- Arbeitskreis Christinnen und Christen in der SPD
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Der Arbeitskreis Christinnen und Christen in der SPD (AKC) ist eine Interessensvereinigung innerhalb der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Seit 2008 sind Kerstin Griese MdB, OStDir Benno Haunhorst, Dr. Dietmar Kehlbreier und Dr. Wolfgang Thierse MdB Sprecher des Arbeitskreises.
Inhaltsverzeichnis
Geschichte
Seit Entstehung der Sozialdemokratie in Deutschland gab es einen mehr oder minder starken Zweig der Christlichen Sozialistinnen und Sozialisten. Parteiunabhängig schlossen sich viele im Bund der Religiösen Sozialistinnen und Sozialisten Deutschlands BRSD zusammen. Der BRSD hatte bis 1933 10.000 bis 25.000 Mitglieder. Politisch standen die Anhänger des BRSD überwiegend der SPD nahe.
Der AKC war bis 2007 ein Arbeitskreis auf Bundesebene als lockerer Zusammenschluss ehrenamtlich Engagierter. Er war zunächst in die Konfessionen evangelisch und katholisch getrennt. Mit dem räumlichen Umzug nach Berlin wurde er ökumenisch. Die Referenten für Kirchen und Religionsgemeinschaften beim Parteivorstand unterstützten die Vorbereitung und Durchführung der Kirchen- und Katholikentage. Anfang Januar 2008 wurde der AKC vom der Parteivorstand als Arbeitskreis offiziell anerkannt.
Struktur
Bei der Klausurtagung am 26. April 2008 haben sich die Aktiven eine neue Struktur gegeben. Einmal jährlich findet eine inhaltliche Jahrestagung mit anschließender Vollversammlung in Kooperation mit der SPD-Bundestagsfraktion statt. Auf den Vollversammlungen wird ein Sprecherkreis (ähnlich Vorstand) gewählt und werden Teams und Projektgruppen zur Vorbereitung der Aktivitäten auf den Kirchentagen und Katholikentagen, zu inhaltlichen Themen und zur Vorbereitung der Jahrestagung und eventueller weiterer Veranstaltungen eingesetzt. Zusätzlich "begleitet" ein Beirat aus Persönlichkeiten der Sozialdemokratie die Arbeit des AK. Der SPD-Parteivorsitzende leitet den Beirat.
Geschäftsführend für den AK ist die Referentin für Kirchen und Religionsgemeinschaften beim SPD-Parteivorstand.[1]
Konflikte
Das Verhältniss zwischen Christinnen und Christen und der Parteipolitik der SPD führt manchmal zu Konflikten.
2001 knüpfte der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder die Zustimmung zu einem militärischen Einsatz beim Krieg in Afghanistan an eine Vertrauensfrage in der eigenen Partei. Die SPD-Budestagsabgeordnete Christa Lörcher (Wahlkreis Schwarzwald-Baar) stimmte als Einzige gegen diesen Einsatz. Lörcher ist in der christlich geprägten Friedensbewegung aktiv und legte anschließend ihr Mandat als SPD-Abgeordnete nieder.[2]
Einzelnachweise
- ↑ http://www.ak-christen.spd.de/akc/home_detail/index.html
- ↑ http://www.stern.de/lifestyle/leute/2-was-macht-eigentlich-christa-loercher-300838.html
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