Heinrich von Helldorff (1870–1936)

Heinrich von Helldorff (1870–1936)

Heinrich Otto von Helldorff (* 18. Oktober 1870 in Halle (Saale); † 8. August 1936 auf Gut Baumersroda) war ein deutscher Verwaltungsjurist, königlich-preußischer Landrat und Präsident der Landwirtschaftskammer der Provinz Sachsen.

Leben

Er stammte aus der Adelsfamilie von Helldorff und war der Sohn des Gutsbesitzers und preußischen Landrats Karl von Helldorff (1828-1895), Gutsherr auf Baumersroda, und der Auguste Reinharth (1839-1909). Er studierte Rechtswissenschaft an der Universität Halle. Im Jahr 1895 veröffentlichte er seine Dissertation Die mittelbare Thäterschaft und die Verleitung zum Falscheide (§ 160 R.St.G.B.), Verlag Lippert, Naumburg (Saale) 1895. Nach seiner Promotion zum Dr.iur. trat er in den Staatsdienst ein.

Im Jahr 1903 wurde er kommissarischer Landrat des Kreises Querfurt im Regierungsbezirk Merseburg der preußischen Provinz Sachsen und Nachfolger von Eberhard Freiherr von der Recke. Das Amt übernahm er 1904 endgültig und übte es bis 1919 aus. Später wurde er Präsident der sächsischen Landwirtschaftskammer.

Er war Gutsherr auf Baumersroda, Schloss und Gut Bedra, Leiha, Schalkendorf und Petzkendorf (Landkreis Querfurt). Außerdem war Helldorff Rechtsritter des Johanniterordens.

Helldorff heiratete am 18. Mai 1900 auf Gut Dieskau (heute Ortsteil von Kabelsketal) Elisabeth (Else) von Bülow (* 14. März 1878 auf Gut Dieskau; † nach 1953), die Tochter des Gutsbesitzers Kurd von Bülow, Gutsherr auf Dieskau, und der Ulrike von Bülow. Das Ehepaar hatte fünf Kinder.

Literatur

  • Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815–1945, Reihe A: Preußen, Bd. 6: Provinz Sachsen, bearb. von Thomas Klein, Marburg/Lahn 1975, S. 139
  • Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser A Band I, Seite 132, Band 5 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1953

Weblinks


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