Langen- und Staufenbergplatte

Langen- und Staufenbergplatte

Die Langen- und Staufenbergplatte ist ein 29,52 km²[1] großer und im Staufenberg bis 361,2 m ü. NN[2] hoher Höhenzug bzw. Naturraum der Westhessischen Senke im Westhessischen Berg- und Senkenland. Sie liegt im nordhessischen Landkreis Kassel (Deutschland).

Inhaltsverzeichnis

Geographische Lage

Die Langen- und Staufenbergplatte befindet sich einige Kilometer nordwestlich der Großstadt Kassel. Mit Calden als Zentralort erstreckt sie sich in Nordnordwest-Südsüdost-Richtung zwischen Liebenau im Nordwesten vom waldreichen Langenberg (296,7 m ü. NN; Lage51.4455555555569.3461111111111296.7) vorbei an Hofgeismar im Norden, über Grebenstein und Espenau im Osten, bis nach Vellmar im Südosten und Ahnatal im Süden, wo sich der ebenfalls stark bewaldete Staufenberg (361,2 m ü. NN; Lage51.37749.4321361.2Koordinaten: 51° 22′ 39″ N, 9° 25′ 56″ O) erhebt. Nach Westen fällt ihre Landschaft in das zum Caldener Gebiet gehörende Tal der Nebelbeeke, nach Nordwesten im Liebenauer Gebiet zur Warme, nach Süden im Ahnataler Gebiet in das Tal der Ahne und nach Osten in den Gebieten von Espenau, Grebenstein und Hofgeismar zur Esse ab.

Naturräumliche Gliederung

Der Naturraum Langen- und Staufenbergplatte (Nummer 343.51) ist der langgestreckte Ostteil des Nordhabichtswälder Vorlands (343.5) in der naturräumlichen Haupteinheit Westhessische Senke (343), die zur Haupteinheitengruppe Westhessisches Berg- und Senkenland (34) gehört. Im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, wird er von diesen gleichgestellten naturräumlichen Nachbarn eingerahmt:

Im Norden grenzt die Landschaft an die Beverplatten (361.02). Nordöstlich und östlich liegt die großflächige Hofgeismarer Rötsenke (343.4). Im Südsüdosten breitet sich das Kasseler Becken (343.3) aus, in dem insbesondere Kassel liegt. Ihr äußerster (linker) Südzipfel stößt an den Naturraum Dörnberg und Schreckenberge (342.3), von wo aus sich die westlich der Langen- und Staufenbergplatte gelegene Westuffelner Senke (343.50) nach Norden bis zu den Beverplatten zieht.[1]

Landschaft

Die Langen- und Staufenbergplatte ist überwiegend im Norden, unter anderem mit dem Langenberg (296,7 m), und im Süden, zum Beispiel mit dem Staufenberg (361,2 m), sowie im Caldener Tiergarten (früher eingefriedetes Jagdgebiet) und abschnittsweise an ihrer Westflanke (u. a. mit Hegeholz und Schenkelwald) bewaldet. Auf ihrem südwestlich von Grebenstein gelegenen Mittelteil bei Calden ist sie vielerorts unbewaldet und wird landwirtschaftlich genutzt. Dort liegt der Flugplatz Kassel-Calden an der Bundesstraße 7.

Fließgewässer und Wasserscheiden

Durch den Südteil der Langen- und Staufenbergplatte zieht sich in ihrem Abschnitt zwischen den Naturräumen Dörnberg und Schreckenberge und Hofgeismarer Rötsenke die Diemel-Fulda-Wasserscheide. Vom westsüdwestlich gelegenen Hohen Dörnberg verläuft sie nach Osten über den Staufenberg und dann weiter über die Hochlage von Espenau zum noch weiter nordöstlich befindlichen Reinhardswald. Entwässert wird die Langen- und Staufenbergplatte in Richtung Süden durch kurze Bäche in den Fulda-Zufluss Ahne.

Entlang des Kamms der Langen- und Staufenbergplatte zieht sich von Südsüdost nach Nordnordwest die Warme-Esse-Wasserscheide. Von ihr fließen nach Westen jeweils kurze Bäche in den Warme-Zufluss Nebelbeeke und weiter nördlich direkt in die Warme und nach Osten unter anderem die Bäche Jungfernbach, Suderbach, Maibach und Nesselbach (in Süd-Nord-Richtung betrachtet) in den Diemel-Zufluss Esse.

Berge

Die Langen- und Staufenbergplatte besteht insbesondere aus diesen Bergkuppen – mit Höhe in Meter (m) über Normalnull (NN)[2]:

Einzelnachweise

  1. a b Karte und Beschreibung im Umweltatlas Hessen
  2. a b Kartendienste des BfN

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