Thor (Film)

Thor (Film)
Filmdaten
Deutscher Titel Thor
Thor Movie Logo.jpg
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2011
Länge 114 Minuten
Altersfreigabe FSK 12[1]
JMK 10[2]
Stab
Regie Kenneth Branagh
Drehbuch Ashley Miller
Zack Stentz
Don Payne
J. Michael Straczynski (Story)
Produktion Kevin Feige
Musik Patrick Doyle
Kamera Haris Zambarloukos
Schnitt Paul Rubell
Besetzung

Thor ist ein auf der gleichnamigen Comicreihe basierender Spielfilm aus dem Jahr 2011 unter der Regie von Kenneth Branagh. Die Hauptrolle des Titelhelden spielt der Darsteller Chris Hemsworth. In weiteren Rollen sind Natalie Portman, Tom Hiddleston, Anthony Hopkins und Stellan Skarsgård zu sehen. Er kam am 28. April 2011 in die deutschen Kinos.

Der Film führt nach den Comicverfilmungen Iron Man und Der unglaubliche Hulk einen dritten Marvelhelden für die im Jahr 2012 geplante filmische Umsetzung des Superheldenteam-Comics Die Rächer ein.

Inhaltsverzeichnis

Handlung

Das Götterreich Asgard wird von Göttervater Odin regiert. Ruhmreichster Krieger ist sein Sohn Thor, den Odin zu seinem Nachfolger ernennen will. Doch kurz vor der Ernennung versuchen einige Eisriesen, mit denen sich die Asen im ewigen Krieg befanden, ein Relikt aus Asgard zu stehlen. Thor beschließt gegen den Willen seines Vaters, erneut gegen die Eisriesen in den Krieg zu ziehen. Gemeinsam mit seinem Bruder Loki und seinen treuen Gefährten Sif, Volstagg, Fandral und Hogun zieht er in die Eiswelt Jötunheim. Dort will er von dem Eisriesen Laufey erfahren, wie diese vorbei am Wächter Heimdall nach Asgard gelangen konnten.

Gemeinsam können die sechs Asen den Frostriesen erhebliche Verluste zufügen, bevor sie selbst in Bedrängnis geraten. Im letzten Moment erscheint Göttervater Odin, der mit Laufey einen Waffenstillstand aushandeln möchte. Als dieser ablehnt, rettet Odin seine Söhne und deren Begleiter und bringt sie zurück nach Asgard. Odin ist außer sich vor Zorn. Er nimmt Thor seine Kraft und verbannt ihn auf die Erde (Midgard). Dort soll Thor Demut und Respekt lernen und erst dann seinen Hammer Mjölnir und seine Kräfte zurück erhalten.

Thor landet in der Wüste von New Mexico und lernt dort die Wissenschaftlerin Jane Foster kennen. Allerdings hat die Geheimbehörde S.H.I.E.L.D., der auch der Superheld Hawkeye angehört, Thors Erscheinen bemerkt und will seiner habhaft werden. Thor gerät in Gefangenschaft, aus der er erst durch das Eingreifen von Jane Foster und des Wissenschaftlers Erik Selvig mittels eines Tricks befreit werden kann.

In der Zwischenzeit findet Loki heraus, dass er Laufeys Sohn ist und Odin ihn einst nur an Kindes statt annahm. Durch die Auseinandersetzung mit seinem Sohn geschwächt, fällt der Göttervater in den Odinsschlaf. Loki besteigt den Thron und bietet Laufey eine Gelegenheit an, um Odin zu töten und das Relikt zurück zu erhalten.

Thors Freunde überzeugen derweil Heimdall, sie über die Regenbogenbrücke Bifröst auf die Erde zu lassen, wo sie Thor zur Rückkehr überzeugen wollen. Loki sendet daraufhin den nahezu unbesiegbaren Destroyer auf die Erde, um Thor zu töten. Sif und ihre Freunde verteidigen Thor, sind aber gegen den Destroyer machtlos. Thor bietet letztlich sein Leben, um Jane Foster und die anderen Menschen vor dem Tod zu retten. Dadurch beweist er die notwendige Demut und erhält seine Götterkräfte und den Hammer Mjölnir zurück. Damit kann er den Destroyer vernichten.

