Engelbert von Berg Gymnasium Wipperfürth

Engelbert von Berg Gymnasium Wipperfürth
Engelbert-von-Berg-Gymnasium Wipperfürth
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Schultyp Gymnasium
Gründung 1830
Koordinaten 51° 7′ 14″ N, 7° 24′ 23″ O51.1205611111117.40638888888897Koordinaten: 51° 7′ 14″ N, 7° 24′ 23″ O
Schüler etwa 1000
Website evb-gymnasium.de
Haupteingang

Das Engelbert-von-Berg-Gymnasium Wipperfürth, kurz EvB oder E.v.B., ist ein nach Engelbert I. von Köln benanntes Gymnasium in Wipperfürth. Es befindet sich seit seiner Gründung im Jahre 1830 in städtischer Trägerschaft. Es werden zur Zeit über 1000 Schüler von ungefähr 70 Lehrern und mindestens fünf Referendaren unterrichtet. 1999 löste Marga Radermacher Dr. Willibald Voigt ab, der die Schule seit 1979 geleitet hatte.

Inhaltsverzeichnis

Zweisprachiger Zweig

Mit Beginn des Schuljahres 1997/98 wurde ein bilingualer Unterrichtszweig Englisch eingeführt. In den folgenden Jahren werden nacheinander die Fächer Erdkunde (ab Klasse 7), Politik (ab Klasse 8) und Geschichte (ab Klasse 9) auf Englisch unterrichtet.

Andere Sprachen, die unterrichtet werden, sind Französisch, Lateinisch, Deutsch und seit 2005 Chinesisch.

Schüleraustausch

Das EvB betreibt seit 1982 einen Schüleraustausch mit dem Collège Hélène de Fonsèque in der Wipperfürther Partnerstadt Surgères in Frankreich. Die Schüler reisten für zwei Wochen nach Frankreich und direkt danach kamen französische Schüler nach Wipperfürth. Nachdem der Austausch nach 15 Jahren fast zum Erliegen kam, wurde er Ende der 1990er-Jahre zusammen mit der Realschule Wipperfürth neu gestaltet. Der Schüleraustausch fand jetzt alle zwei Jahre für eine Woche statt.

Ein weiterer Schüleraustausch besteht seit 1992 zwischen dem EvB und der Simelionis-Schule in Lentvaris, Litauen. Die Schule ist am 7. Oktober 1993 offiziell Partnerschule des EvB geworden.

Außerdem besteht seit der Wiedervereinigung eine Schulpartnerschaft zum Gymnasium in Wriezen. Zunächst stand die Aufbauhilfe für das aus einer Polytechnischen Oberschule hervorgegangene Oderbruch-Gymnasium im Vordergrund. Genau wie die Schule in Litauen wurde das Oderbruch-Gymnasium am 7. Oktober 1993 offiziell Partnerschule. Die traditionelle Skifreizeit in Obersdorf des EvB-Gymnasiums solle von nun an gemeinsam stattfinden.

Im Jahr 2007 reiste der Chinesischkurs, sowie die Schulleiterin Frau Radermacher erstmals in die Volksrepublik China, um die neuen Partnerschulen in Shanghai und Nanjing zu besuchen.

Geschichte

Kleinspielfeld und altes Schulgebäude

Ein so genanntes Progymnasium wird 1830 auf dem Klosterberg in Wipperfürth im ehemaligen Franziskanerkloster eröffnet (siehe auch Antoniuskirche Wipperfürth). Aber 1833 bis 1836 fand wahrscheinlich kein Unterricht statt. Am 18. April 1836 wurde der Unterricht mit 18 Schülern wieder aufgenommen. 1839 waren es dann 57 Schüler.

Die Stadt Wipperfürth verpflichtet sich am 18. Dezember 1871, die Schule dauerhaft zu unterhalten und garantiert ihr jährlich 4800 Taler. Außerdem übernimmt sie die bauliche Unterhaltung des Schulgebäudes sowie der Wohnung des Rektors.

