Hülhoven

Hülhoven
Hülhoven
Stadt Heinsberg
Koordinaten: 51° 3′ N, 6° 9′ O51.0463888888896.146388888888959Koordinaten: 51° 2′ 47″ N, 6° 8′ 47″ O
Höhe: 59 m ü. NN
Eingemeindung: 1. Jan. 1972
Postleitzahl: 52525
Vorwahl: 02452

Hülhoven ist ein Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Heinsberg, der westlichsten Kreisstadt Deutschlands.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Hülhoven ist ein klassisches Straßendorf mit mehreren landwirtschaftlichen Betrieben und besteht aus wenigen Straßen: Hülhovener Straße, Wälkesberg, Muldenweg und Hinter Halfes. Der Ort liegt zwischen den Heinsberger Stadtteilen Eschweiler und Dremmen an der Landstraße L 228.

Geschichte

Haus Hülhoven um 1860, Bild aus der Sammlung Alexander Duncker

Hülhoven wurde erstmals im Jahre 1202 urkundlich erwähnt. Seit Anfang des 18. Jahrhunderts ist in Hülhoven Sitz einer freiherrlichen Familie. Seit 1865 wurde in Hülhoven Bier gebraut, die Brauerei bestand unter verschiedenen Namen (1888 Brauerei Johann Hermans, 1904 Brauerei Peter Minkenberg, 1920 Brauerei Lambert Minkenberg) noch bis in das 20. Jahrhundert hinein. 1866 wurde über die Hälfte des Dorfes bei einem großen Brand vernichtet. Über mehr als 100 Jahre hatte Hülhoven eine eigene Volksschule, die am 30. Juni 1969 geschlossen wurde.

Religion

Lange Zeit gehörte Hülhoven seelsorgerisch zur katholischen Pfarre Dremmen. Nach langem Ringen beschloss Ostern 1954 der Aachener Bischof Pohlschneider, die Orte Eschweiler, Grebben und Hülhoven und die Siedlung Hartenbauer von der Pfarre Dremmen zu lösen und zu einer selbständigen Pfarre zu machen. Inzwischen gehört Hülhoven mit zur Gemeinschaft der Gemeinden bestehend aus:

  • St. Lambertus, Dremmen
  • St. Andreas, Eschweiler
  • St. Josef, Horst
  • St. Aloysius, Oberbruch
  • St. Mariä Rosenkranz Porselen
  • St. Lambertus Randerath
  • St. Mariä Himmelfahrt Uetterath

Sehenswürdigkeiten

Haus Hülhoven

Nennenswert ist Haus Hülhoven, um 1610 war es im Besitz von Johan von Hülhoven. 1651 gelangte es in das Eigentum von Gisbert von Hülhoven, kaiserlicher Amtmann und Kommandant von Sittard (1656-1657). Er und sein Bruder besaßen auch die Hälfte des Loherhof's bei Uetterath. Die andere Hälfte dieses Gutes besaß Johan Speel. 1654 wurde Johan Ludwig van Olmissen (auch Mülstroe oder Muelstroe) Lehnsherr von Hülhoven und Eigentümer des Hauses. Er war ein Sohn von Anna von Hülhoven, Tochter von Otto Wilhelm. In der heutigen Form wurde Haus Hülhoven um ca. 1700 vom Freiherrn Mulart (auch Mulert) von Hülhoven neu errichtet. Im 19. Jahrhundert gelangte es in das Eigentum des Landrates und Freiherrn Bernhard Paul Friedrich Hugo von Scheibler , dessen Nachfahren es weiterhin bewohnen.

Kultur

Seit dem 21. Mai 2005 sind die Ortsteile Eschweiler, Grebben und Hülhoven mit ihren Vereinen in einem Ortsring organisiert.

Die Aufgaben des Ortsringes e.V. sind

  • Erhalt und Förderung heimischen Brauchtums
  • Landschafts- und Denkmalpflege
  • Unterstützung kultureller Bestrebungen und Veranstaltungen
  • Heimat- und Dorfpflege
  • Dorfverschönerungsmaßnahmen
  • Koordinierung von Terminen
  • Erstellung eines Veranstaltungskalenders

Wirtschaft und Infrastruktur

Gleisbauarbeiten auf der Wurmtalbahn bei Hülhoven im April 2007
Gleisbauarbeiten im Hülhovener Feld

In unmittelbarer Nähe zu Hülhoven durchquert die Bahnstrecke Heinsberg-Lindern die Wurmniederung.

Durch Hülhoven verläuft die Buslinie 493, welche auf unterschiedlichen Linienführungen zwischen der Stadt Heinsberg und dem Bahnhof Lindern eine Verbindung herstellt. Bedient werden dabei die Ortsteile Schafhausen, Eschweiler, Oberbruch, Hülhoven, Dremmen, Porselen, Horst und Randerath.

Sonstiges

In Hülhoven steht eine der ca. 2000 Messstellen des Radioaktivitätsmessnetzes des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) über den die sogenannte Gamma-Ortsdosisleistung ermittelt wird.

Literatur

  • Theo Esser, Damit die Erinnerung lebendig bleibt Heimatliche Geschichten, Betrachtungen und Notizen aus Hülhoven und der nächsten Nachbarschaft, Heinsberg 2006, ISBN 3-937675-07-8
  • Leo Gillessen, Rückblick auf ein Jahrtausend. Grundzüge der Ortsgeschichte von Dremmen, Eschweiler, Horst, Hülhoven, Oberbruch, Porselen und Uetterath, Aachen 2002, ISBN 3-89653-913-2

Weblinks


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