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Stadt Kandalakscha
КандалакшаWappen Föderationskreis Nordwestrussland Oblast Murmansk Rajon Kandalakscha Bürgermeister Nina Warlamowa Erste Erwähnung 11. Jahrhundert Stadt seit 1938 Fläche 6.650 km² Höhe des Zentrums 20 m Bevölkerung 38.100 Einw. (Stand: 2007) Bevölkerungsdichte 6 Ew./km² Zeitzone UTC+3 (Sommerzeit: UTC+4) Telefonvorwahl (+7)81533 Postleitzahl 1840xx Kfz-Kennzeichen 51 OKATO 47408 Webseite http://www.kandalaksha-admin.ru/ Geographische Lage Koordinaten: 67° 10′ N, 32° 25′ O67.16666666666732.41666666666720Koordinaten: 67° 10′ 0″ N, 32° 25′ 0″ O Oblast MurmanskListe der Städte in Russland Kandalakscha (russisch Кандалакша; finnisch Kantalahti; karelisch Kannanlakši) ist eine Hafenstadt in Russland, in der Oblast Murmansk, mit rund 38.100 Einwohnern (Stand: 2007). Unter der Verwaltung der Stadt steht auch die Siedlung Selenoborski mit 7.500 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis
Lage
Kandalakscha liegt auf der Kola-Halbinsel, 277 km südlich der Gebietshauptstadt Murmansk, an einer Bucht des Weißen Meeres. Die nächstgelegene Stadt ist das rund 20 km entfernte Poljarnyje Sori.
Geschichte
Der Ort Kandalakscha war schon im 11. Jahrhundert bekannt. Im 16. und 17. Jahrhundert existierte hier ein russisch-orthodoxes Kloster. Um 1590 wurde der Ort von den Schweden geplündert und niedergebrannt, im Jahre 1855 wurde es während des Krimkriegs durch die Engländer zerstört.
Anfang des 20. Jahrhunderts erhielt Kandalakscha einen Seehafen sowie einen Eisenbahnanschluss. Seitdem setzte sich hier eine Industrialisierung ein: Anfang der 1930er-Jahre wurde in Kandalakscha das erste Wasserkraftwerk auf der Kola-Halbinsel sowie eine Maschinenfabrik erbaut.
1938 erhielt Kandalakscha die Stadtrechte.
Einwohnerentwicklung
Wirtschaft und Verkehr
Holzverarbeitung und Maschinenbau sind wichtige Wirtschaftszweige der Stadt, außerdem gibt es Aluminium- und Fischfabriken. Kandalakscha liegt an der Fernstraße M18 und besitzt einen Seehafen sowie sechs Wasserkraftwerke. Es hat außerdem einen Bahnhof an der Murmanbahn von Sankt Petersburg nach Murmansk.
Sehenswürdigkeiten
In Kandalakscha gibt es ein Denkmal für die Opfer der anglo-amerikanischen Intervention (1918–1920). Im nahegelegenen Dorf Kowda steht die Nikolai-Kirche, erbaut 1705. In der Umgebung der Stadt gibt es mit dem Kandalakschaer Sapowednik ein großes Vogelschutz-Naturreservat.
Persönlichkeiten
Kandalakscha gilt als wichtiger Wintersportort und unter anderem als Austragungsort für Wettbewerbe im Naturbahnrodeln. Aus diesem Grund stammen mehrere bekannte Sportler von hier, darunter beispielsweise:
- Iwan Lasarew (* 1983), Naturbahnrodler
- Jekaterina Lawrentjewa (* 1981), Naturbahnrodlerin
- Pawel Porschnew (* 1983), Naturbahnrodler
- Julia Wetlowa (* 1983), Naturbahnrodlerin
Weitere Söhne und Töchter der Stadt sind:
- Wladimir Warennikow (* 1955), General und Politiker, Sohn von Walentin Warennikow
Weblinks
- Kandalakscha auf mojgorod.ru (russisch)
Verwaltungszentrum: Murmansk
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