- Menosgada
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Menosgada (Stadt über dem Maintal)[1] war eine vom griechischen Geographen Claudius Ptolemäus erwähnte keltische Metropole am Obermain, die sich wahrscheinlich auf dem Staffelberg befand.
Seit dem ersten Jahrtausend vor Christus siedelten die Kelten auf dem Staffelberg. Um etwa 200 v. Chr. wurde die einfache frühkeltische Wehranlage zu einem 49 Hektar[1] großen Oppidum ausgebaut, das mit einer 2800 Meter langen Schutzmauer und Fallgruben gegen das benachbarte Albgelände gesichert war. Menosgada war das nördlichste Oppidum Bayerns. Aus seiner Mitte ragte eine ca. drei Hektar große Akropolis hervor.
Menosgada ging um 50 v. Chr.[1] unter, als die Germanen es bedrohten. In geringerem Umfang war die Anlage später, etwa in der Völkerwanderungszeit, erneut besiedelt.
Einzelnachweise
Weblinks
Literatur
- Josef Motschmann: Altenkunstadt - Heimat zwischen Kordigast und Main. Gemeinde Altenkunstadt, Altenkunstadt, 2006
50.09222211.024722Koordinaten: 50° 5′ 32″ N, 11° 1′ 29″ ODeutschland: Alkimoennis (Michelsberg) | Dornburg | Dünsberg | Erkenbrechtsweiler | Finsterlohr | Glauberg | Heidetränk | Manching | Martberg | Menosgada | Milseburg | Otzenhausen | Riesenburg | Steinsburg (Gleichberge) | Ubiorum (Köln) | England: Lindinis | Frankreich: Alesia | Avaricum | Bibracte | Ensérune | Entremont | Gergovia | Gesoriacum (Bononia) | Gondole | Lutetia Parisiorum (Paris) | Montagnette (La Roque) | Nîmes | Sottium (Sottium) | Vaison-la-Romaine | Italien: Ocelum | Luxemburg: Titelberg | Österreich: Braunsberg | Bregenz (Brigantion) | Idunum (Villach) | Kulm | Leopoldsberg (Wien) | Schweiz: Altenburg-Rheinau | Basel | Bas-Vully (Mont Vully) | Bern-Engehalbinsel | Bois de Châtel (Avenches/Aventicum) | Eppenberg | Genf | Jensberg | Lausanne | Lindenhof (Zürich) | Martigny | Mont Chaibeuf | Mont Terri | Sermuz | Uetliberg | Vindonissa (Windisch) | Spanien: Numantia | Tschechien: Stradonice | Závist (Prag)
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