Reichswalde

Reichswalde
Reichswalde
Stadt Kleve
Koordinaten: 51° 46′ N, 6° 6′ O51.7611111111116.0977777777778Koordinaten: 51° 45′ 40″ N, 6° 5′ 52″ O
Fläche: 4,74 km²
Einwohner: 2.000 (31. Dez. 2006)
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 47533
Vorwahl: 02821
Herz-Jesu-Kirche Reichswalde

Reichswalde ist ein Ortsteil von Kleve im Kreis Kleve, Nordrhein-Westfalen und hat rund 1670 Einwohner.

Geschichte

Während des Zweiten Weltkrieges fand vom 7. Februar 1945 bis zum 22. Februar 1945 im nahen gelegenen Reichswald und im heutigen Dorfkern die große Schlacht im Reichswald statt. Die Kämpfe am Niederrhein dauerten zwei Wochen lang an. Sie kostete über 10.000 alliierten und deutschen Soldaten das Leben und fügte der der Zivilbevölkerung große Verluste und Schäden zu. Nach dieser Schlacht konnten die Alliierten anschließend bei Wesel einen Brückenkopf über den Rhein schlagen und somit das Ruhrgebiet einnehmen. Aufgrund der verlustreichen Schlacht wurde der flächenmäßig größte britische Soldatenfriedhof unter den 15 in Deutschland liegenden Sammelfriedhöfen mit insgesamt 7.654 Gräbern angelegt. Im rechten hinteren Bereich des Friedhofes befinden sich dir Gräber der Toten der 53. Welsh Division – derjenigen Soldaten, die bei dieser Schlacht ihr Leben ließen.

Die Gegend von Reichswalde war noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg Teil des Reichswaldes. 1948 bis 1950 wurden Teile des Forstes gerodet, um Platz für neue Dörfer zu gewinnen, in denen vor allem Heimatvertriebene angesiedelt werden sollten. Eine Schwestersiedlung Reichswaldes ist Nierswalde. 1956 wurde die Herz-Jesu-Kirche gebaut, die 1980 selbstständige Pfarre wurde.

Am 1. Juli 1969 wurde Reichswalde nach Kleve eingemeindet.[1]

Einzelnachweise

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.

Weblinks


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