Resident Evil: Afterlife

Resident Evil: Afterlife
Filmdaten
Deutscher Titel Resident Evil: Afterlife
Produktionsland Deutschland, Frankreich, USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 96 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
Stab
Regie Paul W. S. Anderson
Drehbuch Paul W. S. Anderson
Produktion Paul W. S. Anderson
Jeremy Bolt
Don Carmody
Bernd Eichinger
Samuel Hadida
Robert Kulzer
Musik Tomandandy
Kamera Glen MacPherson
Schnitt Niven Howie
Besetzung

Resident Evil: Afterlife ist ein komplett in 3D gedrehter Sci-Fi-Action-Horrorfilm von Paul W. S. Anderson aus dem Jahr 2010. Der Film ist eine Fortsetzung der auf dem gleichnamigen Videospiel Resident Evil basierenden Filmreihe Resident Evil.

Der Film lief im September 2010 in den europäischen Kinos an.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Zu Beginn des Filmes sieht man mehrere Minuten lang eine junge Frau völlig teilnahmslos im Regen auf einem belebten Platz in Tokio stehen. Plötzlich reißt der eben mutierte Zombie den Kopf hoch und fällt einen an ihr vorbeilaufenden Mann an. Daraufhin sieht man in einer Kamerafahrt nach oben, wie sich das T-Virus über Tokio verbreitet, indem die Lichter der Stadt erlöschen. Dann setzt die eigentliche Handlung ein, die ein Jahr nach dem Vorgänger Resident Evil: Extinction spielt.

Nachdem Alice und ihre Klone wie am Ende des letzten Teils angekündigt, das Hauptquartier von Umbrella in Tokio erobert haben, flieht der mittlerweile selber mit dem T-Virus infizierte Albert Wesker mit einem Flugzeug aus der Basis. Er aktiviert per Funk einen Selbstzerstörungsmechanismus und vernichtet das Hauptquartier und dabei auch halb Tokio. An Bord des Flugzeuges befindet sich auch die echte Alice. Wesker kann sie überrumpeln, heilt sie vom T-Virus (wofür sich Alice bedankt, da sie nun wieder menschlich wird) und nimmt ihr damit alle außergewöhnlichen Fähigkeiten. Im sich daraufhin entwickelnden Zweikampf gerät das Flugzeug außer Kontrolle und stürzt ab.

Alice überlebt den Absturz und macht sich auf die Suche nach Claire Redfield und den anderen Überlebenden des vorhergehenden Films, die mit einem Hubschrauber nach Alaska geflohen sind, um Arcadia zu finden. Arcadia soll einem Funkspruch zufolge ein Ort sein, an dem der verbliebene Rest der Menschheit in Sicherheit leben können soll. Doch sechs Monate später findet Alice dort abgesehen von leeren Flugzeugen und einer erinnerungslosen, von einem Gerät in Spinnenform beeinflussten Claire niemanden. Alice überwältigt Claire und entfernt ihr das Gerät.

So macht sich Alice, zusammen mit Claire erneut auf den Weg und fliegt mit ihrem Flugzeug Richtung Süden. In Los Angeles entdeckt sie einen auf das Dach eines Hochsicherheitsgefängnis geschriebenen Hilferuf, und um das Gebäude drängen sich Zehntausende von Zombies. Nach einer halben Bruchlandung auf dem Gefängnisdach erfährt sie von den dort lebenden Menschen, dass es sich bei Arcadia um keinen Ort, sondern um ein Schiff handelt, das vor der Küste von Los Angeles ankert. Allerdings gibt es von dort seit zwei Tagen kein Lebenszeichen mehr.

Das Ziel der Gruppe richtet sich nun darauf, dieses Schiff zu erreichen. Das Flugzeug erweist sich als zu klein, und ein gepanzertes Militärfahrzeug als unbrauchbar. Als die Zombies das Gefängnis schließlich erstürmen, nutzt die Gruppe um Alice ihre einzige Chance und flieht unter Führung von Chris Redfield, dem im Gefängnis festgehaltenen Bruder von Claire, durch die unterirdischen Kanäle. Doch nur Alice, Claire und Chris erreichen lebend die Küste und können auf die Arcadia übersetzen.

Das Schiff erscheint menschenleer, die Besatzung ist vor wenigen Tagen mit den Rettungsbooten geflohen. Eine unmittelbare Gefahr ist jedoch nicht erkennbar. Dann entdecken die drei Überlebenden das Zeichen von Umbrella und enttarnen das scheinbar sichere Schiff als Falle für die letzten Reste der Menschheit. Die scheinbar geretteten Menschen werden für Experimente missbraucht. In dieser Sekunde kehrt auch bei Claire die Erinnerung an die Vergangenheit zurück.

Bei der weiteren Durchsuchung des Schiffes stoßen die drei auf Albert Wesker, der den Flugzeugabsturz ebenfalls überlebt hat. Gemeinsam können sie – den durch den T-Virus mit übermenschlichen Fähigkeiten ausgestatteten – Wesker besiegen. Zwar kann er fliehen, doch – die durch die Ereignisse in Tokio gewarnte – Alice hat den nun ihr bekannten Sprengsatz für die Selbstzerstörung bereits an Bord des Flugzeugs geschafft. Als Wesker nun vermeintlich das Schiff aus der Ferne zerstören möchte, explodiert stattdessen sein Flugzeug, und er wird augenscheinlich dadurch getötet. Kurz darauf ist Luther West zu sehen, einer der Überlebenden aus dem Gefängnis, der bei der Flucht aus dem Gefängnis verschollen ist und nun doch noch aus den Kanälen entkommt beziehungsweise die Küste erreicht. Weit im Hintergrund ist ein Fallschirm erkennbar, der auf das Überleben Weskers hindeutet.

