesacker Kaffeepott befindet.

Gebäude unter Denkmalschutz

Folgende heutige Gebäude stehen unter Denkmalschutz:

  • Reeder-Bischoff-Straße 16/22; Wohn- und Geschäftshäuser
    • Reeder-Bischoff-Straße 16; Wohn- und Geschäftshaus, um 1910 (Einzeldenkmal)
    • Reeder-Bischoff-Straße 18; Wohn- und Geschäftshaus, um 1910 (Einzeldenkmal)
    • Reeder-Bischoff-Straße 20; Wohn- und Geschäftshaus, um 1910 (Einzeldenkmal)
    • Reeder-Bischoff-Straße 22; Wohn- und Geschäftshaus, um 1910 (Einzeldenkmal)

Denkmale

Am Kleinen Markt steht aus Bronze die Skulptur und der Brunnen Entfaltung von Bernd Altenstein als Spende der swb AG.

Literatur

Wendelin Seebacher u. a.: Vegesack. Hg.: Bremische Gesellschaft, NWD-Verlag, Bremerhaven 1990.

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