Calciumacetat

Calciumacetat
Strukturformel
Calciumkation Acetatanion \mathrm{ \ \!\ \Biggr]_2}
Allgemeines
Name Calciumacetat
Andere Namen
  • Calciumethanoat (nach IUPAC)
  • Kalziumacetat
  • Calciumdiacetat
Summenformel Ca(C2H3O2)2
CAS-Nummer
  • 62-54-4 (wasserfrei)
  • 114460-21-8 (Hydrat)
ATC-Code

A12AA12

Kurzbeschreibung

farbloser Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 158,17 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,34 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

Zersetzung: ab 160 °C[1]

Löslichkeit

gut löslich in Wasser (374 g*l-1) [1]

Sicherheitshinweise
Bitte beachten Sie die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315-319-335
EUH: keine EUH-Sätze
P: 261-​305+351+338 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26-36
LD50

4280 mg·kg−1 (Ratte, oral)[4]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Calciumacetat (E 263) ist eine chemische Verbindung mit der chemischen Formel Ca(H3CCOO)2. Es ist ein Calcium-Salz der Essigsäure. Es ist ein weißer Feststoff, mit leichtem Geruch nach Essigsäure und stark herbem Geschmack.

In der Lieferform enthält Calciumacetat wechselnde Mengen Kristallwasser. Bei normalen Bedingungen (Raumtemperatur, 65 % Luftfeuchtigkeit) ist die Verbindung mit etwa 2 Mol Kristallwasser beständig. Bei 60 °C löst sich die Verbindung im eigenen Kristallwasser, was einem Schmelzen gleichkommt. Calciumacetat ist ein Zwischenprodukt bei der Herstellung von Aceton aus Calciumcarbonat und Essigsäure mit der sogenannten "Kalksalzdestillation", da es beim Erhitzen u.a. in Aceton zerfällt.

Herstellung von Aceton aus Calciumcarbonat und Essigsäure ("Kalksalzdestillation").

Verwendung

Es wird unter der Nummer E 263 als säureregulierender und konservierender Lebensmittelzusatzstoff verwendet.

Calciumacetat wird oft als Extraktionsmittel für Bodenproben gebraucht. Zudem wird es in Kombination mit Brennspiritus als Brennpaste verwendet.

Darüber hinaus wird es als Medikament zur Behandlung erhöhter Phosphatspiegel bei chronischer Niereninsuffizienz in der Nephrologie eingesetzt.

Auch die vielerorts erhältlichen Taschenwärmer enthalten eine Calcium- oder Natriumacetatlösung. Durch Verformung des Metallplätchens entsteht ein Kristallisationskeim. Nach wenigen Sekunden ist das gesamte Acetat kristallisiert, gibt aber über einen längeren Zeitraum die entstandene Kristallisationswärme ab. Die Dauer ist dabei vor allem von der Größe des Wärmekissens (Verhältnis Volumen : Oberfläche)und von der Umgebungstemperatur abhängig.

Einzelnachweise

  1. a b c d Eintrag zu Calciumacetat in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 2. Dezember 2007 (JavaScript erforderlich).
  2. Brockhaus ABC Chemie, VEB F. A. Brockhaus Verlag Leipzig 1965, S. 629.
  3. a b Datenblatt Calcium acetate hydrate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 15. März 2011.
  4. Datenblatt Calciumacetat bei Carl Roth, abgerufen am 14. Dezember 2010.

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