- Eva Rühmkorf
-
Eva Rühmkorf geb. Titze (* 6. März 1935 in Breslau) ist eine deutsche Psychologin und Politikerin (SPD).
Sie war von 1988 bis 1990 Bildungsministerin und von 1990 bis 1992 Ministerin für Bundesangelegenheiten sowie Stellvertreterin des Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein
Inhaltsverzeichnis
Leben und Beruf
Nach dem Abitur absolvierte Eva Rühmkorf ein Studium der Psychologie, Theologie und Germanistik in Marburg und Hamburg, welches sie als Diplom-Psychologin beendete. Während ihres Studiums war sie Mitglied im SDS. Sie beteiligte sich aktiv an der Kampagne gegen die Wiederaufrüstung der Bundesrepublik Deutschland. Anschließend war sie als Marktforscherin bei verschiedenen Werbeagenturen tätig und trat 1968 in den Dienst der Justizbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg ein. Hier war sie bis 1973 als Grundsatzreferentin im Strafvollzug tätig und anschließend bis 1978 Direktorin der Jugendstrafanstalt Vierlande in Hamburg-Bergedorf. Seit 1979 war sie die erste Gleichstellungsbeauftragte des Hamburger Senats.
Eva-Marie Rühmkorf zählt zu den ersten Frauen, die die Politik zum Beruf machten. Sie war seit 1964 mit dem Schriftsteller Peter Rühmkorf (1929-2008) verheiratet. Sie beschreibt sich selbst als linke Sozialdemokratin, Pazifistin und Feministin.[1]
Öffentliche Ämter
Im Januar 1979 übernahm sie die Leitung der Leitstelle Gleichstellung der Frau der Freien und Hansestadt Hamburg; 1983 wurde sie zur Staatsrätin ernannt.
Am 31. Mai 1988 wurde sie als Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur in die von Ministerpräsident Björn Engholm geführte Landesregierung des Landes Schleswig-Holstein berufen. Ihre Aufgabe war es in diesem Amt, die Neugründung von Gesamtschulen voranzutreiben, und stieß damit auf erheblichen Widerstand in der Bevölkerung. So kam es schließlich zu einer Ämterrochade mit der Ministerin Marianne Tidick. Diese übernahm am 1. Juni 1990 das Bildungsressort und Eva Rühmkorf das Ministerium für Bundesangelenheiten. Gleichzeitig wurde sie auch zur Stellvertreterin des Ministerpräsidenten ernannt. Nach der Landtagswahl 1992 schied sie am 5. Mai 1992 aus der Landesregierung aus.
Anmerkungen
- ↑ Selbstauskunft. In: Radiosendung wdr5 am 11. Januar 2009, 19.05-19.30Uhr: Erlebte Geschichten (als Podcast erhältlich)
Publikationen
- Wer unten ist, der fällt auch tief. Ursachen der Jugendkriminalität, Beltz Verlag, 1977
- Frauen sind nicht zweite Klasse... Frauenpolitik für Gleichstellung ( Hrsg. gemeinsam mit Marita Haibach, Mechthild Immenkötter u.a.) VSA-Verlag Hamburg 1986
- Vogelkunde. Hans-Jochen Vogel zum 60. Geburtstag Gesammelt von Eva Rühmkorf, Hrsg: Vorstand der SPD, 1986
- Hinter Mauern und Fassaden. Erinnerungen einer engagierten Frau, Fischer-Taschenbuch, 2000, ISBN 3-596-14549-X
- Wir sind die Bessern. Starke Frauen und Politik, (gemeinsam mit Ute Vogt), DVA 2002, ISBN 3-421-05606-4
Siehe auch
Weblinks
- Literatur von und über Eva Rühmkorf im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Informationen auf BR-Online.de
Wilhelm Kuklinski | Hermann Lüdemann | Bruno Diekmann | Wilhelm Käber | Waldemar Kraft | Paul Pagel | Waldemar Kraft | Paul Pagel | Hans-Adolf Asbach | Carl-Anton Schaefer | Bernhard Leverenz | Helmut Lemke | Hartwig Schlegelberger | Ernst Engelbrecht-Greve | Henning Schwarz | Marianne Tidick | Eva Rühmkorf | Günther Jansen | Heide Simonis | Hans Peter Bull | Ekkehard Wienholtz | Rainder Steenblock | Annemarie Lütkes | Ute Erdsiek-Rave | Christian von Boetticher | Heiner Garg
Wikimedia Foundation.