Microsoft Windows NT 3.1

Microsoft Windows NT 3.1
Windows NT 3.1
Bildschirmfoto
Bildschirmausdruck von Windows NT 3.1 auf Deutsch
Basisdaten
Entwickler Microsoft
Version 3.10.528 SP3
(27 Juli 1993)
Abstammung \ Windows NT
Chronik Windows NT 3.1

Windows NT 3.5
Windows NT 3.51
Windows NT 4.0
Windows 2000 (NT 5.0)
Windows XP (NT 5.1)
Windows Server 2003 (NT 5.2)
Windows XP Prof. x64 (NT 5.2)
Windows Vista (NT 6.0)
Windows Server 2008 (NT 6.0)
Windows Server 2008 R2 (NT 6.1)
Windows 7 (NT 6.1)
Windows 8 (vorerst: NT 6.2)

Lizenz Microsoft EULA (Closed Source)
Website Windows NT 4.0-Startseite

Windows NT 3.1 ist ein 32-Bit-Betriebssystem von Microsoft und kam im Juli 1993 auf den Markt. Der Name betont die optische Nähe zum damals vorherrschenden Windows 3.1, ist aber im Vergleich dazu ein vollständig eigenständiges Betriebssystem einschließlich Treiberverwaltung, Startdateien etc. ohne einen bis dahin obligatorischen DOS-Unterbau. Das System braucht für die damalige Zeit sehr leistungsfähige und teure Hardware. Es gab damals noch wenig 32-bit Software. Somit wurde das System kaum nachgefragt und dementsprechend nur wenige Treiber entwickelt. Grundsätzliches über Aufbau und die Subsysteme ist im Windows NT-Artikel beschrieben.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Neuheiten unter Windows NT 3.1 im Vergleich zu Windows 3.1 bzw. Windows for Workgroups:

  • das neue Dateisystem NTFS („New Technology File System“, eigentlich eine Abwandlung des HPFS-Systems von OS/2, welches aus Kompatibilitätsgründen ebenso wie das Dateisystem FAT16 von MS-DOS und dem späteren Windows 95 weiterhin unterstützt wird)
    Es ermöglicht zunächst nur Zugriffsberechtigungen von Daten und lange Dateinamen, aber noch keine Datenkompression und keine Verschlüsselung.
  • umfangreiches Sicherheitskonzept mit Anmeldung und Benutzerrechten
  • das TCP/IP-Protokoll (neben dem MS-eigenen NetBEUI)
  • die Registry als zentrale Datenbank für Konfigurationsdaten
  • Subsysteme für MS-DOS, 16-bit und 32-bit Windowsprogramme, 16-bit OS/2 Kommandozeilen und POSIX
  • Fremdpartitionen werden im Festplattenmanager erkannt (ohne Fremdtreiber kein Zugriff möglich)
  • Unterstützung von mehreren Netzwerkkarten
    Darunter Microsoft-, Netware- und UNIX-Netze.
  • verwendet bis zu zwei Prozessoren
  • neuer Bootmanager
    Mit dem NT-Bootmanager ist erstmals mit „Bordmitteln“ ein Dualbootszenario (NT und DOS) möglich.

Für die Servervariante kommen hinzu:

  • bis zu vier Prozessoren
  • Netzwerke werden ähnlich wie bei Novell Netware zentral in einer Domäne verwaltet
  • Benutzergruppen-Verwaltung
    Der Benutzermanager arbeitet erstmals auch mit Benutzergruppen, die einzelnen Benutzern zugewiesen werden können.

Es ist keine Produktaktivierung durch Microsoft erforderlich. Es ist ein 32-Bit-Betriebssystem mit dem Aussehen von Windows 3.11, ohne DOS-Kern und die damit verbundene Instabilität.

Was Windows NT 3.1 (noch) nicht unterstützt:

Geschichte

Beide endgültigen Versionen Windows NT 3.1 Workstation und Windows NT 3.1 Advanced Server wurden im Juli 1993 in den USA herausgegeben, und zwar kurz vor Windows 3.11. Zur Behebung von Fehlern wurden in den folgenden Jahren drei Service Packs veröffentlicht. Ende des Supports war für Endkunden der 31. Dezember 2000. Neu entdeckte Sicherheitslücken werden nicht mehr geschlossen.

Patchdateien, Treiber und Aktualisierungen

  • Wegen eines Fehlers beim Setup bzw. der Prozessorerkennung lässt sich das System nicht auf Pentium II-Prozessoren installieren. Dafür gibt es allerdings inzwischen einen Patch.
  • Es gibt so gut wie keine Gerätetreiber mehr für dieses Windows. NT 3.51-Treiber funktionieren meistens nicht. Es gibt auch keine Aktualisierungen für die API-Aufrufe späterer Anwendungen.
  • Für einige Geräte wie SCSI-Festplatten und Grafikkarten müssen Fremdtreiber der Gerätehersteller verwendet werden, gerade bei Grafik- und Multimediakomponenten ist die Treiberunterstützung nur rudimentär. Server werden deshalb meist im Standard-VGA-Modus betrieben.

Systemvoraussetzungen

Weblinks


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