- Wolfgang Schulze (Sprachwissenschaftler)
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Wolfgang Matthias Schulze (* 29. Januar 1953 in Berlin-Charlottenburg) ist ein deutscher Sprachwissenschaftler.
Leben
Schulze besuchte 1958–60 die Elementarschule im französischen Barbizon, 1960–62 die internationale Schule in Fontainebleau, 1962–63 die Grundschule in Langenhagen bei Hannover. 1963 wechselte er auf das Gymnasium Adolfinum in Bückeburg, 1965 an die Schleeschule in Hamburg, 1970 ans Helmholtz-Gymnasium Bonn, wo er 1972 die Abiturprüfungen bestand. An seine Schulzeit schloss er einen zweijährigen Dienst bei der Bundeswehr an.
Von 1974 bis 1981 studierte Schulze an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn Allgemeine Sprachwissenschaft, Indogermanistik, Germanistik, Orientalistik, Semitistik und Ägyptologie. 1976 erwarb er das Übersetzer-Diplom für das Arabische. Von 1975 bis 1979 war Schulze studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskraft am Sprachwissenschaftlichen Institut. 1981 wurde er mit dem Prädikat „summa cum laude, valde laudabilis“ in der Allgemeinen Sprachwissenschaft promoviert und beteiligte sich bis 1982 an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt „Sprachwissenschaftliches Wörterbuch“ unter Johann Knobloch. 1982–84 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Winfried Lenders am vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekt „Aufbau einer kumulierten Wortdatenbank für das Deutsche“. 1983–87 war er Lehrbeauftragter für Sprachwissenschaft. 1985 erhielt er ein Habilitationsstipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (bis 1987). 1988 ging er als Lektor des DAAD ans Collège de France in Paris.
1989 habilitierte er sich in Bonn für Vergleichende Sprachwissenschaft und wurde Privatdozent, 1991 erhielt er die Lehrbefugnis für Allgemeine Sprachwissenschaft. 1990–91 war er gleichzeitig Lehrbeauftragter der Allgemeinen Sprachwissenschaft am Centre de recherches sur le traitement automatique des langues in Paris und freier Mitarbeiter beim Observateur des industries de la langue. 1991–92 vertrat er den Lehrstuhl für Allgemeine Sprachwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und wurde 1992 zum ordentlichen Professor ernannt.
Schulze ist verheiratet und hat vier Kinder.
Forschungsschwerpunkte
Neben zahlreichen Feldern der Allgemeinen Sprachwissenschaft, allgemeinen und speziellen Grammatiktheorie und Typologie beschäftigt sich Schulze auch mit den einzelnen Sprachen der Welt (kaukasische, asiatische, indogermanische Sprachen) und mit der Etruskischen Sprache und Linear A.
Weblinks
- Literatur von und über Wolfgang Schulze (Sprachwissenschaftler) im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Wolfgang Schulze an der LMU München
- Homepage von Wolfgang Schulze
Inhaber des Lehrstuhls und der Professuren für Sprachwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität MünchenLehrstuhl für Historische und Indogermanische Sprachwissenschaft: Wilhelm Streitberg (1909–1920) | Gustav Herbig (1922–1925) | Ferdinand Sommer (1926–1951) | Wilhelm Wissmann (1953–1966) | Meinrad Scheller (1968–1975) | Klaus Strunk (1977–1999) | Peter Schrijver (1999–2005) | Olav Hackstein (seit 2005)
Allgemeine und Typologische Sprachwissenschaft: Hans-Jürgen Sasse (1977–1987) | Michael Job (1988–1991) | Wolfgang Schulze (seit 1992)
Professur für Albanologie: Martin Camaj (1971–1990) Wilfried Fiedler (1991–1999) Bardhyl Demiraj (seit 2001)
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