Die an Bord vor den Experimenten geretteten Menschen versammeln sich auf dem Deck des Schiffes, und Alice plant das Schiff zu dem zu machen, als was es sich ausgegeben hat: Zum letzten sicheren Ort auf dem Planeten, auf das sich die letzten Überlebenden retten können.

In diesem Moment fliegt eine Staffel Umbrella-Flugzeuge auf das Schiff zu. Im Nachspann stellt sich heraus, dass sich an Bord Soldaten unter Führung der aus Resident Evil: Apocalypse bekannten Jill Valentine befinden, die wie zuvor auch Claire unter dem Einfluss eines Spinnengeräts steht. Ihr Ziel ist die Vernichtung aller Menschen an Bord des Schiffes, besonders Alice, Claire und Chris.

Filmreihe

Die Filmreihe umfasst bereits drei Vorgänger:

Eine weitere Fortsetzung soll 2012 unter dem Titel Resident Evil: Retribution erscheinen.[2]

Trivia

  • Der Film bietet Parallelen zum Videospiel Resident Evil 5. Die Infizierten – sowohl Menschen als auch Hunde – können nun die Unterhälfte ihrer Gesichter spalten und tentakelähnliche Arme herausstrecken. Auch der aus dem Spiel bekannte Zwischengegner, eine Art Henker mit Kapuze über dem Gesicht und einer riesigen Axt, hat einen Auftritt. Außerdem entspricht der Kampf zwischen Chris und Claire Redfield gegen Albert Wesker in Teilen einer Sequenz aus dem Spiel.
  • Im Vorgänger Resident Evil: Extinction wird die Welt als ausgestorbene Wüste dargestellt, bedingt durch die Auswirkungen des T-Virus. Doch die Orte, die man im Film zu Gesicht bekommt (Alaska, Tokio, Hollywood), wirken zwar zerstört und verlassen, jedoch bieten diese Orte immer noch gut ausgebildete Vegetation.

Kritik

„Acht Jahre nachdem er den ersten ‚Resident Evil‘-Film inszeniert hat, kehrt Regisseur Paul W. S. Anderson hinter die Kamera zurück und präsentiert ein ironiefreies Horrorspektakel, das sich mit seinen zahlreichen Anspielungen wieder primär an Fans der 1996 ins Leben gerufenen Konsolenspielreihe zu richten scheint. Leider führt die extrem schlichte Shooter-Dramaturgie dazu, dass die Akteure noch emotionsloser agieren als ihre Computer-Vorbilder – in Jovovichs Fall noch potenziert durch eine sagenhaft dröge Synchronstimme. Damit könnte man ‚Resident Evil: Afterlife‘ eigentlich als cineastischen Rohrkrepierer verbuchen – wenn da nicht die durchgestylten Actioneinlagen wären. Gefilmt mit dem von James Cameron für ‚Avatar‘ entwickelten Fusion Camera System streut Anderson in seine furiosen Bleigewitter schwelgerische Zeitlupen- und Freezframe-Effekte ein, die in 3D eine atemberaubende Wirkung entfalten – kongenial untermalt mit apokalyptischen Industrial-Rock-Klängen des Soundtüftlerduos TOMANDANDY. Fazit: Erschreckend schlichtes Horrorspektakel, dessen durchgestylten Actioneinlagen in 3D jedoch atemberaubende Schauwerte liefern“

Cinema[3]

„Neben den handwerklichen Mängeln fällt besonders ins Gewicht, dass der Film keine Geschichte erzählt, sondern lediglich einen eintönigen Action-Parcours ohne Anfang, Höhepunkte und Schluss durchexerziert. Während des Abspanns wird die Sicherheit, in der sich die Überlebenden wähnen, durch eine Szene unterlaufen, die das nächste Sequel vorbereitet. Ein Beleg dafür, dass ‚Resident Evil: Afterlife‘ selbst innerhalb seiner Filmreihe überflüssig ist; eine an Ideen arme, in Teilen amateurhaft wirkende Genreproduktion, die zusätzlich durch einige erzählerische Logikbrüche irritiert. ‚Vielleicht ergibt bald alles einen Sinn‘, heißt es einmal. Eine bange Hoffnung.“

film-dienst[4]

Produktionsgeschichte

Im Mai 2005 gaben die Produzenten von Resident Evil: Extinction bekannt, dass es eine mögliche Fortsetzung des Films geben wird.[5] Nach dem Erfolg von Extinction wurde mit der Entwicklung des Films im Juni 2008 begonnen. Der Film ist eine Co-Produktion von Constantin Film Produktion GmbH, Davis-Films, Impact Pictures und Resident Evil Productions im Verleih der Screen Gems Inc. in den USA und Constantin Film in Deutschland.

Bei den Dreharbeiten, welche von September bis Dezember 2009 in Toronto stattfanden, wurde auf 3D-Technik zurückgegriffen, die aus Filmen wie Avatar – Aufbruch nach Pandora von James Cameron bekannt ist. Es ist der erste in 3D erschienene Film in dieser Reihe.

Soundtrack

Der offizielle Soundtrack zum Film erschien am 24. September 2010, Komponisten waren Tomandandy.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung der FSK
  2. Resident 5 (2012). Internet Movie Database, abgerufen am 30. September 2011 (englisch).
  3. Cinema.de: Kritik
  4. film-dienst, 20/2010
  5. Fortsetzung von Resident Evil auf Hollywoodreporter.com, aufgerufen am 12. Februar 2011

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