Kaliumacetat

Kaliumacetat
Strukturformel
Kaliumkation Acetanion
Allgemeines
Name Kaliumacetat
Andere Namen
  • Kaliumethanoat (nach IUPAC)
  • E 261
Summenformel C2H3KO2
CAS-Nummer 127-08-2
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 98,15 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,57 g·cm−3 (25 °C)[1]

Schmelzpunkt

292 °C[1]

Löslichkeit

gut wasserlöslich (2560 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Gefahrensymbole
R- und S-Sätze R: keine R-Sätze
S: keine S-Sätze
LD50

3250mg·kg−1 (oral, Ratte)[2]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Kaliumacetat, CH3COOK, ist das Kaliumsalz der Essigsäure.

Inhaltsverzeichnis

Eigenschaften

Kaliumacetat bildet farblose, hygroskopische Kristalle, die sich sehr gut (2560 g/l bei 20 °C) in Wasser lösen. Die Kristalle haben einen Schmelzpunkt von 292 °C und zersetzen sich ab ca. 440 °C. Es ist gesundheitlich unbedenklich. Es kommt in drei verschiedenen Kristallstrukturen vor: eine Form existiert von Raumtemperatur bis 75 °C, die zweite von 75 °C bis 155 °C, die dritte Form von 155 °C bis zum Schmelzpunkt. [3]


Gitterparameter der verschiedenen Modifikationen von Kaliumacetat[3]

Temperaturbereich Kristallsystem  a [Å]   b [Å]   c [Å]   β 
bis 75 °C monoklin 18.21 23.30 4.05 100.8°
75 °C bis 155 °C monoklin 9.31 5.82 4.03 99.2°
über 155 ° C orthorhombisch 9.74 5.76 3.99 -

Verwendung

Kaliumacetat ist ein Lebensmittelzusatzstoff (E261) und dient der Säureregulation, d.h. der Einstellung des pH-Wertes (Pufferfunktion). Deshalb findet es Verwendung als Konservierungsmittel und Säuerungsmittel und wird vor allem in Haushaltessig (5 bis 10) und Essigessenz (25 bis 80, synthetischer Essig) verwendet. Hochreines Kaliumacetat dient auch als Ausgangskomponente zur Medikamentenherstellung, z.B. für Penicillin-G-Kalium. Zudem wird Kaliumacetat zur Behandlung von Kaliummangel gegeben. Wegen seiner hygroskopischen Wirkung wird es als Feuchtigkeit entziehendes Mittel eingesetzt.

Herstellung

Kaliumacetat kann durch Salzbildungsreaktion aus Kaliumhydroxid und Essigsäure hergestellt werden.

\mathrm{KOH + CH_3COOH \longrightarrow  CH_3COOK + H_2O}

Ebenso ist die Synthese aus Kaliumcarbonat und Essigsäure unter Entwicklung von Kohlendioxid möglich.

\mathrm{K_2CO_3 + 2\ CH_3COOH \longrightarrow 2\ CH_3COOK + CO_2 + H_2O}

Quellen

  1. a b c d e Eintrag zu Kaliumacetat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 24.8.2007 (JavaScript erforderlich)
  2. Potassium acetate bei ChemIDplus
  3. a b J. Hatibarua, G. S. Parry: "A crystallographic study of the acetates of potassium, rubidium and caesium" in Acta Cryst. 1972, B28, p. 3099.[1]

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