Das Vollberechtigte Progymnasium beginnt 1902 mit dem Ausbau zum Vollgymnasium. Es erhält eine Obersekunda mit 14 Schülern. Im Herbst 1902 wird mit dem Umbau des Klostergebäudes begonnen, um Raum für die neuen Klassen und für eine Aula zu gewinnen. Als Ersatz für die alten Öfen wird die Schule mit einer Zentralheizung versehen.

Am 11. März 1905 wird das bisherige Progymnasium vom Provinzial-Schulkollegium in Koblenz als Gymnasium anerkannt. Die Schule nennt sich jetzt „Gymnasium zu Wipperfürth“.

Ab 1923 durften auch Mädchen das Gymnasium besuchen.

„Altes Seminar“ war früher Schulgebäude

Im April 1931 zog das Gymnasium in das ehemalige Seminargebäude in der Lüdenscheider Straße um. Dieses wurde zuvor durch einen Gebäudeflügel erweitert. Mädchen durften seit 1937 diese Schule vorerst nicht mehr besuchen.

Während des Zweiten Weltkrieges fand kein regelmäßiger Unterricht mehr statt, da die Räume zunächst als Unterbringung von Soldaten, ab Juni 1943 als Lager für Flieger- bzw. Bombengeschädigte verwendet wurden. Die Kellerräume wurden zum Luftschutzkeller ausgebaut.

Ab 1946 erhielten alle Klassen wieder Unterricht, die meisten waren in Noträumen der alten Klosterschule untergebracht. Im Schulgebäude selbst wurden größtenteils Flüchtlingsfamilien untergebracht.

1955 erhält die Schule auf Antrag des Lehrerkollegiums den Namen „Engelbert-von-Berg-Gymnasium Staatliches neusprachliches Gymnasium“. 1964 besuchten 502 Schüler, davon waren 45 Schülerinnen, das Gymnasium.

1973 wurde dann mit dem Bau der Doppelturnhalle begonnen, die im Sommer 1975 fertiggestellt wurde. Am 6. Dezember 1978 wurde symbolisch der erste Spatenstich für das heutige Gebäude (damals noch ohne Anbau) getan.

Im Jahre 2005 wurde das EvB 175 Jahre alt.

Schülerzeitung

Frontal ist die Schülerzeitung des Engelbert-von-Berg-Gymnasiums. Sie existiert seit 1992 und ist die Nachfolgezeitschrift von Querschnitt. Die Redaktion von Frontal wurde als erste überhaupt zum Handelsblatt in Düsseldorf eingeladen und nahm dort an einer Redaktionssitzung teil. Der Ressortleiter stellte fest, dass Frontal schon mehr Magazin als Zeitung sei, weil sie oft knapp 80 Seiten hat.

Berühmte Persönlichkeiten

Folgende später berühmte Persönlichkeiten haben das Engelbert-von-Berg-Gymnasium besucht:

  • Joseph Mausbach (1861 - 1931), Moraltheologe (Univ.-Professor), Schüler von 1873 bis 1878
  • Lorenz Kardinal Jaeger (1892 - 1975), Erzbischof von Paderborn, Abiturient 1913
  • Udo Lattek (* 1935), Fußballtrainer, Lehrer von 1958 bis 1959, Abiturient 1955
  • Dr. Manfred Laube (1935 – 2002), Geophysiker, 25 Jahre lang stellv. Bürgermeister von Wipperfürth, Abiturient 1955
  • Klaus-Peter Flosbach (* 1952), CDU-Politiker, MdB, Abiturient 1971
  • Willibert Pauels (* 1954), Karnevalist und Diakon, Abiturient 1973

Literatur

  • Josef Büchel: 150 Jahre EvB-Gymnasium Wipperfürth. (Festschrift zum Jubiläum), Wipperfürth 1980
  • Marga Radermacher, Josef Büchel, Erich Kahl: EvB 1830–2005, Festschrift 175 Jahre Engelbert-von-Berg-Gymnasium Wipperfürth. Wipperfürth 2005

Weblinks


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