Luftlandeaufklärer

Luftlandeaufklärer

Als Luftlandeaufklärer werden die luftbeweglichen und zum Teil im Fallschirmsprung ausgebildeten gepanzerten Aufklärungsverbände des deutschen Heeres bezeichnet. Aus diesem Grund fühlen sie sich entsprechend eng mit der Tradition und dem Korpsgeist der Panzeraufklärungstruppe, die 2008 in der Heeresaufklärungstruppe aufging [1] , verbunden. Davon zeugte u.a. das schwarze Barett der Panzeraufklärungstruppe mit dem stürzenden Adler der Fallschirmjäger. Seit der Unterstellung unter die Luftlandebrigaden 26 und 31 tragen die Angehörigen der Kompanien das bordeauxrote Barett der Fallschirmjäger.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Internes Verbandsabzeichen LLAufklKp 260
Internes Verbandsabzeichen LLAufklKp 310

Der Bedarf an luftbeweglichen Aufklärungselementen für die Luftlandebrigaden bestand schon länger. Als ersten Schritt wurden im Jahre 1993 den beiden im Heer verbliebenden Luftlandebrigade 26 und 31 der 1. Luftlandedivision so genannte Luftlandebrigadespähzüge unterstellt. Aus dem LLBrigSpZg 31 ging 2000 schließlich die erste Luftlandeaufklärungskompanie, die LLAufklKp 310, in Lüneburg (Niedersachsen) hervor. Sie war der aus dem Kommando Luftbewegliche Kräfte (KLK) / 4. Division hervorgegangenen Division Spezielle Operationen direkt unterstellt. Schnell merkte man, dass dies keine Lösung war, da die Brigaden eigene Kräfte benötigten und eine Kompanie nicht ausreichen würde. Aus diesem Grund entstand wenige Jahre nach der in Dienststellung der LLAufklKp 310 die LLAufklKp 260 in Freyung. Beide Kompanien waren jedoch nicht selbstständig, die LLAufklKp 310 war dem in Lüneburg stationierten Panzeraufklärungsbataillon 3 an, die LLAufklKp 260 dem in Freyung stationierten Gebirgspanzeraufklärungsbataillon 8 unterstellt.

Mit Beginn der neuen Heeresstruktur Neues Heer und dem gleichzeitigen Start der Transformation der Bundeswehr wurden beide Kompanien den Luftlandebrigaden unterstellt und selbständig.

Auftrag

Die Luftlandeaufklärer sollen möglichst unabhängig ein genaues Lagebild des Gefechtsfeldes abliefern. Dazu gehört in erster Linie das Spähen, d.h. Beobachten (z.B. aus Verstecken) und Kampfhandlungen vermeiden. Ein weiterer Auftrag ist das Überwachen von Räumen. Hierzu zählen auch Patrouillen und das Kontrollieren von Verbindungslinien. Die technische Ausstattung durch Radarsysteme, Drohnen und Bodensensorausstattungen unterstützt das klassische Spähen. Durch diese Aufgaben sollen die Führungskapazitäten verstärkt werden.

Luftlandeaufklärer können sowohl per Fallschirmsprung, als auch direkt durch Hubschrauber abgesetzt werden. Sie kämpfen zu Fuß und mechanisiert. Deswegen auch die schwere Einordnung: sind es nun fallschirmspringende (Panzer)Aufklärer oder aufklärende Fallschirmjäger.

Organisation

Eine Luftlandeaufklärungskompanie gliedert sich wie folgt:

  • Kompanieführungsgruppe
  • Versorgungsgruppe
  • Technische Gruppe
  • zwei Luftlandespähzüge
    • drei Luftlandespähtrupps
  • technischer Aufklärungszug
    • Zugtrupp
    • drei Radartrupps
    • drei Bodensensortrupps
  • Feldnachrichtenzug
  • Drohnenaufklärungszug

Die LLAufkl 260, die den Eingreifkräften untersteht, ist ausgestattet mit dem Drohnenaufklärungssystem Luna, die LLAufklKp 310, die zu den Stabilisierungskräften gehört, besitzt das Drohnenaufklärungssystem KZO

Rekrutierung und Ausbildung

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Ausrüstung

Neben den üblichen Handfeuerwaffen der Bundeswehr ist der Wiesel der Kern der mechanisierten Luftlandeaufklärung. Der Wiesel 1 bietet als Spähpanzer drei Soldaten Platz. Eine Version des Wiesel 2 mit einem Gefechtsfeldradarsystem wird zur Zeit erprobt. Der Waffenträger lässt sich durch seine geringe Größe in einem mittleren Transporthubschrauber transportieren. Zwei Wiesel 1 oder ein Wiesel 2 finden Platz in einem CH-53 der Heeresflieger.

Verweise

Interne Verweise

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Aufstellung der Heeresaufklärungstruppe

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