Werner Berg

Werner Berg

Werner Berg (* 11. April 1904 in Wuppertal-Elberfeld; † 7. September 1981 in St. Veit im Jauntal, Kärnten) war ein deutsch-österreichischer Maler.

Leben

Nach der Matura absolvierte er eine Handelslehre in einem Industriebetrieb, studierte anschließend in Wien Staatswissenschaften, wo er 1927 bei Othmar Spann promovierte. Er verzichtete auf die ihm angebotene Universitätslaufbahn und entschloss sich, seinem seit seiner Kindheit gehegtem Wunsch entsprechend, Maler zu werden.

Er besuchte die Wiener Akademie (Karl Sterrer) und die Münchner Akademie (Karl Caspar) und fand freundschaftliche Förderung durch Emil Nolde. 1931 erfolgte die lebensentscheidende Ansiedlung auf dem Rutarhof, einem entlegenen Bauernhof in Unterkärnten, den er bis zu seinem Tode 1981 mit seiner Familie bewirtschaftete.

Werner Bergs Werk hatte früh Aufmerksamkeit erweckt. So erhielt er 1935 den Nürnberger Albrecht Dürer-Preis – fast gleichzeitig wurde jedoch in Köln eine große Ausstellung seiner Arbeiten als „nicht dem gesunden Volksempfinden entsprechend“ polizeilich gesperrt. Von den vielen Auszeichnungen, die ihm zuteil wurden, seien hier nur der Kunstpreis des Landes Kärnten und das Österreichische Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst erwähnt. Berg stand mit vielen Künstlern in Kontakt, darunter dem Berliner Maler Michael Otto.

Wichtiger als Ehrungen war ihm die Galerie in Bleiburg. Sie sollte auch dem Andenken seiner 1970 verstorbenen Frau gewidmet sein, die für ihn „die Herrin und Seele des Rutarhofes, die Kraft und Gegenkraft der künstlerischen Arbeit“ gewesen war.

Nach seinem Tod wurde er auf dem Salzburger Kommunalfriedhof beerdigt.

Landschaft

Es gibt kaum eine Landschaft, die eine so tiefschürfende Dokumentation und Interpretation erfahren hat wie das Kärntner Unterland durch Werner Berg, und es gibt kaum einen Maler, der sich so ausschließlich auf eine Landschaft konzentriert hat wie Werner Berg auf das Kärntner Unterland.

Im Südosten Kärntens, nur wenige Kilometer von der Grenze zu Slowenien entfernt, liegt am Fuße der Petzen die malerische, alte Stadt Bleiburg. Auf der Fahrt schon bezaubert der Reiz einer Landschaft von herber Schönheit. In den geduckten Bauerndörfern mit der Kette der Karawanken im Hintergrund, den Menschen unterwegs, den Feldern und Höfen, wird man unmittelbar mit Motiven des Malers und Holzschneiders Werner Berg konfrontiert.

Die Galerie des 1981 verstorbenen Werner Berg ist zu einem Anziehungspunkt für Kunstliebhaber aus ganz Europa geworden. Die Bilder Werner Bergs, dessen künstlerischer Ausgangspunkt der deutsche Expressionismus war, gewähren tiefe Einblicke in die Seele der Unterkärntner Landschaft und der dort lebenden Menschen.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Игры ⚽ Поможем решить контрольную работу

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Berg (Familienname) — Berg ist ein Familienname. Herkunft und Bedeutung Berg als Name kann ein Toponym sein. Die Grafen von Berg von der Burg Berge im heutigen Nordrhein Westfalen gehören zu den ersten Namensträgern seit dem 11. Jahrhundert Als van den Berg kommt der… …   Deutsch Wikipedia

  • Werner Holz — (* 1. November 1948 in Grünstadt (Pfalz); † 8. August 1991 in Ludwigshafen am Rhein) war ein deutscher Maler und Grafiker. Sein Werk beinhaltet vor allem Ölgemälde, Rötelzeichnungen, Grafiken und mit Mischtechniken gefertigte Bilder. Werner Holz …   Deutsch Wikipedia

  • Werner-Seelenbinder-Halle — Außenansicht der Halle 1956 Daten …   Deutsch Wikipedia

  • Werner Teschenmacher — Werner Techenmacher (auch Teschenmacher, * 13. September 1590 in Elberfeld; † 2. April 1638 in Xanten) war ein deutscher Annalist, Humanist und reformierter Theologe. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke …   Deutsch Wikipedia

  • Werner I. (Battenberg und Wittgenstein) — Werner I. von Battenberg und Wittgenstein (* um 1150; † 1215) war der Begründer des Geschlechts der Grafen von Battenberg und Wittgenstein. Er wird im Jahre 1174 urkundlich zum ersten Mal erwähnt und nannte sich später nach seinen beiden Burgen… …   Deutsch Wikipedia

  • Berg-Aster — (Aster amellus) Systematik Ordnung: Asternartige (Asterales) Familie …   Deutsch Wikipedia

  • Berg-Weidenröschen — Blüte eines Berg Weidenröschens Systematik Rosiden Eurosiden II …   Deutsch Wikipedia

  • Berg-Hauswurz — Sempervivum montanum subsp. stiriacum Systematik Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae) …   Deutsch Wikipedia

  • Werner Bräuninger — (* 6. April 1965 in Offenbach am Main) ist ein deutscher Publizist und Autor. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Publizistisches Wirken 3 Einzelnachweise …   Deutsch Wikipedia

  • Werner Techenmacher — (auch Teschenmacher, * 13. September 1590 in Elberfeld; † 2. April 1638 in Xanten) war ein deutscher Annalist, Humanist und reformierter Theologe. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Werke …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”