Loki lässt Laufey zu Odin gelangen, tötet ihn dann aber. Mit dem Mordversuch wollte er lediglich die komplette Zerstörung Jötunheims rechtfertigen und Odin beweisen, dass er ein würdiger Nachfolger sein könnte.

Als Thor zurückkehrt, bekämpft er Loki und zerstört schließlich Bifröst, um Jötunheim zu verschonen. Die Explosion der Brücke schleudert Thor und Loki beinahe in den Abgrund. Im letzten Moment kann der wieder erwachte Odin beide retten. Loki lässt sich jedoch freiwillig in den Abgrund fallen. Odin vergibt Thor. Dieser hat durch die Zerstörung von Bifröst keine Möglichkeit mehr, auf die Erde zurückzukehren, wie er es Jane Foster versprochen hatte. Jane Foster und ihr Team versuchen derweil eine andere Verbindung zu Thors Welt herzustellen.

In einer Epilog-Szene nach dem Abspann wird gezeigt, wie Erik Selvig zu S.H.I.E.L.D. gebracht wird, wo er Nick Fury trifft. Fury bittet Selvig um Unterstützung bei der Untersuchung der Kräfte des kosmischen Würfels. Bei Selvigs Zustimmung wird offenbart, dass er unter der Kontrolle des zur Erde transportierten Loki steht.

Kritiken

„Verfilmung einer Marvel-Comic-Vorlage, die sich aufs Spektakel konzentriert und anstelle des mythischen Potenzials primär auf Action und komische Konterkarierungen des Heroischen setzt. Überflüssig ist die Konvertierung auf 3D, die den visuellen Reiz des Films eher sabotiert als befördert.“

film-dienst[3]

„Überhaupt merkt man dem Regisseur die Liebe zu vergangenen Epochen und Mythologien an […] die Figuren entsprechen in ihren Persönlichkeiten und Eigenschaften überwiegend den alten Quellen. […] Die Faszination für die Comicvorlage und die Sagenwelt birgt allerdings auch ihre Gefahren: Im Vergleich zu dem epochal inszenierten Asgard wirkt die Storyline auf der Erde nicht nur visuell blass. […] Fazit: Krachender Mix aus Comicverfilmung und Fantasyabenteuer, das den Zuschauer trotz einiger Hänger in eine andere Welt katapultiert.“

cinema[4]

„An der zwanghaften Ironisierung, an der zuletzt Marvel-Adaptionen wie Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer und Iron Man 2 krankten, schrammt Branaghs kurzweilige Götterhämmerung so glücklicherweise vorbei. Um sich aber an Christopher Nolans düsteren Batman-Blockbustern oder den empathischen Spider Man-Filmen zu messen, dafür ist dieser Thor bei weitem nicht tiefschürfend genug geraten. Aber einen guten Eindruck hinterlässt er allemal.“

Andreas Borcholte: Spiegel Online[5]

„Ja, mehr Mysterium hätte „Thor“ gut gestanden. Bei all dem Krawall, den Asgards Kinder veranstalten, wird einem andächtigen Staunen ob dieser wunderlichen Magie-Technologie kaum Raum gelassen. Symptomatisch dafür ist eine expositorische Rückblende ins Wikinger-Nordeuropa, deren inszenatorische Qualität zudem meilenweit hinter Peter Jacksons vergleichbarem Herr der Ringe-Prolog herhinkt. […] Trotz dieser Versäumnisse haben Kenneth Branagh und sein Marvel-Team einen starken Film auf die Leinwand gewuchtet. Thor beweist, dass es neben fatalistischer Dekonstruktion à la Christopher Nolans The Dark Knight oder Zack Snyders Watchmen noch gesundes und spaßiges Superheldenkino geben kann.“

Jan Hamm: filmstarts.de[6]

