Hans Wissel

Hans Wissel

Hans Wissel (* 4. August 1897 in Magdeburg; † 28. Mai 1948 in Grainau ) war ein deutscher Bildhauer und Kunstprofessor.

Vita

Wissel entstammte einer bekannten Magdeburger Goldschmiede-Familie und wurde von seinem Vater selbst als Graveur und Ziseleur ausgebildet. Nach seinem Lehrabschluss studierte er an der Kunstgewerbeschule seiner Heimatstadt, u.a. bei Prof. Rudolf Bosselt.

Von 1916 bis 1918 war er Soldat im 1. Weltkrieg. 1919 ging er nach Italien, zum Weiterstudium nach Rom und Carrara und arbeitete anschließend mehrere Jahre künstlerisch in einer Steinbildhauerei in der Toskana.

Skulptur, bestehend aus drei Köpfen, auf dem Messeturm Köln. Das Zahnrad (hinten) symbolisiert die Industrie, der Lorbeerkranz (links) die Kunst, der Flügel (rechts) den Handel in Form des Götterboten Hermes und der Fisch den Rhein.

Im Jahr 1925 wurde Wissel vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer als Professor für „Monumentale Plastik und figürliche Metall-Treibarbeit“ an die Kölner Werkschulen berufen. Wissel wurde sowohl bekannt für seine lebensgroßen Figuren und Kolossalbüsten, als auch für seine filigranen Metallskulpturen, diese vorwiegend aus Kupfer getrieben.

1933 wechselte er an die Kunstakademie Königsberg und arbeitete zeitgemäß nun vorwiegend monumental (wie Arno Breker) in Stein und Marmor. Nach dem Ende des 2. Weltkriegs zog Wissel nach Bayern und verstarb 1948 an den Folgen eines Kriegsleidens.

Weblinks

 Commons: Hans Wissel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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