K.D.St.V. Franco-Raetia zu Würzburg

K.D.St.V. Franco-Raetia zu Würzburg
Wappen Karte
Franco-Raeten-Wappen.jpg
Würzburg (Deutschland)
Würzburg
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Universität: Würzburg
Gründung: 15. Juni 1905
Verband: CV
Eintritt in CV: 1933
Kürzel: F-Rt!
Farben: kirschrot-weiß-blau
Mitglieder: 248 (2001)
Adresse: Sonnenstraße 13
97072 Würzburg
Website: www.franco-raetia.de

Die Katholische Deutsche Studentenverbindung Franco-Raetia zu Würzburg im CV, ist eine 1905 in Würzburg gegründete nicht-schlagende, katholische Studentenverbindung. Sie ist Mitglied des Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV).

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Verbindung wurde am 15. Juni 1905 durch den Gründungsbeschluss der K.B.St.V. Rhaetia Herbipolensis, als Tochterverbindung der K.B.St.V. Rhaetia München, gegründet. Am 2. Dezember 1905 wurde die Korporation durch den Senat der königlichen Universität Würzburg genehmigt.

Nachdem im Ersten Weltkrieg alle aktiven Studenten gefallen waren, wurde die Studentenverbindung 1920 wiederbegründet und 1924 in Katholische Landsmannschaft Franko-Rhätia umbenannt. Die landmannschaftliche Ausrichtung und der Selbstanspruch, ausschließlich “Studenten bayerischer Volksstämme” als Verbindungsmitglieder zuzulassen, stieß nicht auf Zustimmung der katholischen Verbindungen. Mehrmalig wurde eine Zustimmung zur Aufnahme in dem Würzburger Cartellverband verhindert. 1926 erfolgte schließlich die Umwandlung in eine Katholische Deutsche Studentenverbindung Franco-Rhaetia. Erst am 31. Juli 1930 wurde die Verbindung zunächst die vorläufige Aufnahme in den Cartellverband angetragen und 1933 erfolgte die Aufnahme in den Cartellverband.

Nach der nationalsozialistischen Gleichschaltung 1933 wurde das Klima für Studentenverbindungen schwieriger. Nach der Zwangsauflösung des CV 1935 und der unter dem Druck der Nationalsozialisten herbeigeführte Aufgabe des Katholizitätsprinzips folgte eine zwingende Umbenennung in Deutsche Studentenverbindung Franco-Raetia. Als Reaktion darauf erfolgte unmittelbar 1935 die Selbstauflösung der Aktivitas. 1937 folgte auch die offizielle Auflösung des Altherrenverbands.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte durch den Altherrenverband 1949 die Wiederbegründung als Katholische Deutsche Studentenverbindung Franco-Raetia. Im Sommer 1957 wurde das Verbindungshaus in der Sonnenstraße 13 gekauft.

In Folge der 68er-Bewegung war Franco-Raetia wesentlich an der Gründung des Intercorporativen Convents Würzburg (ICC) beteiligt, der verbandsübergreifend die Würzburger Studentenverbindungen aller Richtungen umfasst. Seit 1991 steht die Verbindung für Studenten aller Würzburger Hochschulen offen, der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, der Hochschule für Musik Würzburg und der FHWS Würzburg-Schweinfurt.

Die KDStV Franco-Raetia stellte 1998/1999 mit den anderen Würzburger CV-Verbindungen den Vorort des rund 30.000 Mitglieder großen Cartellverbandes der katholischen deutschen Studentenverbindungen (CV).

Verbindung

Zirkel F-Rt!

Die Farben der Verbindung sind kirschrot-weiß-blau, Percussion ist silber. Die Fuxenfarben sind kirschrot-weiß mit silberner Perkussion. Kopfcouleur ist eine kirschrote Tellermütze im Schlappformat.

Wahlspruch der K.D.St.V. Franco-Raetia zu Würzburg ist cum fide virtus (In Treue fest!).

Die Nummer in der amtlichen Reihenfolge der Cartellverbindungen ist Nr. 90. Die offizielle Abkürzung ist F-Rt.

Bekannte Mitglieder

  • Matthias Ehrenfried (1871−1948), Bischof von Würzburg, "Widerstandsbischof" in der NS-Zeit
  • Peter Schneider (1882−1958), Gymnasiallehrer, 1920 Gründer des Frankenbundes e. V.
  • Paul Mikat (* 1924), Rechtswissenschaftler, Politiker, Kultusminister von Nordrhein-Westfalen von 1962 bis 1966
  • Ludwig Steffens (* 1929), Mediziner an der Universität Bonn
  • Franz Vogt (* 1935), Regierungspräsident von Unterfranken von 1984 bis 2000, Ehrensenator der Universität Würzburg
  • Robert Ebner (1940−2008), Religionspädagoge und Religionshistoriker an der Universität Bayreuth
  • Roland Benz (* 1943), Biophysiker und Elektrophysiologe an der Jacobs University Bremen („Wisdom Professur“)
  • Heribert Niederschlag (* 1944), Moraltheologe, Hochschulrektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar
  • Franz Brosch (* 1949), Mitglied des Bayerischen Landtags (1982-2003)
  • Andreas Weiß (* 1954), Kirchenrechtler an der KU Eichstätt
  • Andreas Lehmann (* 1962), Musikwissenschaftler
  • Sebastian Remelé (* 1969), Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt

Literatur

  • 100 Jahre Katholische Deutsche Studentenverbindung Franco-Raetia Würzburg, Festschrift zum 100. Stiftungsfest der K.D.St.V. Franco-Raetia zu Würzburg im CV, Würzburg 2005

Weblinks


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