Wörderfeld

Wörderfeld
Wörderfeld
Stadt Lügde
Koordinaten: 51° 55′ N, 9° 19′ O51.9091666666679.3208333333333240Koordinaten: 51° 54′ 33″ N, 9° 19′ 15″ O
Höhe: 240 m ü. NN
Fläche: 6,146 km²
Einwohner: 368 (31. Dez. 2008)
Eingemeindung: 1. Jan. 1970
Postleitzahl: 32676
Vorwahl: 05283
Karte

Lage von Wörderfeld in Lügde

Ortswappen des Dorfes

Wörderfeld gehört zu den zehn Ortsteilen der Stadt Lügde im Kreis Lippe in Nordrhein-Westfalen. Die vorher selbständige Gemeinde wurde im Rahmen der Kommunalreform am 1. Januar 1970 eingemeindet.[1][2] Der Ortsteil hatte am 31. Dezember 2008 368 Einwohner. Der derzeitige Ortsvorsteher ist Bernd Schmidtmeier.

Inhaltsverzeichnis

Lage

Wörderfeld liegt auf einer Höhe von 240 m ü. NN und rund 10 km südöstlich der Kernstadt Lügde. Die Flächengröße beträgt 6,146 km². Der Ortsteil liegt im äußersten Südosten Lippes. Im Süden erhebt sich der Kiels Berg, im Südwesten liegt der Kloster- und der Kalaxberg und im Osten und Norden steigt das Land zur rund 300 m hohen Ottensteiner Hochebene an.[3]

Geschichte

Wörderfeld wird in einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1258 unter der Bezeichnung Villa Worden erstmals erwähnt. Die Geschichte der Dörfer im Umkreis ist untrennbar mit der Geschichte des Klosters Falkenhagen verbunden. Auch Wörderfeld wurde im Verlauf der Eversteinschen und Soester Fehde zerstört, die Äcker verwüstet und war lange Zeit unbewohnt. In der ersten Hälfte des 16. Jahrhundert begann mit Unterstützung des Klosters eine Wiederbesiedlung Wörderfelds. Vermutlich um 1605 wurde eine Zehntscheune errichtet, in der die Bauern den Zehnten für das Kloster lagern mussten. Die Scheune steht heute noch und ist ein Musterbeispiel für den technischen Stand des Zimmerer-Handwerks im 17. Jahrhundert.[4] Wie alle Dörfer im Bereich des Klosters Falkenhagen ist auch Wörderfeld gemischt konfessionell. Im Verlauf der Gegenreformation um 1609 hatte der Bischof von Paderborn in Falkenhagen eine Gruppe Jesuiten angesiedelt. Sie lebten dort im Gebäude der heutigen katholischen Kirche. Ihnen gelang es, viele protestantische Bewohner der Umgebung für die katholische Kirche zurückzugewinnen. Damit wurden Wörderfeld und weitere Dörfer zur Hälfte katholisch, ein einmaliger Vorgang im protestantischen Lippe.[3]

Sehenswürdigkeiten

In Wörderfeld gibt es ein restauriertes altes Backhaus, das im Jahr 1990 eingeweiht wurde. Interessierte Besucher werden hier in der Kunst des bäuerlichen Brotbackens unterrichtet. Alle zwei Jahre findet das Backhausfest statt, bei dem zahlreiche Besucher miterleben, wie im Ofen Brote und Kuchen gebacken werden.[4]

Bilder

Pamorama Wörderfeld, April 2010
Blick auf Wörderfeld, Ostern 2010

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hauptsatzung der Stadt Lügde vom 13. Dezember 1996 in der Fassung der 5. Änderungssatzung vom 2. November 2005
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970.
  3. a b Adelheid Stechemesser: Als ich ein kleines Mädchen war. Heimatland Lippe, Februar 2006, Seite 42f.
  4. a b Ortsteil Wörderfeld

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