- Franz Carl Endres
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Franz Carl Endres (* 17. Dezember 1878 in Bayern; † 10. März 1954 in Basel) war ein deutscher Historiker, Schriftsteller und Freimaurer.
Leben
Franz Carl Endres wurde als Sohn des königlich bayrischen Generalleutnants Carl von Endres geboren. Er besuchte die Kriegsakademie in München, wo er von 1906 bis 1909 als Dozent für Kriegsgeschichte arbeitete. Anschließend war er Professor an der Generalstabsschule in Konstantinopel (heutiges Istanbul). Nebenher diente er bei verschiedenen deutschen demokratischen Zeitungen als militärischer und politischer Auslandskorrespondent. Endres lebte über viele Jahre im Nahen Osten - an der Küste des Bosporus, sowie in Aleppo (Syrien). Er war ein führendes Mitglied der Deutsche Liga für Menschenrechte.
1918 heiratete er Elisabetha Magdalena Schmidbauer. Nachdem er 1919 an Malaria erkrankte und sich nur langsam von ihr erholte, kehrte Endres nach Deutschland zurück.
1920 wurde er in München in die Freimaurerloge „Zum aufgehenden Licht an der Isar“ zum Freimaurer aufgenommen. Später auch Mitglied der Logen „Labor“ in Wien, „Fiat Lux“ in Luzern und „Lalande“ in Paris. Innerhalb der Freimaurerei engagierte er sich für völkerverbindende Bestrebungen.
Anfang der 1920er Jahre veröffentlichte er das tendenziell pazifistische Buch „Die Tragödie Deutschlands“. (Das Naziregime setzte dieses Buch später auf den Index.) Das Buch brachte ihm viele Kritiker und Feinde, so dass er sich gezwungen sah, 1926 nach Küsnacht in die Schweiz auszuwandern. Danach lebte er in Freidorf (Muttenz) bei Basel. In der Schweiz lebte er als freier Autor und widmete sich vor allem dem Schreiben von soziologischen und philosophischen Büchern. Er hielt Radio- und Universitätsvorträge und schrieb Kolumnen für schweizerische Tageszeitungen. Die militärischen Ereignisse des 2. Weltkrieges wurde in 6. Bänden mit dem Titel "Das Grosse Weltgeschehen" beschrieben. Herbert von Moos war Herausgeber und Franz Carl Endres Militärische Mitarbeiter des Werkes. Der 1. Band erschien im Frühjahr 1940.
Er schrieb bis zu seinem Lebensende über 40 Bücher, darunter einige Romane. Heute sind zwei seiner Bücher über den Buchhandel erhältlich: „Das Mysterium der Zahl“, das in Diederichs Gelber Reihe erscheint und „Das Geheimnis des Freimaurers“ im Bauhüttenverlag.
Werke
- Die Tragödie Deutschlands
- Das Mysterium der Zahl
- Das Geheimnis des Freimaurers Bauhütten Verlag, 10. Aufl. Münster 1990, ISBN 3-87050-185-5
- Georg Hirth. Ein deutscher Publizist
- Moltke
- Türkische Frauen
- Nagileh. Türkische Skizzen und Novellen
- Die Türkei
- Bosporuswellen (Roman)
- Zionismus und Weltpolitik
- Die Ruine des Orients
- Große Feldherrn I
- Große Feldherrn II
- In Memoriam
- Das Lied von Aleppo (Roman)
- Vaterland und Menschheit
- Florians große Liebe (Roman)
- Das Gesicht des Krieges
- Giftgaskrieg – die große Gefahr
- Deutsche Kunst und Wissenschaft des Mittelalters
- Geist der Gegenwart (Hrsgb., unter dem Pseudonym „Dr. Erasmus“)
- Schönheit am Mittelmeer
- Griechenland als Erlebnis
- Magie und Gegenwart
- Der lachende Philosoph im Orient
- Das Erbe unserer Ahnen
- Symbolik von Goethes Faust
- Wege zum Glück
- Novellen der Wanderschaft
- Philosophie des Alltags
- Ein Leben der Liebe (Roman)
- Der Weg im Unbekannten
- Von den Grenzen unserer Erkenntnis
- Sittliche Grundlagen menschlicher Beziehungen
- Der Augenblick ist Ewigkeit
- Alte Geheimnisse um Leben und Tod
- Das Leben soll Liebe sein
- Das große Weltgeschehen (in sechs Bänden erschienen)
- Die Viertelstunde des Nachdenkens
- Tag des Lebens
- Ethik des Alltags
- Nimm mich mit: ein kleines Brevier
- Die Kulturgeschichte der Frau
- Glossen zum menschlichen Alltag
- Selbsterkenntnis und Selbsterziehung
- Kultur im Alltag
- Der Mensch im Banne seiner Schwächen
- Der Deutschen Tragödie erster Teil (Neuauflage von 1923)
- Land der Träume
- Die großen Religionen Asiens
- Goethe und die Freimaurer
- ′′Die Symbolik des Freimaurers′′
- "Der lachende Philosoph im Orient"
Weblinks
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