Theodor Storm (Schiff)

Theodor Storm (Schiff)
Theodor Storm
SK THEODOR STORM kurz nach seiner Taufe in Büsum
Schiffsdaten
Schiffstyp: Seenotkreuzer
Rufzeichen: DBAI
Schiffsklasse: 20-m-Klasse
Verdrängung: 38 t
Länge: 19,90 m
Breite: 5,05 m
Tiefgang: 1,30 m
Geschwindigkeit: 22 kn
Bauwerft: Fassmer-Werft Berne
Baujahr // Bau-Nr.: 2010 // 4090
Antriebskraft: 1232 kW (1 Carbon-Propeller)
Besatzung: 3 Mann (pro 14 Tage Schicht)
Technische Ausstattung
Kommunikation: UKW, SARCOM, BOS, GMDSS
Navigation: ECDIS, AIS, Radar, GPS-Kompass mit Selbststeueranlage
Rettungstechnik: Fremdlenzpumpe (48 m³/h), Lecksegel, Schlepphaken, Auftriebskörper, Rettungssteg, Suchscheinwerfer
Crew-Finder: DGzRS-Mann-über-Bord-System
medizinische
Versorgung:
Behandlungsplatz, Beatmungsanlage, Defibrillator, Notfall-Rucksack,
Bergungstrage
Feuerlöschanlage: 2300 l/min, B und C Druckschläuche, Fogfighter-Strahlrohr, Atemschutzgerät
Arbeitsboot Nis Puk
Schiffstyp: Festrumpfschlauchboot
Rufzeichen:
Verdrängung: 1,2 t
Länge: 4,80 m
Breite: 2,00 m
Tiefgang: 0,40 m
Geschwindigkeit: 37 kn
Bauwerft: Marine Specialised Technology Limited (MST), Liverpool (GB)
Motorleistung: 121 kW

Die Theodor Storm ist ein Seenotkreuzer (SK) der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Er gehört zur 20-m-Klasse. Der Kreuzer wurde 2010 von der Fassmer-Werft in Berne unter Werft-Nr. 4090 erbaut. Die DGzRS-interne Bezeichnung lautet SK 33.

Inhaltsverzeichnis

Besonderheiten

Die Anforderungen an Schiffe dieser Klasse liegen gezielt im küstennahen Bereich bei geringen Wassertiefen. Verglichen mit anderen Kreuzern hat diese Baureihe einen deutlich geringeren Tiefgang, welcher primär durch Gewichtseinsparungen erreicht wurde. So wurde auf ein typisches DGzRS-Tochterboot verzichtet und stattdessen ein Festrumpfschlauchboot als Arbeitsboot in die Heckwanne integriert. Darüber hinaus wurde auf ein gesondertes Wohndeck verzichtet. Die Besatzung wohnt im nahen Stationsgebäude und kann im Einsatzfall den Kreuzer kurzfristig besetzen.

Ferner wurde bei dieser Klasse erstmals ein elektrisches Bordnetz mittels Datenbussystems realisiert. Hierbei handelt es sich um ein spezielles Leitungssystem zum Austausch von Daten und Energie zwischen Steuerelementen und elektrischen Systemen, wie dies in einem Computer, aber auch in Flugzeugen und immer häufiger in komplexen Maschinen und modernen Kraftfahrzeugen geschieht. Neben der erhöhten Betriebssicherheit führt dies zu einer deutlichen Gewichtseinsparung.

Namensgebung

Am 13. August 2011 wurde das Schiff von Sandra Carstensen, der Gattin des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen in Büsum auf den Namen des Schriftstellers Theodor Storm getauft. Das Arbeitsboot bekam den Namen Nis Puk von einer Märchenfigur, die vor allem im deutsch-dänischen Grenzland bekannt ist.

Stationierungen

Die Theodor Storm wurde Mitte Januar 2011 in Büsum stationiert und löste dort die Hans Hackmack ab.

Schwesterschiffe

Bilder

Weblinks

Literatur

  • Ulf Kaack: Die Seenotkreuzer-Klasse EISWETTE - Konstruktion und Bau der DGzRS-Rettungseinheiten SK 30 und SK 31 - Verlag Peter Kurze, Bremen 2009, ISBN 978-3-927485-93-8

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