- Sualafeldgau
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Das Sualafeld bzw. der Sualafeldgau war ein nach der fränkischen Eroberung Bayerns im 8. Jahrhundert eingerichteter Gau in der Gegend um Lechsgemünd.
Inhaltsverzeichnis
Namensherkunft
Der Sualafeldgau war nach dem Flüsschen Schwalb, einem Nebenfluss der Wörnitz, benannt, weshalb das entsprechende Donaugebiet zunächst „Schwalbfeld“ hieß. Die Franken sprachen das „Schwalb“ jedoch als „Swala“ aus, weshalb sich der Name „Swalafeld“ einbürgerte.
Lage
Die Grenzen zum östlich davon gelegenen bayerischen Nordgau verliefen etwa von Stepperg an der Donau über Wellheim, Dollnstein, Nennslingen und Roth nach Schwabach. Im Norden bildete der Fluss Schwabach die Grenze zum Rangau. Später jedoch umfasste der Gau nur noch den südlichen Teil mit Gebieten südlich der Donau. Das Zentrum bildete wohl ein fränkischer Königshof in Gosheim.[1][2]
Geschichte
Erstmals schriftlich erwähnt wurde der Gau in einer Urkunde von 793, mit der Graf Hermoin ein Gebiet um den Ort Gosheim dem Bischof von Freising schenkt.[1]
Im Jahre 798 nach der Auflösung des Bistums Neuburg gelang es Gerhoh von Eichstätt, den Sualafeldgau (mit Heidenheim und Solnhofen) für das Bistum Eichstätt zu gewinnen.[3]
Bereits um 854 n. Chr. wird ein Graf namens Ernst I. vom Nordgau, später eben Ernst I. Graf im Sualafeld, erwähnt. Dann folgen Ernst II., Ernst III., Ernst IV., Ernst V., Hartwig Graf im Sualafeld und Guntpold Graf im Sualafeld.[4] In einer Urkunde aus dem Jahre 996 wird ein Adelhard als Gaugraf genannt.[5]
Der Gau befand sich lange Zeit im Besitz der Grafen von Lechsgemünd unter Heinrich II.. 1035 wurde ein gewisser Luitgar von Lechsgemünd als Gaugraf erwähnt. Nach dem Aussterben der Grafen von Lechsgemünd fiel der Sualafeldgau 1342 an die Wittelsbacher.[6]
Einzelnachweise
- ↑ a b Der Sualafeld-Gau
- ↑ Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der Deutschen Länder; Verlag Beck 2007; ISBN 3406549861; Seite 66 & 264
- ↑ Bruno W. Häuptli: GERHOH von Eichstätt. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 26, Nordhausen 2006, ISBN 3-88309-354-8, Sp. 463–466.
- ↑ Dr. W. Wegener: Genealogische Tafeln zur Mitteleuropäischen Geschichte; Göttingen 1962; Seite 205
- ↑ Urkunde des Adelhard Graf im Sualafeld
- ↑ Andreas Thiele: Erzählende Genealogische Stammtafeln; Fischer-Verlag 1991; ISBN 3894064609; Seite 22
Weblinks
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