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Westenholz Stadt DelbrückKoordinaten: 51° 45′ N, 8° 28′ O51.758.466666666666781Koordinaten: 51° 45′ 0″ N, 8° 28′ 0″ O Höhe: 81–106 m ü. NN Fläche: 31,75 km² Einwohner: 3.676 (30. Juni 2010) Eingemeindung: 1. Jan. 1975 Postleitzahl: 33129 Vorwahl: 02944, 05250, 05244, 02948 Lage von Westenholz in Delbrück
Westenholz ist der westlichste und flächenmäßig mit Abstand der größte Stadtteil der Stadt Delbrück in Nordrhein-Westfalen, Deutschland. Hinsichtlich der Einwohnerzahl ist er nach dem Stadtteil Delbrück der zweitgrößte Ort innerhalb der Stadt Delbrück. Westenholz hat 3.676 Einwohner[1].
Inhaltsverzeichnis
Geografie
Westenholz liegt im Osten der Westfälischen Bucht. Nachbarorte sind der Rietberger Stadtteil Mastholte (Kreis Gütersloh), die Delbrücker Stadtteile Schöning und Hagen , der Salzkottener Stadtteil Mantinghausen sowie der Stadtteil Rebbeke der Stadt Lippstadt im Kreis Soest (Regierungsbezirk Arnsberg).
Geschichte
Archäologische Funde, die in der Heimatstube Westenholz ausgestellt sind, lassen bereits auf eine steinzeitliche Besiedlung von Westenholz schließen.
Das Gebiet von Westenholz gehört schon seit dem frühen Mittelalter zum Gebiet des späteren Hochstifts Paderborn.
1802 verlor das Hochstift Paderborn mit der Besetzung durch Preußen seine staatliche Selbständigkeit, fiel 1807 für wenige Jahre an das Königreich Westfalen und 1813 nach der napoleonischen Niederlage an Preußen zurück. Westenholz wurde der 1815 gegründeten Provinz Westfalen eingegliedert und kam durch Erlass der Königlichen Regierung in Minden zum 1816 gegründeten Kreis Paderborn.
Bei der Einteilung der Landkreise in Ämter kam Westenholz zum Amt Delbrück.
Eingemeindungen
Wappenzeichen der Delbrücker Ortschaft WestenholzVor dem 1. Januar 1975 gehörte die damalige Gemeinde Westenholz zum Amt Delbrück des bisherigen Kreises Paderborn. Mit Inkrafttreten des Sauerland/Paderborn-Gesetzes an diesem Tage wurden die Gemeinden dieses Amtes mit den drei Lippegemeinden Anreppen, Bentfeld und Boke des Amtes Salzkotten-Boke im Kreis Büren zur neuen Stadt Delbrück im neuen Kreis Paderborn zusammengelegt.[2] Rechtsnachfolgerin der Gemeinde Westenholz und des aufgelösten Amtes Delbrück war die neue Stadt Delbrück. Gebietsteile der Gemeinde Westenholz wurden in die Stadt Rietberg, Ortschaft Mastholte, eingegliedert.
Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohnerzahl 1871 1488 1925 1642 1939 1798 1946 2564 1950 2455 2004 3842 2010 3676 Religionen
Die Mehrheit der Bevölkerung von Westenholz ist katholisch. Sie gehört zur Pfarrgemeinde Sankt Josef Westenholz im Dekanat Büren-Delbrück des Erzbistums Paderborn. Die Protestanten in Westenholz gehören zur evangelischen Kirchengemeinde Delbrück im Kirchenkreis Paderborn der Evangelischen Kirche von Westfalen.
Politik
Von den 2844 Wahlberechtigten in Westenholz stimmten bei der letzten Kommunalwahl 2004 1682 (Wahlbeteiligung 59,14 %, davon 1659 oder 98,63 % gültige und 23 oder 1,37 % ungültige Stimmen) bei der Wahl zum Delbrücker Stadtrat wie folgt ab [3]:
Partei Stimmenanzahl Stimmenanteil Pseudografik CDU 1.312 79,08 % •••••••••••••••• SPD 167 10,07 % •• FDP 93 5,61 % • GABI 87 5,24 % • Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die katholische Pfarrkirche St. Joseph wurde 1901–1905 von Arnold Güldenpfennig errichtet. Die Ausstattung stammt zumeist aus der Wiedenbrücker Schule. Weiterhin gibt es im Ortsteil Mühlenheide die Marienkirche, welche aufgrund der großen Entfernung zum Dorf 1950 gebaut wurde.
Westenholz wurde 1985 im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden als Bundesgolddorf ausgezeichnet, vor allem für die umweltbewusste Dorfentwicklung.
Seit 1996 besteht eine Partnerschaft mit der ungarischen Stadt Budakeszi.
Der Freie Stuhl ist eine historische Gerichtsstätte (siehe Feme) an der Stelle, wo heute die Kreise Gütersloh, Paderborn und Soest aneinander grenzen.
Sehenswert ist auch das älteste profane Gebäude im Stadtgebiet Delbrück. Es ist ein Speicher aus dem Jahre 1577, der sich auf dem Hof Sudhoff befindet.
Für die mehr als 30 Vereine in Westenholz steht ein neues Sport- und Begegnungszentrum zur Verfügung.
In Westenholz befindet sich auch eine Swingolf-Anlage und eine Straußenfarm.
Wirtschaft und Infrastruktur
Westenholz ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt, hat jedoch auch Betriebe der Möbelindustrie (insbesondere Schlaf- und Wohnmöbel; ein großes Möbelgeschäft).
Auszeichnungen
Westenholz hat 1985 beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" (heute: "Unser Dorf hat Zukunft") die Goldmedaille gewonnen.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Stadtverwaltung Delbrück: Bürgerbroschüre Stadt Delbrück, Stand: Dezember 2010
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
- ↑ Stadt Delbrück - Kommunalwahlen NRW 26. September 2004 bei infokom-gt.de
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