Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien

Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien
Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien
Schulform Humanistisches Gymnasium mit neusprachlichem Zweig
Gründung 1886/1887
Ort Eresing
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 5′ 43″ N, 11° 2′ 48″ O48.09527777777811.046666666667Koordinaten: 48° 5′ 43″ N, 11° 2′ 48″ O
Träger Schulwerk der Diözese Augsburg
Schüler ca. 770
Lehrer ca. 60
Website www.ottilien.de/gymnasium

Das Rhabanus-Maurus-Gymnasium St. Ottilien ist ein staatlich anerkanntes kirchliches Gymnasium in Trägerschaft des Schulwerks der Diözese Augsburg. Namensgeber der Schule ist der Mainzer Bischof Rhabanus Maurus.

Das humanistische Gymnasium mit neusprachlichem Zweig hat ungefähr 730 Schüler und gehört den Jahrgangsstufentests des bayerischen Kultusministeriums zufolge zu den besten Gymnasien in Bayern.[1]

Inhaltsverzeichnis

Lage

Das Rhabanus-Maurus-Gymnasium liegt in Sankt Ottilien, einem Kloster der Benediktiner im oberbayerischen Landkreis Landsberg am Lech (nahe dem Ammersee). Es gehört zur Gemeinde Eresing.

Geschichte

Das Gymnasium wurde ursprünglich 1886/1887 als Missionsseminar, das heißt, eine als reine Buben-Internatsschule zur Ausbildung des Klosternachwuchses gegründet, nachdem im Kontext der deutschen Kolonialpolitik nach dem Kulturkampf Schulen zur Ausbildung von Missionszöglingen als Schulsonderform zugelassen wurden. Die Schüler bewältigten nicht nur den damals üblichen Lehrplan, sondern wurden zusätzlich gezielt auf ihre Aufgabe als Missionare vorbereitet.

Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Schule geschlossen, da eine kirchliche Schule den Machthabern ein Dorn im Auge war. Die Gebäude dienten als Feldlazarett und nach dem Krieg als Auffanglager für displaced persons.

Seit 1973 ist das Gymnasium auch für Mädchen offen und ist seitdem auch mit einem neusprachlichen Zweig und mit einem Tagesheim ausgestattet. Bis 1976 wurde die Schule vom Kloster St. Ottilien getragen und finanziert, inzwischen ist das Schulwerk der Diözese Augsburg Schulträger. Aufgrund der kirchlichen Trägerschaft ist der Besuch des Religionsunterrichtes verpflichtend. Katholische und evangelische Schüler besuchen den ihrer Konfession entsprechenden Unterricht.

Ehemaligenvereinigung

Die Ehemaligenvereinigung Confœderatio Ottiliensis hat sich zum Ziel gesetzt, die persönlichen Bindungen der Schüler untereinander, zum Gymnasium und zum Kloster St. Ottilien zu fördern und das Gymnasium und das Kloster zu unterstützen. Die Mitgliederschaft setzt sich größtenteils aus ehemaligen Schülern sowie Lehrkräften des Gymnasiums und des ehemaligen Missionsseminars zusammen.[2]

Bekannte Schüler oder Absolventen

Einzelnachweise

  1. Urkunde des Bayerischen Kultusministeriums
  2. Satzung der Confœderatio Ottiliensis

Literatur

  • Uwe Sandfuchs: Katholische Missionsschulen in Deutschland (1887-1940). DFG-Projekt. TU Dresden, Dresden 2004-2006 (ohne ISBN, ein Forschungsprojekt der Fakultät Erziehungswissenschaften, SOFIS-Recherche).
  • Maria Hildebrandt: Lebendige Steine. Baugeschichte und Baugeschichten der Erzabtei St. Ottilien. In: Ottilianer Reihe. Band 4, EOS, St. Ottilien 2007, ISBN 978-3-8306-7263-0.
  • Gerhard Heller: Succisa virescit. Geschichte des Gymnasiums St. Ottilien. In: Ottilianer Reihe. Band 7, EOS, St. Ottilien 2007, ISBN 978-3-8306-7299-9.}

Weblinks


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