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Stadt Kirensk
КиренскWappen Föderationskreis Sibirien Oblast Irkutsk Rajon Kirensk Bürgermeister Pjotr Neupokojew Gegründet 1630 Stadt seit 1775 Fläche 21 km² Bevölkerung 12.652 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]Bevölkerungsdichte 602 Einwohner/km² Höhe des Zentrums 260 m Zeitzone UTC+9 Telefonvorwahl (+7) 39568 Postleitzahl 666700–666705 Kfz-Kennzeichen 38, 85 OKATO 25 220 501 Website kirenski.narod.ru Geographische Lage Koordinaten 57° 47′ N, 108° 6′ O57.783333333333108.1260Koordinaten: 57° 47′ 0″ N, 108° 6′ 0″ O Lage in Russland Oblast Irkutsk Liste der Städte in Russland Kirensk (russisch Киренск) ist eine Stadt in der Oblast Irkutsk (Russland) mit 12.652 Einwohnern (Stand 14. Oktober 2010).[1]
Inhaltsverzeichnis
Geographie
Die Stadt liegt etwa 700 km nördlich der Oblasthauptstadt Irkutsk an der Mündung der Kirenga in die Lena.
Die Stadt Kirensk ist Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.
Nach Kirensk bestehen keine ganzjährig befahrbaren Landverbindungen; nur im Winter ist die Stadt über eine teilweise auf dem Eis der Lena verlaufende Straße erreichbar. Die Stadt besitzt einen Flughafen und einen Flusshafen.
Klima
Das Klima ist streng kontinental. Die Jahresmitteltemperatur liegt bei -3,5 °C, die mittlere Julitemperatur bei +18,8 °C, die mittlere Januartemperatur bei -26,9 °C. Die mittlere Jahresniederschlagsmenge beträgt 381 mm bei einem Maximum in den Sommermonaten.
Geschichte
Kirensk wurde 1630 von Kosaken unter dem Namen Nikolski pogost gegründet. 1639 ließ Jerofei Chabarow eine Salzsiederei errichten. Der Ort entwickelte sich zu einem bedeutenden Handelsplatz auf dem Verkehrsweg nach Jakutsk. Ab 1650 fanden Jahrmärkte statt und eine Zollstation wurde eingerichtet. 1665 wurde ein Ostrog gebaut und der Ort in Kirenski ostrog umbenannt, nach der hier in die Lena mündenden Kirenga (von ewenkisch kiri für Schmutz; also schmutziger Fluss, da Kies und Steine in weiten Abschnitten des Flusses von Manganverbindungen dunkel gefärbt sind).
1775 wurde der Ort zur Kreisstadt des Gouvernements Irkutsk erhoben.
Im 19. Jahrhundert war Kirensk Verbannungsort für politische Häftlinge, so z.B. Józef Piłsudski.
Im Jahre 2001 wurde Kirensk stark von einem Hochwasser der Lena in Mitleidenschaft gezogen, jedoch nicht wie das flussabwärts gelegene Lensk praktisch vollständig zerstört.
Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner 1897 2.280 1926 4.700 1959 14.412 1970 14.453 1979 16.154 1989 16.137 2002 13.712 2010 12.652 Anmerkung: Volkszählungsdaten (1926 gerundet)
Kultur, Bildung und Sehenswürdigkeiten
Im Stadtzentrum, welches auf einer Insel zwischen Lena und Kirenga liegt, sind eine Reihe von Holzhäuser aus dem 19. und vom Beginn des 20. Jahrhunderts erhalten, so die ehemaligen Weinlager (bzw. Spirituosenlager) von 1906–1912.
Es gibt ein Heimatmuseum.
Wirtschaft
In Kirensk gibt es Betriebe zur Schiffsreparatur, Holzverarbeitung und der Lebensmittelwirtschaft.
Einzelnachweise
- ↑ a b Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).
Weblinks
- Inoffizielle Webseite der Stadt (russisch)
- Kirensk auf privater Webseite (russisch, mit vielen Fotos)
- Kirensk auf mojgorod.ru (russisch)
Verwaltungszentrum: Irkutsk
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