Wiesenthau (Adelsgeschlecht)

Wiesenthau (Adelsgeschlecht)
Wappen der Familie von Wiesenthau nach Siebmachers Wappenbuch
Die Südostecke von Schloss Wiesenthau
Die Südseite des Schlosses
Burg Veldenstein in der Hersbrucker Schweiz
Burgruine Wolfsberg vom Ort aus gesehen
Wappen aus dem Scheiblerschen Wappenbuch mit Zuordnung „Weissenau“ und Bayern

Die Familie von Wiesenthau ist ein altes fränkisches Adelsgeschlecht.

Inhaltsverzeichnis

Wappen

Wappen der Gemeinde Wiesenthau

Das Wappen zeigt auf goldenem Grund einen senkrechten roten Balken bestehend aus Rauten. Elemente des Wappen finden sich in dem heutigen Gemeindewappen von Wiesenthau.

Geschichte

Ursprung

Die Familie von Wiesenthau ist von 1128 bis zu ihrem Aussterben 1814 verbunden mit dem Ort Wiesenthau - heute eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Die Familie von Wiesenthau gehört dem Ritterkanton Gebürg an.

Stammsitz

Ursprünglich freieigener Besitz der Familie von Wiesenthau, wird am 25. Juni 1379 ein Teil der Stammburg Wiesenthau an das Hochstift Bamberg verkauft. In der folgenden Zeit kommt die Burg vollständig unter Bamberger Lehnshoheit. 1430 wird die Burg durch die Hussiten schwer beschädigt. Eine weitere Zerstörung erfolgt im Bauernkrieg 1525. Einen grundlegenden Umbau erfährt die Burg 1566. Abgesehen von einem kurzen Zeitraum ist die Anlage – oder zumindest ein Teil von ihr – bis zum Aussterben der Familie von Wiesenthau im Jahre 1814 immer in deren Besitz. Bei dem heutigen Bau handelt es sich um eine dreiflügelige Anlage mit vier Ecktürmen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. Vorhanden sind ferner Reste einer Umfassungsmauer. Nach einer umfassenden Sanierung in den Jahren 1985 bis 1992 wird die Anlage heute als Gasthof und Hotel genützt.

Verbreitung

  • Schloss Hundshaupten wird erstmals als Burg 1369 im Besitz der Herren von Wiesenthau erwähnt.
  • Burg Veldenstein
  • Letzter Pfandinhaber der Burg Wolfsberg war ab 1568 Wilhelm von Wiesenthau. Unter ihm wurde die Burg sehr vernachlässigt, so dass sie beim Heimfall an das Hochstift im Jahre 1609 unbewohnt und verwahrlost war. Im Dreißigjährigen Krieg kam es 1631–1632 durch die Schweden und 1633 durch tillysche Reiter und kurbayerische Truppen zu weiteren Zerstörungen.
  • Die Familie von Schöfstall war bis zu ihrem Aussterben 1544 Besitzer von Reckendorf. Das spätere Rittergut der Freiherren von Wiesenthau fiel nach der Mediatisierung durch Bayern bei Grenzbereinigungen (1810) an das Großherzogtum Würzburg des Großherzogs Ferdinand III. (Toskana), mit welchem es 1814 schließlich an Bayern zurückfiel.

Verwandte Rittergeschlechter

Die Familie von Wiesenthau ist unter anderem mit dem Geschlecht der von Sparneck verwandt.

Siehe auch

Literatur

  • Johann Gottfried Biedermann: Geschlechts=Register Der Reichs – Frey – unmittelbaren Ritterschaft Landes zu Francken Löblichen Orts=Gebürg…. Bamberg 1747. Tabula CCLI. - CCLXII.
  • Hellmut Kunstmann: Die Burgen der südwestlichen Fränkischen Schweiz
  • T. Eckert u. a.: Die Burgen der Fränkischen Schweiz. ISBN 3-9803276-5-5
  • Handbuch der historischen Stätten. Band 7. ISBN 3-520-27703-4
  • Gustav Voit, Walter Rüfer: Eine Burgenreise durch die Fränkische Schweiz. ISBN 3-7896-0064-4
  • Walter Heinz: Ehemalige Adelssitze im Trubachtal. ISBN 3-7896-0554-9

Weblinks


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