Christoph Schaub

Christoph Schaub

Christoph Schaub (* 1958 in Zürich) ist ein Schweizer Filmproduzent, Dokumentar- und Filmregisseur.

Leben

Nach der Matura Typus B in Zürich begann Christoph Schaub ein Germanistikstudium, das er zu Gunsten der Filmwelt abbrach. Als Mitbegründer der Mediengenossenschaft Videoladen Zürich betätigte er sich als Cutter, Kameramann und Regieassistent bei vielen Projekten in den 1980er Jahren. 1988 entstand die Produktionsfirma Dschoint Ventschr, aus dessen Vorstand sich Schaub erst 1991 zurückzog.

Ein Jahr später initiierte er mit anderen das Kino Morgental in Zürich, 1997 das Kino RiffRaff, in dessen Verwaltungsrat er bis heute tätig ist. 1996 begann sein Engagement als Dozent an der Hochschule für Gestaltung und Kunst/Zürich. An der Expo 02 leitet er die filmischen Projekte der Ausstellung „ONOMA“. Seine Filmkomödie Sternenberg, die eigentlich als Fernsehproduktion produziert wurde, erreichte in der Kinovermarktung durch Buena Vista International über 120.000 Zuschauer. Der Erfolg ermöglichte ihm 2005 die zweisprachige (Schweizerdeutsch/Französisch) Komödie Jeune Homme.

2007 schloss Christoph Schaub in Zusammenarbeit mit Michael Schindhelm die Langzeitbeoachtung zum National Stadium in Peking der Architekten Herzog & de Meuron ab. Der Film Bird’s Nest – Herzog & de Meuron in China stiess weltweit auf grosses Interesse. Sein neuster Spielfilm heisst Happy New Year; ein Episodenfilm, der fünf Geschichten parallel erzählt.

2009 realisierte Christoph Schaub die Komödie Giulias Verschwinden nach einem Drehbuch von Martin Suter. Er gewann damit den Publikumspreis am Internationalen Filmfestival von Locarno. Giulias Verschwinden wurde der erfolgreichste Schweizer Film 2009.

Filmografie (Auswahl)

  • Diverse Interventionsvideos, 1980–1984
  • Nachwuchs – Zürcher Teddyszene, 1982, mit Marcel Müller, Dokumentarfilm, 45', Video
  • Keine Zeit sich auszuruhen – AJZ im Herbst 81, 1982 mit Thomas Krempke, Dokumentarfilm, 35', Video
  • KOKON, Kollektivarbeit, Dokumentarfilm, 12', Video
  • 1 Lovesong, 1984, mit Thomas Krempke, Dokumentarfilm, 17', Video
  • Wendel (1987), Spielfilm, 58', 16 mm
  • Dreissig Jahre, 1989, Spielfilm, 88', 35 mm
  • Am Ende der Nacht, 1992, Spielfilm, 88', 35 mm
  • Il girasole: una casa vicino a Verona, 1995, Dokumentarfilm, 17', 35mm
  • Rendez-vous im Zoo, 1995, Dokumentarfilm, 82', 16 mm und 35 mm
  • Lieu, Funcziun e furma – L'architectura da P. Zumthor e Gion Caminada, 1996, Dokumentarfilm, 24', Beta-SP
  • Cotgla alva – Weisse Kohle, 1997, Dokumentarfilm, 24', TV
  • Einfach so, 1997, Kurzspielfilm (Teil des Kinospielfilms Blind Date), 13', 35 mm
  • Il project Vrin – Das Vrin-Projekt, 1999, Dokumentarfilm, 48', Beta-SP
  • Die Reisen des Santiago Calatrava, 1999, Dokumentarfilm, 77', 35 mm
  • Die Kunst der Begründung – Jürg Conzett Dipl. Ing., 2001, Portrait, 15', TV
  • Der Wechsel der Bedeutungen – Architekten Meili, Peter, 2001, Portrait, 15', TV
  • Stille Liebe, 2001, Spielfilm, 90'
  • Der zweite Horizont, 2002, Dokumentarfilm, 48', TV
  • Sternenberg, 2004, Spielfilm, 88'
  • Jeune Homme, 2006, Spielfilm, 98', 35 mm
  • Bird’s Nest – Herzog & de Meuron in China, 2008, Dokumentarfilm,
  • Happy New Year, 2008, Drama, Schweiz, 94'
  • Giulias Verschwinden, 2009, Komödie, Schweiz

Weblinks


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