Max Haufler

Max Haufler

Max Haufler (* 4. Juni 1910 in Basel; † 25. Juni 1965 in Zürich) war ein Schweizer Schauspieler, Filmregisseur, Drehbuchautor und Maler.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Der Sohn des Glasmalers Fritz Haufler lebte mit der Mutter und den Geschwistern ab 1917 in der Kommune am Monte Verità im Tessin, später in Agnuzo. Er besuchte das Literaturgymnasium in Lugano und lebte ab 1927 wieder in Basel.

Ab 1928 nahm Haufler an mehreren Kunstausstellungen teil, an denen er sich als Pleinair-Maler einen Namen machte. Dazu unternahm er Reisen durch England, Frankreich, Norwegen und Deutschland. Seinen Lebensunterhalt verdiente er sich zwischendurch auch als Gelegenheitsarbeiter. Er wurde Mitglied der Basler Künstlergruppen Rot-Blau und Gruppe 33. 1935 besuchte er die Akademie von Amédée Ozenfant in Paris.

1936 entschloss er sich zum Berufswechsel und trat als Schauspieler im Basler Kabarett Resslirytli auf. Kurz darauf erhielt er auch Filmrollen und konnte bereits 1938 in der autobiografisch gefärbten Verfilmung des Lebens von Joseph-Samuel Farinet nach dem Roman von Charles Ferdinand Ramuz sein Regiedebüt geben. Bald musste er sich im Spielfilm jedoch weitgehend auf die Tätigkeit als Schauspieler beschränken, da seine eigenwilligen Regiearbeiten nur ein begrenztes Publikum fanden.

Haufler inszenierte weiterhin Kurzdokumentationen, Auftrags- und Werbefilme und beteiligte sich an Hörspielen. 1949 bis 1952 spielte er im Cabaret Federal, 1951 bis 1957 gehörte er zum Ensemble beim Schauspielhaus Zürich, und 1957 bis 1959 gastierte er am Landestheater Darmstadt. In Deutschland sah man den gedrungenen, kleingewachsenen Haufler, der meist einfache Leute aus dem Volke spielte, auch in Fernsehfilmen.

Max Haufler war seit 1931 mit der Hamburgerin Lotte Kohn verheiratet. Ihre Kinder waren Janet (* 1931) und Yvar (* 1934). 1951 heiratete er die Schauspielerin Walburga Gmür. Fünf Jahre lang bemühte er sich vergeblich, den Roman Der Stumme von Otto F. Walter zu verfilmen. 1964 wurde seine Ehe geschieden. Am 25. Juni 1965 nahm er sich in seiner Zürcher Wohnung das Leben. Haufler wurde auf dem Zürcher Friedhof Rehalp (FG 86027) beerdigt.

Filmografie (Auswahl)

Darsteller

Regisseur

  • 1939: Farinet (L'or dans la montagne)
  • 1941: Emil, me mues halt rede mitenand!
  • 1942: Menschen, die vorüberziehen...
  • 1943: Wir bauen auf (Kurzdokumentarfilm)
  • 1944: Die bildspendende Flüssigkeit (Kurzdokumentarfilm)
  • 1945: Rieter-Werkfilm (Kurzdokumentarfilm)
  • 1946: Das Gesetz der Strasse (Kurzdokumentarfilm)
  • 1949: Venezianische Rhapsodie (Dokumentarfilm)
  • 1950: Die Herstellung von Maggis Produkten (Kurzdokumentarfilm)
  • 1951: Der Geist von Allenwil (Werbekurzfilm)
  • 1954: Ein Menschenalter (Kurzdokumentarfilm)
  • 1955: Modernste Vermessungsinstrumente (Kurzdokumentarfilm)

Regieassistent

Literatur

  • Richard Dindo et al.: Max Haufler. Der Maler, Schauspieler, Filmautor und Regisseur. Texte zum Schweizer Film, Band 6. Schweizerisches Filmzentrum, Zürich 1982, 217 S.
  • Hervé Dumont: Max Haufler. Censure l’herbier. Edition Travelling Nr. 50. Cinémathéque suisse, Lausanne 1977, 87 S.

Weblinks


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