- Zygmunt Józef Pawłowicz
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Zygmunt Józef Pawłowicz (* 18. November 1927 in Danzig; † 18. März 2010 ebenda) war römisch-katholischer Weihbischof in Danzig.
Leben
Zygmunt Józef Pawłowicz konnte durch den Zweiten Weltkrieg erst 1947 sein Abitur am Lyzeum in Culmsee absolvieren. Er trat anschließend in das Priesterseminar des Bistums Danzig in Pelplin ein und empfing am 20. September 1952 das Sakrament der Priesterweihe. 1952 war er zunächst Vikar in der Pfarrei in Danzig-Heubude. Da er sich weigerte, sich auf die Liste der „Patrioten-Priester“ setzen zu lassen, musste er Danzig verlassen und war 1953 in Wielle im Bistum Kulm tätig. Nach kurzem Vikariat in Tiegenhof war er bis 1957 in Zoppot.
Von 1957 bis 1964 war er in der Diözesankurie von Bischof Edmund Nowicki als Notar tätig. 1959 absolvierte er ein Aufbaustudium an der Katholischen Universität Lublin mit einem Lizentiat in Theologie. Er war als Sekretär der Synodenkommission maßgeblich beteiligt an der II. Danziger Synode von 1961.
Von 1964 bis 1966 war Zygmunt Pawłowicz Pfarrer in Steegen bei Danzig, wo er unter anderem das ehemalige KZ Stutthof betreute. Von 1966 bis 1985 war Pfarrer in Danzig-Brösen (Gdańsk-Brzeźno). Ab 1971 war er zudem in der Diözesanverwaltung tätig und wurde 1973 zum Monsignore ernannt. 1976 wurde er an der Katholische Akademie Warschau (ATK) mit der Arbeit „Religiös-historische Anthropologie nach Franz Sawicki“ zum Dr. theol. promoviert. 1985 habilitierte er sich mit der dogmatischen Schrift „Die Lehre postkonziliarer europäischer Synoden über den Menschen“. Er lehrte ab 1974 am Danziger Priesterseminar Fundamentaltheologie, ab 1990 zudem Religionsphilosophie und Dogmatik und veröffentlichte über 150 Aufsätze und über 20 Werke.
1985 ernannte ihn Johannes Paul II. zum Titularbischof von Tamallula und bestellte ihn zum Weihbischof im Erzbistum Danzig. Józef Kardinal Glemp, Erzbischof von Warschau, spendete ihm am 7. September 1985 in der Danziger Marienkirche die Bischofsweihe; Mitkonsekratoren waren Tadeusz Gocłowski CM, Bischof von Danzig, und Marian Przykucki, Bischof von Kulm.
Im selben Jahr wurde er zum Generalvikar des Erzbischöflichen Ordinariates von Danzig ernannt. Er war Dompropst des Doms zu Oliva. Zygmunt Pawłowicz war Mitglied der Kommission für die Angelegenheiten des Klerus, des Wissenschaftsrates der Bischofskonferenz und Rates für den Dialog mit den Nichtgläubigen. 1990 wurde er Sektenbeauftragter der polnischen Bischofskonferenz. 2005 wurde dem Rücktrittsgesuch aus Altersgründen stattgegeben.
Bischof Zygmunt Józef Pawłowicz ist am 18. März 2010 nach schwerer Krankheit verstorben. Seine letzte Ruhestätte fand er in der Krypta der Bischöfe von Danzig, (ehem. Zisterzienser-Klosterkirche), heutige Kathedrale des Erzbistums Danzig.
Schriften
- Nauka posoborowych synodów europejskich o człowieku, 1984 (Habilitationsschrift)
- Kościoły Gdańska i Sopotu, Wydawn. Diecezji Gdańskiej Stella Maris 1991, ISBN 8385111166
- Sakrament bierzmowania: katechezy i nabożeństwa przygotowujące do bierzmowania, 1992
- Człowiek a Eucharystia, Wydawnictwo Archidiecezji Gdańskiej Stella Maris 1993
- Kościół i sekty w Polsce, Wydawn. Archidiecezji Gdańskiej 1996 (2. Auflage), ISBN 8385111107
- ABC o sektach, Wydaw. Stella Maris 2000, ISBN 8385111301
- Kościół i państwo w PRL: (1944-1989), Wydaw. Oficyna Pomorska 2004, ISBN 8386527226
- Eucharystia: źródło i szczyt, Bernardinum 2006, ISBN 8373803564
- Leksykon Kościołów, ruchów religijnych i sekt w Polsce, Kuria Metropolitalna 2008, ISBN 8360134332
Weblinks
- Eintrag über Zygmunt Józef Pawłowicz auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Lebensbilder: Zygmunt Józef Pawłowicz in Stefan Samerski: „Das Bistum Danzig in Lebensbildern“, Seite 137 ff.
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