- Normaler Operator
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In der Funktionalanalysis verallgemeinert der normale Operator den Begriff der normalen Matrix aus der linearen Algebra. Ist X ein Hilbertraum, so heißt ein Operator
normal, falls er mit seiner Adjungierten
kommutiert, d.h. wennDabei bezeichnet
die Menge aller stetigen linearen Abbildungen von X nach Y und
die Menge der stetigen Endomorphismen von X.Eigenschaften
Sei
ein normaler Operator. Dann gilt:
für alle 
für alle 
- Operatornorm = Spektralradius, d.h.:

- Die von A erzeugte C*-Algebra und die von A erzeugte Von-Neumann-Algebra sind kommutativ. Dieser Sachverhalt ermöglicht einen Funktionalkalkül.
- Die Diagonalisierbarkeit normaler Matrizen in der linearen Algebra verallgemeinert sich auf normale Operatoren in Form des Spektralsatzes.
- Eine Klassifikation normaler Operatoren besteht bzgl. unitärer Äquivalenz modulo kompakter Operatoren, indem man zur Calkin-Algebra übergeht, die im endlich-dimensionalen Fall {0} ist. Das ist im Artikel zur Calkin-Algebra ausgeführt.
Verwandte Begriffe
Ein Operator
heißt- quasinormal, falls
mit
vertauscht, das heißt
. - subnormal, falls es einen Hilbertraum Y gibt, so dass X Unterraum von Y ist, und einen normalen Operator
, so dass
und 
- hyponormal, falls
für alle
. - paranormal, falls
für alle
. - normaloid, falls Operatornorm = Spektralradius, d.h.:
.
Es gelten folgende Implikationen:
normal
quasinormal
subnormal
hyponormal
paranormal
normaloid.Literatur
- Harro Heuser: Funktionalanalysis. B.G. Teubner, Stuttgart (1986), 3-519-22206-X.
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