Katastrophenfilm

Katastrophenfilm
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Ein Katastrophenfilm (auch Desasterfilm genannt) ist ein Spielfilm, der von einem allumfassenden Unglück, meist von einer Naturkatastrophe (Erdbeben, Flut, Vulkanausbruch, Meteoriten, Stürme etc.) oder einer Katastrophe, die im Zusammenhang mit technischem Fortschritt (Flugzeuge, Hochhäuser, Schifffahrt etc.) steht, handelt. Stilbildendes Element ist ein einzelner, meist einfacher Mensch, der angesichts der Katastrophe über sich hinauswächst und unter persönlichen Verlusten wesentlich zu ihrer Überwindung beiträgt. Oft wird der Titel der entsprechenden Filmes schlicht gehalten indem man ihn einfach nach dem Namen der Katastrophe benennt.

Der Katastrophenfilm gehört zu den Ur-Genres des Kinos. Der vielleicht erste seiner Art war der 1896 vorgeführte Film Die Ankunft eines Zuges im Bahnhof von La Ciotat der Brüder Lumière. Er zeigte eine Lokomotive, die auf die Zuschauer zuraste und diese in den Vorführungen tatsächlich aus dem Kinosaal jagte. Der Film ist hier noch ganz Kind des Jahrmarktspektakels, dessen zentrales Thema die Hybris des Technischen ist.

Seinen Höhepunkt hatte das Genre in den 1970er Jahren. Hier entstanden zahlreiche, technisch aufwändige und zum Teil sehr fortschrittliche Produktionen (zum Beispiel Einführung des (später gescheiterten) Sensurround-Tonverfahrens durch Earthquake 1974). Typisch für die damaligen Produktionen war ein großes Aufgebot an bekannten Filmschauspielern (Charlton Heston, Steve McQueen, George Kennedy, Ava Gardner, Paul Newman, Dean Martin). In den 1990er Jahren erlebte das Genre eine Renaissance, allerdings kam es häufiger zu einer Genrevermischung, zum Beispiel bei Titanic, das gleichzeitig ein Drama war.

Inhaltsverzeichnis

Ausgewählte Katastrophenfilme

  • Airport (USA 1970)
    Ein Passagierflugzeug muss in Folge einer Bombendetonation an Bord auf einem verschneiten Flughafen notlanden.
  • Die Höllenfahrt der Poseidon (USA 1972)
    Ein Kreuzfahrtschiff gerät auf seiner letzten Fahrt in Seenot, kentert und treibt kieloben auf dem Meer. Eine Handvoll Überlebender muss einen Fluchtweg aus dem Wrack finden.
  • Flammendes Inferno (USA 1974)
    Im höchsten Wolkenkratzer der Welt bricht ein Feuer aus. Einer Festgesellschaft im obersten Stockwerk ist der Fluchtweg abgeschnitten.
  • Erdbeben (USA 1974)
    Ein Erdbeben erschüttert Los Angeles.
  • Treffpunkt Todesbrücke (Italien, UK, Dtl. 1976)
    Ein Transkontinentalzug wird unter Quarantäne gestellt, nachdem ein mit einem tödlichen Virus infizierter Verbrecher an Bord gekommen ist.
  • The Day After – Der Tag danach (USA 1983)
    Ein alternatives Ende des Kalten Krieges, in dem es tatsächlich zum Abschuss russischer und amerikanischer Atomraketen kommt, geschildert aus der Sicht unterschiedlicher amerikanischer Mitbewohner.
  • Twister (USA 1995)
    Eine Gruppe von Wissenschaftlern verfolgt Wirbelstürme um deren Auftreten und Verhalten vorherberechnen zu können.
  • Dante's Peak (USA 1997)
    Ein Vulkan erwacht und vernichtet durch seine pyroklastischen Ströme eine Kleinstadt.
  • Volcano (USA 1997)
    In Los Angeles bricht ein unterirdischer Vulkan aus.
  • Armageddon (USA 1998)
    Ein Meteorit steuert auf die Erde zu. Um die Katastrophe abzuwenden, versuchen Astronauten ihn zu sprengen.
  • Wenn der Mond auf die Erde stürzt (USA 2006)
    Der Mond wird von Meteoriten getroffen. Teile vom Mond schlagen auf der Erde ein.
  • Deep Impact (USA 1998)
    Ein riesiger Komet rast auf die Erde zu. Astronauten sollen ihn sprengen.
  • Der Sturm (USA 2000)
    Eine Gruppe von Atlantikfischern gerät mit ihrem kleinen Kutter in ein schreckliches Unwetter.
  • The Day After Tomorrow (USA 2004)
    Eine Klimakatastrophe lässt die nördliche Erdhalbkugel einfrieren. New York wird erst überschwemmt, dann eingeschneit.
  • Poseidon (USA 2006)
    Neuverfilmung von Die Höllenfahrt der Poseidon.
  • Die Wolke (Dtl. 2006)
    Der Film zeigt die Auswirkungen auf das Leben nach einem Supergau in einem Atomkraftwerk in Süddeutschland. Er ist der verfilmte Bestseller von Gudrun Pausewang.
  • 2012 (USA 2009)
    Der vom Mayakalender für 2012 vorhergesagte Weltuntergang tritt durch gewaltige Erdkrustenverschiebungen ein. Mit großen Archen sollen Menschen, Tiere und Kultur vor den folgenden riesigen Tsunamis gerettet werden.

Literatur

  • Manfred Hobsch: Das große Lexikon der Katastrophenfilme. Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag GmbH, Berlin 2003, ISBN 3-89602-474-4.
  • Nicoläa Maria Grigat: Gender- und Race-Topographien im amerikanischen Disasterfilm. Tectum Verlag, Marburg 2009, ISBN 3-8288-9930-7.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Katastrophenfilm – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Siehe auch


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