St.-Michael-Kirche (Krummin)

St.-Michael-Kirche (Krummin)
Die Kirche St. Michael in Krummin (2008)

Die St.-Michael-Kirche ist ein aus dem 13. Jahrhundert stammendes Kirchengebäude in Krummin auf Usedom.

Die dem Schutzpatron Michael geweihte Kirche in Bukow (Krummin) wurde im Jahr 1230 im ersten Band des Pommerschen Urkundenbuchs erstmals erwähnt. Der erste Priester hieß Goswin, wie aus einer Bestätigung der Bischofsabgaben durch den Bischof Konrad II. vom 12. August 1230 hervorgeht. Die Kirche war der äußerste Vorposten des Prämonstratenserklosters Grobe. Sie wird als Vorgängerbau der heutigen Krumminer Kirche angesehen.

Der heutige, gotische Backsteinbau ist die ehemalige Klosterkirche des um 1302 gegründeten Zisterzienserinnenklosters Krummin. Sie wurde auf den alten Feldsteinlagen der Vorgängerkirche um 1260/1270 durch Johann Voss erbaut. Der dreijochige Saalbau über einem kreuzförmigem Grundriss besitzt einen leicht eingezogenen, von mächtigen Strebepfeilern gestützten, polygonalen Chor, der aus dem 15. Jahrhundert stammt. Der quadratische Kirchturm im Westen sowie die Querarme wurden 1856/1857 auf Anweisung von König Friedrich Wilhelm IV. errichtet.

Teile der ehemaligen Ausstattung sind ausgelagert. So befindet sich der spätmittelalterliche Marienaltar im Stettiner Nationalmuseum und ein Kelch im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald. Erhalten sind ein Altar, über diesem befindet sich ein Kruzifix, welches um 1500 von einem Stralsunder Meister gefertigt wurde. Die Orgel wurde 1863 von Barnim Grüneberg gebaut. Die Chorfenster wurden 1993 von Hermann Lindner entworfen.

Die evangelische Kirchengemeinde Krummin/Karlshagen gehört zum Kirchenkreis Greifswald in der Pommerschen Evangelischen Kirche.

Literatur

  • Karla Bilang: Kloster der Zisterzienserinnen und Kirche St. Michael in Krummin auf Usedom, edition dreifisch, 2008, ISBN 978-3-00-023843-7

Weblinks

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