- Saksylik Uschkempirow
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Saksylik Uschkempirow (* 6. Mai 1951 in Tegistik, Schambyl, Kasachstan) ist ein ehemaliger sowjetischer Ringer kasachischer Abstammung. Er wurde 1980 in Moskau Olympiasieger im griechisch-römischen Stil im Papiergewicht.
Inhaltsverzeichnis
Werdegang
Saksylik Uschkempirow aus Kasachstan schaffte erst im Alter von über 25 Jahren den Sprung in die sowjetische Spitzenklasse der Ringer im griechisch-römischen Stil. Er rang bei einer Größe von 1,56 Metern im Papiergewicht, das damals sein Gewichtslimit bei 48 kg Körpergewicht hatte. In der Sowjetunion beherrschten in den 1970er Jahre Wladimir Subkow und Alexei Schumakow das Papiergewicht.
In der internationalen Ringerszene machte er erstmals im Jahre 1977 auf sich aufmerksam, als er vom sowjetischen Ringerverband beim Großen Preis der Bundesrepublik Deutschland in Aschaffenburg eingesetzt wurde und dort hinter Constantin Alexandru aus Rumänien, aber vor Wieslaw Kucinski aus Polen und Jürgen Kleer aus der BRD den 2. Platz belegte.
Die nächsten bekannten Ergebnisse von Saksylik Uschkempirow sind ein 2. Platz bei der Meisterschaft der Sowjetunion 1978 hinter Wassili Anikin, vor Anatoli Basin und ein 3. Platz bei der Meisterschaft der Sowjetunion 1979 hinter Russanow, aber vor Alexei Schumakow. Bei der Spartakiade der UdSSR 1979 belegte er hinter Alexei Schumakow und vor Wiktor Sawtschuk, Wladimir Nezwetajew und Wassili Anikin den 2. Platz. Alle Wettbewerbe fanden im Papiergewicht statt.
Das große Jahr von Saksylik Uschkempirow wurde 1980. Bei der Europameisterschaft in Prievidza kam er im Papiergewicht mit Siegen über Uwe Baumann, DDR, Totio Andonow, Bulgarien, Ferenc Seres, Ungarn und Kent Andersson, Schweden in das Finale, in dem er dem Polen Roman Kierpacz nach Punkten unterlag und damit Vize-Europameister wurde. Er wurde dann auch bei den Olympischen Spielen des gleichen Jahres in Moskau eingesetzt. Dort besiegte er Weltmeister Constantin Alexandru und Europameister Roman Kierpacz in harten Kämpfen jeweils knapp nach Punkten und siegte auch über Ferenc Seres und Pawel Christow, Bulgarien, womit er ungeschlagen Olympiasieger wurde. Er war damit der erste Kasache, der Olympiasieger im Ringen wurde.
1981 startete er auch bei der Weltmeisterschaft in Oslo. Er besiegte dort Vincenzo Maenza aus Italien, der 1984 sein Nachfolger als Olympiasieger im Papiergewicht werden sollte, Totio Andonow aus Bulgarien, gegen den er hauchdünn mit 9:8 techn. Punkten gewann, Leszek Majkowski aus Polen und Salih Bora aus der Türkei und wurde damit auch Weltmeister.
Danach wurde er nur mehr bei einigen internationalen Turnieren eingesetzt. Das letzte bekannte Ereignis von ihm war der 2. Platz beim Klippan-Turnier 1983 hinter Bratan Zenow aus Bulgarien, vor Kent Andersson und Freddy Scherer aus der BRD. In der Sowjetunion wurde er bei den Meisterschaften von Wassili Anikin, Timor Taimuras Kasaraschwili und Magyatdin Allachwerdijew abgelöst.
Internationale Erfolge
Jahr Platz Wettbewerb Gewichtsklasse 1977 2. Großer Preis der BRD in Aschaffenburg Papier hinter Constantin Alexandru, Rumänien, vor Wieslaw Kucinski, Polen u. Jürgen Kleer, BRD 1980 1. TUL-Turnier in Helsinki Fliegen vor Atanas Nowikow, Bulgarien u. Heiko Röll, DDR 1980 2. EM in Prievidza Papier mit Siegen über Uwe Baumann, DDR, Totio Andonow, Bulgarien, Ferenc Seres, Ungarn und Kent Andersson, Schweden und einer Niederlage gegen Roman Kierpacz, Polen 1980 Gold OS in Moskau Papier mit Siegen über Constantin Alexandru, Roman Kierpacz, Ferenc Seres und Pawel Christow, Bulgarien 1981 1. WM in Oslo Papier mit Siegen über Vincenzo Maenza, Totio Andonow, Leszek Majkowski, Polen und Salih Bora, Türkei 1982 1. TUL-Turnier in Helsinki Fliegen vor Onni Luokkanen, Finnland und Walentin Kamenow, Bulgarien 1982 2. Welt Cup in Budapest Papier hinter Csaba Vadász, Ungarn, vor Ferenc Seres und T.C. Jones, USA 1983 2. Klippan-Turnier Papier hinter Bratan Zenow, Bulgarien, vor Kent Andersson und Freddy Scherer, BRD Anm.: alle Wettbewerbe im griechisch-römischen Stil, OS = Olympische Spiele, WM = Weltmeisterschaft, EM = Europameisterschaft, Papiergewicht, damals bis 48 kg, Fliegengewicht, bis 52 kg Körpergewicht
Quellen
- Datenbank des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaften der Universität Leipzig,
- Fachzeitschrift Der Ringer
Weblinks
- Profil von Saksylik Uschkempirow bei der Fédération Internationale des Luttes Associées (englisch)
- Saksylik Uschkempirow in der Datenbank von Sports-Reference.com (englisch)
1972: Gheorghe Berceanu | 1976: Alexei Schumakow | 1980: Saksylik Uschkempirow | 1984: Vincenzo Maenza | 1988: Vincenzo Maenza | 1992: Oleg Kutscherenko | 1996: Sim Kwon-ho
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