Marian Eleganti

Marian Eleganti

Marian Eleganti OSB (* 7. April 1955 in Uznach, Kanton St. Gallen) ist ein Schweizer Ordenspriester, römisch-katholischer Theologe und Weihbischof im Bistum Chur. Von 1999 bis 2009 war er Abt der Abtei St. Otmarsberg.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Eugen Eleganti besuchte die benediktinische Stiftsschule Einsiedeln. 1974 trat er der Ordensgemeinschaft der Benediktiner im Kloster Einsiedeln bei und legte 1975 die zeitliche Profess ab, wo er den Ordensnamen David annahm. Ein Jahr später trat er aus dem Kloster aus und wurde in Rom Mitglied der Gemeinschaft Priesterwerk um den suspendierten österreichischen Priester Josef Seidnitzer (Die Gemeinschaft heißt heute „Pro Deo et fratribus - Familie Mariens“ [PDF-FM]).[1] In Rom setzte er seine Ausbildung fort und studierte katholische Theologie an der Päpstlichen Lateranuniversität. 1978 übernahm er Leitungsaufgaben für die Gemeinschaft in Innsbruck. 1990 trat er aus der Gemeinschaft aus. Es war zum „offenen Bruch“ mit Josef Seidnitzer gekommen.[2] Über seine Mitgliedschaft im Priesterwerk sagt er heute: „Ich weiss, wie schnell man sich auf der Suche nach Wahrheit verirren kann.“[3] 1990 trat er schließlich in die Abtei der Missionsbenediktiner in St. Otmarsberg in Uznach ein, wo er den Ordensnamen Marian annahm. 1994 beendete er sein Theologiestudium in Salzburg. Am 2. Oktober 1994 legte er seine Profess ab, wurde am 16. November 1994 durch Bischof Otmar Mäder zum Diakon geweiht und empfing am 23. Juni 1995 durch den Bischof von St. Gallen, Ivo Fürer, die Priesterweihe. 2003 wurde er an der Paris-Lodron-Universität Salzburg mit der Arbeit über den Wahrheitsbegriff bei Romano Guardini mit summa cum laude zum Dr. theol. promoviert.

Abt und Weihbischof

Am 15. Juli 1999 wählten ihn die Mönche der Abtei Uznach, der jüngsten Abtei der Schweiz, zum zweiten Abt des Klosters. Er folgte in diesem Amt auf Ivo Auf der Maur. Die Benediktion erhielt er durch Ivo Fürer am 29. August 1999.

Am 7. Dezember 2009 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Titularbischof von Lamdia und zum Weihbischof in Chur. Die Bischofsweihe spendete ihm Bischof Vitus Huonder am 31. Januar 2010 in der Churer Kathedrale St. Maria Himmelfahrt. Mitkonsekratoren waren der Apostolische Nuntius in der Schweiz und in Liechtenstein, Erzbischof Francesco Canalini, und der emeritierte Bischof von Chur, Amédée Grab OSB.

Weihbischof Eleganti wird als Bischofsvikar bis Sommer 2011 die Kantone Zürich und Glarus betreuen. Im März 2010 wurde Eleganti durch die die 287. Ordentliche Vollversammlung der Schweizer Bischofskonferenz in Nachfolge von Denis Theurillat zum Schweizer Jugendbischof bestellt. Ab Sommer 2011 wird Eleganti Nachfolger von Ernst Fuchs als Regens des diözesanen Priesterseminars in Chur. Zudem wird er Bischofsvikar für die Ordensleute.[4]

Er ist Ehren-Konventualkaplan der Helvetischen Assoziation des Malteserordens.

Einzelnachweise

  1. Vgl. http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Die-dunkle-Vergangenheit-von-Bischof-Eleganti/story/27177352
  2. http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/man_muss_immer_mit_der_suende_rechnen_der_mensch_ist_schwach_1.5158592.html
  3. http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/man_muss_immer_mit_der_suende_rechnen_der_mensch_ist_schwach_1.5158592.html
  4. Schweiz: Kein zweiter Weihbischof, Radio Vatikan, 17. Februar 2011

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