„Hör mal wer da hämmert – der mächtige Thor stampft - entmachtet und so liebenswürdig naiv - durch die Wüste Nevadas und bringt nicht nur menschliche Wissenschaftlerinnen zum Dahinschmelzen. Auch im Kinosessel schmilzt der Zuschauer vor sich hin. Teils vor Langeweile ob der mitunter langatmigen Handlung, teils vor Verzückung über solide gemachte Actioneinlagen und Dialoge. Was bleibt ist eine etwas andere Marvel-Verfilmung, die sich dank sehr guter Schauspieler dann doch noch angenehm von manchem einfältigem Heldenepos abhebt.“

pressuremagazine.de[7]

„Verfilmung einer Marvel-Comic-Vorlage, die sich aufs Spektakel konzentriert und anstelle des mythischen Potenzials primär auf Action und komische Konterkarierungen des Heroischen setzt. Überflüssig ist die Konvertierung auf 3D, die den visuellen Reiz des Films eher sabotiert als befördert.“

Lexikon des Internationalen Films

„Kenneth Branagh ist es gelungen, aus einer wenig anspruchsvollen Superhelden/Götter-Geschichte einen Film zu basteln, der es schafft, über die gesamte Länge zu unterhalten. Was kann man mehr von einer Comicverfilmung verlangen?“

Newsgrape.com[8]

Diverses

Babylon-5-Schöpfer J. Michael Straczynski und Comicautor Stan Lee haben Cameo-Auftritte im Film. Lee ist kurz als Fahrer eines Pick-Ups zu sehen, der versucht, mit Hilfe seines Wagens Thors Hammer aus dem Boden zu ziehen.

Neben Thor wird mit dem von Jeremy Renner dargestellten Bogenschützen Hawkeye ein weiterer neuer Superheld in die Geschichte eingeführt. Renner wird ebenfalls im kommenden Film über Die Rächer dabei sein.

Nach Ende des Abspanns erscheint ein Hinweis Thor will return in the Avengers; ein Hinweis auf die Rächer, deren Verfilmung 2012 in die Kinos kommen soll.

Das Artefakt, das in der Szene nach dem Abspann präsentiert ist, ist eine Version des Kosmischen Würfel (engl. original: Cosmic Cube), ein Artefakt aus den Original Marvel-Comics, welcher jedweden Wunsch seines Benutzers erfüllen kann. Der Kosmische Würfel spielt in Captain America - The First Avenger eine zentrale Rolle und wird auch im The Avengers-Film als tragendes Plotelement in Erscheinung treten.[9][10][11]

Der Film wurde in Kalifornien, New Mexico und New York gedreht.

Thor erhält auf der Erde den Namen Donald „Don“ Blake. Dieser Name stammt aus den Thor-Comics. Dort ist es Thors Menschenname, als er ohne Gedächtnis von Odin auf die Erde verbannt wird. Später wird die Rolle des Arztes zu seiner Tarnidentität.

Beim Eintreffen des Destroyers auf der Erde wird Agent Coulson von einem seiner Kollegen gefragt, ob der Destroyer "einer von Stark" sei - ein Hinweis auf Stark Industries aus Iron Man.

Erik Selvig spricht von einem verschwundenen Physiker, der Experte auf dem Gebiet der Gammastrahlenforschung war. Hiermit ist Bruce Banner, der Hulk gemeint, der ebenfalls im Avengers-Film auftauchen wird.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung der FSK
  2. Freigabe der Jugendmedienkommission
  3. Film-dienst 9/2011, Seite 43
  4. cinema.de, abgerufen am 29. April 2011
  5. Spiegel Online, abgerufen am 29. April 2011
  6. filmstarts.de, abgerufen am 29. April 2011
  7. pressuremagazine.de
  8. Newsgrape.com
  9. About.com: "What Is the Cosmic Cube?"
  10. The Avengers Assembled.com: "The Cosmic Cube"
  11. MTV Splash Page: "New 'Captain America' Images: The Cosmic Cube & Alleged Red Skull Concept Art"

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