Rettet Mrs. Tingle!

Rettet Mrs. Tingle!
Filmdaten
Deutscher Titel Rettet Mrs. Tingle!
Originaltitel Teaching Mrs. Tingle
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1999
Länge ca. 96 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Kevin Williamson
Drehbuch Kevin Williamson
Produktion Ted Field,
Michael Finnell,
Gina Fortunato u.a.
Musik John Frizzell, u.a.
Kamera Jerzy Zieliński
Schnitt Debra Neil-Fisher
Besetzung

Rettet Mrs. Tingle! (auch Tötet Mrs. Tingle! und Wo ist Mrs. Tingle?) ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 1999, bei dem Kevin Williamson Regie führte.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Im Mittelpunkt des Film steht Leigh Ann Watson, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt und davon träumt, mit einem College-Stipendium dem trostlosen Leben in der Kleinstadt zu entkommen. Doch um das Stipendium zu erhalten, braucht sie eine Eins in Geschichte – und die Geschichtslehrerin Mrs. Tingle ist ein wahrer Alptraum. Aufgrund ihrer Härte und Unnachgiebigkeit ist Mrs. Tingle bei den Schülern, ebenso wie bei den anderen Lehrern, verhasst und gefürchtet. Auf die strebsame Leigh Ann hat es Mrs. Tingle besonders abgesehen. Als Leigh Ann ungewollt in den Besitz der Prüfungsunterlagen gerät, sieht Mrs. Tingle ihre Chance gekommen, die Zukunft der Musterschülerin endgültig zu zerstören.

Verzweifelt begeben sich Leigh Ann und ihre Freunde Jo Lynn und Luke zu Mrs. Tingles Haus, um die Angelegenheit zu klären. Doch die Situation eskaliert und Mrs. Tingle wird von Luke versehentlich leicht verletzt. In Panik sehen Leigh Ann und ihre Freunde keinen anderen Ausweg, als Mrs. Tingle ans Bett zu fesseln, sie mit einem Knebel ruhigzustellen und gefangen zu halten.

Zwischen der Lehrerin und den drei Teenagern entwickelt sich schnell ein wahrer Psychokrieg. Die gerissene Mrs. Tingle versucht nach und nach, die Freundinnen Leigh Ann und Jo Lynn, die beide Gefühle für Luke haben, gegeneinander auszuspielen.

Als es Mrs. Tingle schließlich gelingt, sich zu befreien, kommt es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Mrs. Tingle und Leigh Ann, in deren Verlauf Mrs. Tingles Lieblingsschülerin Trudie, die zufällig hinzugekommen ist, scheinbar getötet wird. Leigh Ann bringt Mrs. Tingle daraufhin dazu, in Gegenwart des Schuldirektors zu gestehen, dass sie Leigh Ann mit Absicht durchfallen lassen wollte. Als Trudie, die nur bewusstlos war, aufwacht, erkennt Mrs. Tingle, dass sie verloren hat. Sie wird entlassen und Leigh Ann erhält ihr Stipendium.

Hintergrund

Ursprünglich sollte der Film in den USA Killing Mrs. Tingle heißen, doch nach dem Schulmassaker von Littleton wurde der Titel in Teaching Mrs. Tingle geändert.

In Deutschland erhielt der Film zunächst den Titel Tötet Mrs. Tingle!, doch auch hier führten unglückliche Umstände zu einer Änderung des Titels: nachdem ein Schüler seine Geschichtslehrerin kurz vor dem deutschen Kinostart des Films erstochen hatte, benannte der deutsche Verleih Kinowelt den Film in Rettet Mrs. Tingle! (auf einigen Postern auch Wo ist Mrs. Tingle?) um. Auf Video und DVD erschien der Film jedoch unter dem ursprünglich geplanten Titel Tötet Mrs. Tingle!, bzw. unter dem US-Titel Teaching Mrs. Tingle!.

Kritiken

  • Lexikon des internationalen Films: „Der Versuch dreier amerikanischer Schüler, sich vor ihrer gestrengen Lehrerin zu rechtfertigen, mündet in eine unbeabsichtigte Racheaktion. Teenager-Film des Scream-Autors Kevin Williamson, der diesmal auf die gewohnten Slasher-Effekte verzichtet, dessen Film jedoch weder glaubwürdig noch hinreichend unterhaltsam ist.[1]
  • Filmkritiker Gernot Gricksch schreibt in der Filmdatenbank von TV-Spielfilm: „Im Unterschied zu Williamsons früheren Storys ist diese überraschend unblutig ausgefallen. Für sein Regiedebüt setzte er auf hämische Dialoge, gemeine Wendungen und makabre Gags. So ist dies nicht nur sein reifstes und am sorgfältigsten durchdachtes Werk geworden, sondern auch klar sein Bestes.[2]
  • Filmspiegel.de: „Williamson versucht wie immer den Film zwanghaft auf jugendliches Publikum zuzuschneiden. Die Dialoge sind kurz und dämlich, zwischendrin können die Akteure dann noch wunderbar coole Sprüche abdrücken. Der Handlungsverlauf ist geprägt von grundsätzlichen logischen Fehlern und vollkommen unlogischem Verhalten der Figuren. Wenigstens verleihen Marisa Coughlin und Helen Mirren ihren schlecht geschriebenen Charakteren noch ein wenig Leben. Ihre Leistungen sind der einzige Grund, warum man sich diesen Film anschauen sollte, außer man quält sich gerne mit Filmen die selbst für die Bezeichnung Trash viel zu schlecht sind. Katie Holmes, die unter Williamson in dessen Soap-Opera Dawson's Creek vor der Kamera steht, spielt ihren Charakter vollkommen platt und langweilig, Barry Watson ist ebenso enttäuschend. In Tötet Mrs. Tingle wird das Teenie-Leben so gezeigt, wie die amerikanische Jugend es gerne sieht, aber aus deutscher Sicht ist das Gezeigte einfach nur lächerlich.[3]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Kritik des Lexikon des internationalen Films
  2. Kritik von Gernot Gricksch (TV Spielfilm)
  3. Kritik von Filmspiegel.de

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