- Laubach (Taunus)
-
Laubach Gemeinde GrävenwiesbachKoordinaten: 50° 22′ N, 8° 26′ O50.3616666666678.4294444444444300Koordinaten: 50° 21′ 42″ N, 8° 25′ 46″ O Höhe: 300 m ü. NN Fläche: 5,87 km² Einwohner: 698 (31. Dez. 2008) Eingemeindung: 1. Aug. 1972 Postleitzahl: 61279 Vorwahl: 06086 Laubach ist ein Ortsteil von Grävenwiesbach im Hochtaunuskreis.
Inhaltsverzeichnis
Geographische Lage
Laubach liegt im östlichen Hintertaunus im Naturpark Hochtaunus. Das Dorf liegt ca. 4 Kilometer südwestlich von Grävenwiesbach.
Nachbarorte sind Gemünden (westlich), Naunstadt (nordöstlich), Hundstadt (östlich) und Niederlauken (südlich).
Geschichte
Laubach wird erstmals 1402 urkundlich erwähnte. Das Dorf hat seinen Namen von dem den Ort durchfließenden Bach gleichen Namens. Der Bach war damals die Grenze zwischen dem Gebiet der Grafen von Nassau und demjenigen der Herren von Stockheim. Der nördliche Teil von Laubach gehörte zum Kirchspiel und Gerichtsort Grävenwiesbach, der südliche zum Kirchspiel und Gerichtsort Merzhausen. Noch heute zeugen die Straßennamen „Kirchspieler Seite“ und „Stockheimer Seite“ von dieser Zeit.
1669 erwarb Graf Walrad den Stockheimer Anteil für Nassau-Usingen. Damit war die politische Spaltung des Ortes aufgehoben. Die kirchliche Spaltung bestand aber noch bis zum Jahr 1818, als auch die Stockheimer Seite (die vor 1800 ungefähr 2/3 der Bewohner ausmachte) dem Kirchspiel Grävenwiesbach zugeordnet wurde. Seit etwa 1526 war Laubach (beide Teile) evangelisch.
Mit der Gebietsreform in Hessen 1972 wurde Laubach Ortsteil von Grävenwiesbach.
Wüstung Finkenhain
Im oberen Laubachtal bestand im Gebiet der heutigen Gemarkung Laubach der Ort Finkenhain. Dieser ist ca. im Jahr 1500 wüst gefallen. Hauptartikel: Finkenhain
Wirtschaft
Bis nach dem Zweiten Weltkrieg war die Landwirtschaft der weitaus wichtigste Erwerbszweig. Schwerpunkt war die Schweine- und Fleckviehzucht. Heute werden von den 587 Hektar Fläche der Gemarkung 274 Hektar landwirtschaftlich genutzt und 246 ha sind von Wald besetzt. Wesentlich für die heutige Struktur der Landwirtschaft war eine Flurbereinigung im Jahr 1936, der 1932 bis 1936 eine umfangreiche Umwandlung von Ödflächen in Ackerland durch den Reichsarbeitsdienst vorausging.
Heute ist die Bedeutung der Landwirtschaft stark zurückgegangen. Die Einwohner pendeln zum größten Teil zur Arbeit in das Rhein-Main-Gebiet.
Ab 1690 wurde in Laubach (auf der Kirchspieler Seite) Bergbau betrieben. Die Grube „Treu Floretta“ förderte Blei aber auch Silber zu Tage. 1913 wurde der Bergbau eingestellt. Grund war der massive Wassereinbruch in das Bergwerk und die Proteste der Anwohner wegen befürchteten Bergschäden.
Weblinks
Quellen
- Karl Moses: 600 Jahre Laubach. In: Kreisausschuss des Hochtaunuskreises (Hrsg.): Jahrbuch des Hochtaunuskreises 2002. Bad Homburg 2002, ISBN 3-7973-0784-5, S. 105–108.
- Historie Grävenwiesbach im Taunus
Grävenwiesbach | Heinzenberg | Hundstadt | Laubach | Mönstadt | Naunstadt
Wikimedia Foundation.